Zeit zwischen Angst und Hoffnung

Am Montag schaute uns ein Quollauge an.

Er sah aus, als hätte er sich geprügelt oder eine Wespe ihn besucht.

Dienstag ging es dann gleich zum Arzt-Antibiotika und fiebersenkende Mittel. Heute war Nachkontrolle und eigentlich sah alles wieder gut aus. Es sollte nur geröntgt werden.

Daraus wurde dann eine Biopsie und Einsendung ins Labor.

Ich möchte nicht über die Behandlung schreiben, eher über das was jetzt in meinem Kopf los ist.

Wir sind jetzt 2 Jahre ein Team.

Adgi hat mir das Träumen beigebracht. Er hat meine Einstellung zum Leben verändert und ist an so vielen Tagen der Grund sich aus dem Bett zu bemühen.

Naja, und wie oft ist er Grundlage für diesen Blog? 80% der Texte mindestens.

Beim Arzt steht nun ein Verdacht und wir haben alles in die Wege geleitet, um diesen hoffentlich nicht zu bestätigen.

Aber nun sitzt man in der Zeit zwischen Angst und Hoffnung. Kennt ihr das?

Die eine Hälfte sagt einem, dass alles gut wird, dass es ja nur ein Verdacht ist und das alles wieder wird.

Man klammert sich daran und redet sich ein, dass es nicht gerade einen selber trifft. Man wird egoistisch und redet sich ein, dass man es nicht verdient hat, dass es das Tier nicht verdient hat.

Die andere Seite verliert gern in einem „schwachen“ Moment die Hoffnung. Fängt an sich zu bemitleiden. Es ziehen all die tollen Momente durch den Kopf und Panik macht sich breit, dass sich diese nicht wiederholen wird, die Pläne für die Zukunft platzen wie die Seifenblasen, die der Hund letzten Sommer noch zerbissen hat.

Wie verhalten?

Ganz ehrlich? ich habe keine Ahnung.

 

Ich warte einfach ab, versuche mich nicht verrückt zu machen. Bin stark.

Außerdem ist Adgi ist sehr lustig, da die Narkose noch nicht 100% abgebaut ist.

Ich habe dauerhaft das Gefühl, dass ich ihn mit meinen Sachen abreiben muss, um den Geruch nach Tierarzt los zu bekommen. Diese Mischung aus Krankenhaus, Urin und Schweiß.

So langsam haben wir den Geruch aber wieder verbannt, Zum Glück. Seither ist die Angst auch ein bisschen weiter in den Hintergrund gerückt.

Also, wie verhalten?

Ruhig bleiben, weiter machen und sich am Hund rubbeln und damit den bösen Geruch nach Krankheit vertreiben-das macht das Klardenken einfacher!

Oh und Eis hilft und Schokolade-also nicht für den leidenden Vierbeiner, versteht sich.

Ganz wichtig: Positiv bleiben und sachlich!

Vielleicht ist euch in der letzten Zeit was aufgefallen, was ihr dem Arzt noch nicht gesagt habt. Was fällt euch im Moment noch auf?

Und ich riskiere jetzt mal sehr kalt zu klingen: Wie weit wollt ihr gehen?

Ja, es kann alles gut gehen, aber es kann auch immer eine schlechte Nachricht werden und dann versucht erstmal einen klaren Gedanken zu fassen.

Wie gehts nun weiter?

Heute ist Nachkontrolle der Biopsiepunkte auf dem Kopf.

In 10 Tagen werden die Fäden gezogen.

Nächste Woche kommen die Laborwerte.

 

Ich werde inzwischen versuchen, mich an meine eigenen Tipps zu halten und ihm die Zeit mit Trichter möglichst angenehm gestalten.

Er rennt nämlich absolut überall gegen.

Ich hab mit Absicht nicht geschrieben, welcher Verdacht im Raum steht. Ich warte auf die Laborwerte und dann teile ich es euch selbstverständlich mit.

Komm mit in unseren Alltag

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