Die Bloghundewelt hat eine neue Gang

Ich stehe müde vor dem Spiegel, streife meinen grauen Pulli über und binde mir die lästigen Haare aus dem Gesicht. Als ich die Schlafzimmertüre öffne sitzt da schon ein aufgeregter Adgi vor der Tür.
Normalerweise bekomme ich nur ein leises Grunzen aus seinem Sessel um diese Uhrzeit.
Im Bad schminke ich mich ein bisschen und betrachte mich im Spiegel. „Nun gut jeden Tag ein bisschen mehr“ denke ich mir und freue mich, dass ich mich für die Tierszene entschieden habe.
In meiner Gummizughose stapfe ich nach unten und füttere, super in der Zeit liegend, die Tiere. Aber der Herr will nicht fressen, strahlt mich an und hat Angst, vergessen zu werden. Nach geschlagenen 15 Minuten füllt er sich den Magen und ich beschließe mein Frühstück in den Rucksack zu stecken und mit Verspätung loszufahren.

Der Himmel ist grau in grau und die Autobahn leer. Auf der Hälfte der Strecke merke ich, dass ich wie eine Irre grinse und bemühe mich auf Höhe Wismar um einen halbwegs normalen Gesichtsaudruck.

Viel zu spät und mit einem schlechten Gewissen fahre ich durch die letzte 30er Zone und parke nach einiger Verwirrung das Auto. Nun gehts ans Suchen, verplant wie eh und je übersehe ich die zwei winkenden Gestalten am Strand gekonnt.

Endlich gefunden….

Adgi begrüßt die 4 mit heftigem Gefiepe und als ich ihn ableine dreht er große Runden um uns herum.
Ich habe sie endlich gefunden: Nicole, Moe, Stephie und Luna.

Moe, den hundehassende Betonklotz; Luna, das menschenfressende Monster und Adgi, der abhauende Vollidiot. Einen bunten Blumenstrauß haben wir uns da zusammen gestellt und schon vorher über die kleinen Fehlerchen geschrieben, Warnungen ausgetauscht und Erwartungen aufgebaut.

Nachdem Moe aber bei Adgi und Luna im Freilauf cool bleibt, Luna nach 5 Minuten ihren Kopf an mir schuppert und Adgi in der Nähe beibt, fällt uns auf, dass wir uns alle mal wieder viel zu viele Gedanken gemacht hatten und unser Vertrauen in unsere Begleiter doch größer sein kann, als wir glauben.

Vorbei an zwei Pferdeshootings haben wir den Strand ganz für uns. Die Hunde planschen und trotten vor uns her.
Nur Adgi, der kleine Idiot übersieht Moes Leine und hängt sich drin auf-entschuldigt Moe und Nicole, aber einen typerischen Adgi konnte ich euch nun wirklich nicht zeigen.

Die zwei Mädels zücken Ihre Kameras und ich amüsiere mich über die zwei Fotgrafenhunde, die abwechselnd posieren. Und Adgi? Der stellt seinen dicken Hintern einfach ins Bild. Für tolle Bilder müsst ihr euch die anderen zwei Blogs schon ansehen 😉

Luna ist einfach zu schnell gewesen….

Während wir weiter spazieren und plaudern, naja eher Nicole nach Ihrer Reise ausquetschen markiert Moe den Opa und regt uns zur Pause an.
Wieder bin ich glücklich, in der Hundeszene zu sein, denn wir lassen uns einfach in den Sand plumpsen, die Hunde an uns gekuschelt und genießen das Norddeutsche „Schietwetter“.

Immer wieder schön, andere Hundemenschen zu treffen, die genauso entspannt sind, wie man selber. Wenn man sich die Worte nicht lange überlegen muss und einfach vom Herzen reden kann. Adgi grummelt währenddessen an meinen Beinen und sieht mehr und mehr aus, als ich hätte ich ihn paniert.

Wunder geschehen…

Auf dem Rückweg bleibt Moe zwar an der Leine, aber die 3 Hunde haben sich inzwischen so aneinander gewöhnt, dass kein Maulkorb mehr nötig ist. Luna steckt unterdessen Adgi immer und immer wieder zum Jagen von Raben an und er lässt sich gern motivieren. Mir wird so langsam klar, dass das mit einem Hund endet, der nicht merkt, wie kaputt er ist.

Mittlerweile stehen die Pferde am abgesperrten Bereich Schlange und die zwei Vogelscheuchen kommen wieder an die Leine.

Im Nachhinein war es das Beste, was wir machen konnten, denn ein ganz besonderes Foto entstand vom Zuchtfehler, ungewolltem Welpen und Sonderangebot:

Die coolste Gang unter den BlogDogs

 

Mädels, danke für diesen tollen Vormittag! Es ist einfach schön mit euch. Ihr seid einfach nett 😛

Und es ist gekommen, wie es kommen musste. Kaum einen Zwischenstopp auf der Heimreise, da hat Adgi einfach müde im Stehen unter sich weg gepuscht, weil er das Bein nicht mehr hoch bekam. Jetzt wird geschlafen und ich kühle meinen Fuß. Aber das wird eine andere Geschichte.

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Summer Bucket List

Mecklenburg-Vorpommern gilt als Urlaubsland schlecht hin. Unsere Ostsee lockt immer wieder so viele Menschen an und auch die Natur lässt sich an der Küste nicht lumpen.

Wir wohnen in einem stark frequentierten Urlaubsgebiet und doch kennen wir kaum etwas. Viele Urlauber kennen mehr als wir hier je gesehen haben. Und aus diesem Grund werden wir in unseren 2 Wochen Sommerurlaub und vielleicht auch darüber hinaus wie Urlauber benehmen. Deswegen haben wir eine Liste erstellt, die wir diesen Sommer abarbeiten wollen oder besser abgenießen….

„Summer Bucket List“ weiterlesen

Geocaching: Runde 2

7 km, 4 Stunden und 3 Caches später kann ich sagen: Wir waren wieder unterwegs.

Ich habe ja beim letzten mal erzählt, dass wir bei Geocachen ein Rätsel gefunden haben, dessen Lösung uns mitten auf einen Acker geführt hat. Was soll ich sagen, die Lösung lag 2 km in die komplett andere Richtung.

Nummer 1

Meiner besseren Hälfte ging das Rätsel einfach nicht mehr aus dem Kopf. Die Lösung war so einfach und doch ergab sie keinen Sinn. Abend für Abend hat er überlegt. Dann endlich gab es ein Ergebnis, das hier nicht verraten wird, aber endlich logisch schien.

Und so zogen wir Adgi die Warnweste an, packten die Einweghandschuhe ein [ein Tipp von Sandra und Shiva] und steckten uns die Tüte Salami in die Tasche-nicht lachen. Salami geht immer.

An der Gartenanlage vorbei, rein in den Wald auf dem Eingang, den wir sonst eher ncht wählen. Kaum im Wald, hat Michi schon das erste Mal „Hier!“ gequietscht und schnell war das Döschen gefunden. Auch dieses lag schon verdammt lange an seinem Versteck-seid Juni 2015, der letzte war nur 10 Tage vor uns da gewesen.

Absolut tolles Einsteigerversteck und das Logbuch war super praktisch.

Während wir so mit unseren Stöckern durch das Unterholz wühlten, kamen andere Spaziergänger vorbei, die müssen auch gedacht haben, wir seien nun ganz verrückt.

Cache 1
Nummer 1: Check

Nummer 2

Cache Nummer 2 war unsere gefundene Lösung zum Thekla Rätsel.
Wir liefen einen Weg entlang, Adgi immer ein Stück vor uns. Dachten wir.

Plötzlich war Adgi nämlich weg. Weder hören, noch sehen konnten wir ihn. Wir pfiffen und brüllten, aber nichts geschah. Plötzlich hörten wir Gebell, ganz deutlich Adgis Beuteruf. Es war so klar, dass wir uns mitdrehen konnten in dem Bogen, den er zu laufen schien. Dann war wieder Ruhe. Schon lange bekomme ich keine Panik mehr dabei, wir bleiben einfach an der Stelle stehen, zumindest einer von uns und warten. Wir riefen und pfiffen weiter und dann stand er hechelnd und grinsend vor uns. Ab da an kam der gelernte Tipp zum Einsatz:

Einer sollte immer der Hundebeauftragte sein. Wenn beide auf das Handy starren, bekommt man die Rehe etc einfach nicht mit. Oder man nimmt den Vierbeiner an die Leine.

Wir liefen blind dem GPS der App nach. Dann führte uns der Wegweiser weg vom Weg. Und eines sollte dir bewusst sein: Wenn du auf Schatzsuche gehst, wird irgendwann der Satz „Lass uns einfach Querfeldein gehen!“ fallen.
Also runter vom Weg, die Böschung hoch und dann standen wir mitten in jungen Bäumen. Ein Rascheln. Kurz vor uns liefen zwei Rehe vorbei und die Entscheidung Adgi an die Leine zu nehmen, wurde zu der besten, die wir treffen konnten.

Nach einem kurzen Schrecken ging es weiter, die Böschung wieder runter und schon standen wir vor einem Bach. Springen: Keine Option.
Wir fanden einen anderen Weg und machten kurz Pause, um zu überlegen, wo wir überhaupt sind. Mittlerweile hatten wir schon keine Ahnung mehr. Aber die Neugierde war größer und so führte uns das GPS auf einen Hügel.
Nach leisem Zweifel, dass die Lösung mitten im Nirgendwo war, begannen wir zu suchen. Und fanden: nichts.
Innerlich gab ich auf, schaute durch den Sucher der Kamera und sah es: Holz an einem Baum, das da so nicht hingehörte. Tatsache: Wir haben das Rätsel gelöst!

Ein liebevoll gebautes Versteck. Da hat sich jemand richtig viel Mühe gemacht.
Nur eines muss ich anmerken: Thekla höchstpersönlich da hinein zu setzen ist echt mies! Ich hab das Ding sofort zugeknallt und nach Michi gebrüllt. Typisch Mädchen.
Das Versteck ist noch nicht so alt, aus dem März 2016, wurde aber doch schon häufig besucht. Vor uns das letzte mal am 29.12.2016. Und so waren wir die ersten in 2017, die an diesem Ort waren. Auch schön.

Thekla
Ein tolles Versteck

Glücklich über den Erfolg: Nummer 3

Wir liefen weiter durch das Nirvana, angeblich hatte Michi einen Plan. Dann endlich wieder ein Weg.

An diesem entlang gelangten wir zu Cache Nummer drei.
Ein herrliches Spektakel dort. Michi, der bärtig aussieht wie direkt dem Wald entsprungen hatte den verwirrt drein schauenden Adgi an der Leine, hielt sein Handy vors Gesicht und lief von einem Baum zum anderen, laut „Der da!“ rufend.
Suchen war für mich nicht möglich. Ich hielt mir den Bauch vor lachen. Das hättest du sehen sollen!

Männer unter sich

Letztendlich haben wir aber die kleine Filmdose gefunden. Schade, sie war durchnässt und so konnten wir uns nicht eintragen. Als Alternative haben wir das Bahnticket von der letzten Fahrt hineingelegt.

Weiter geht´s

Cache Nummer 4 war schnell angepeilt und führte uns über eine Fläche, die vor noch gar nicht vor so langer Zeit von Bäumen befreit worden ist. Die Dunkelheit kam nun schon schnell über uns.
Leider sponn das GPS komplett und wenn wir auf 0 Metern Entfernung ran waren, wollte uns die App wieder 15 Meter in die andere Richtung schicken. Nachdem wir kaum noch was sehen konnten und Frust sich breit machte beschlossen wir wieder nach Hause zu gehen und den Cache für das nächste Mal aufzubewahren.

Jetzt fehlen uns noch 5 im Hütter Wohld  und dann haben wir es hier schon geschafft und wir  können unseren Radius erweitern.