Schlabbersabber- es gibt nur 2 Möglichkeiten

Anmutig rennt er über das Feld.
Adgi stolpert in maximaler Geschwindigkeit über das Feld. Er rennt und rennt und durch die Anstrengung beginnt er zu speicheln. Der Geruch nach Schwein und Reh und der Gedanke an einen Braten aus eben jenem fördern den Speichelfluss nur dezent. Er hoppst und würde am liebsten Jubeln. FREIHEIT!!!!

Nach seiner großen Runde des Freibrennens steht er vor uns und schüttelt sich glücklich. Das Grinsen wird immer breiter und nach dem nächsten Kopfschüttler ist der da:

Ein riesen Sabberpfaden quer über die Nase.

Yammi, so ein Sabberfaden

Und dann steht man da und muss sich entscheiden: lassen oder wischen?!

Der „Lasser“

Der Lasser denkt nicht weiter darüber nach. Wenn die Sabber allein dahin gekommen ist, wird sie auch allein wieder weggehen.
Oftmals hat der Lasser keine Kinder und würde sich selber auch nicht als Kindermensch bezeichnen. Beides geht oft einher.
Auch im Umgang mit Hund nicht der Helikopterbesitzer. Sein Hund macht gern mal eine große Runde und nimmt ausgiebige Schlammbäder. Getreu dem Motto „Nur ein matschiger Hund, ist ein glückicher Hund“ leben sie gemeinsam.
Der Lasser sieht die Dinge lockerer und das weiß der Hund auch.

Auf Außenstehende wirkt der Lasser manchmal ein wenig unterkühlt zu seinem Hund, lässt er ihn doch mit Sabber mitten im Gesicht rumlaufen und hat wahrscheinlich selber Sabber (seiner Hundes) an der Jogginghose.

Der Wischer

Der Wischer ist immer perfekt ausgestattet und hat immer alles dabei. Sogar Taschentücher, weil man immer damit rechnet, dass der Hund sich besudelt.

Oft sind es Menschen mit Kinder, die ohnehin immer alles dabei haben (ich wünschte, ich würde so werden). Der Wischer hat immer alles im Blick und achtet darauf, dass der Hund ordentlich aussieht.
In bester Vorbereitung hat der Wischer nicht nur ein Taschentuch dabei, sondern direkt ein hautfreundliches Feuchttuch (deswegen auch eher mit Kind).
Sobald sich die Sabber auf die Nase gelegt hat, wird sie sauber gewischt und dann kann der Hund wieder gehen.

 

Ich bin definitv der „Lasser“. Adgi muss mit seinem Speichel nach Hause laufen. Das liegt zum einen daran, dass ich immer ohne alles los laufe und zum anderen finde ich es eklig das Sabbertaschentuch in die Tasche zu stecken. Denn ich vergesse das da drin und dann fässt man unvermittet in die Tasche und langt in das Taschentuch.

Aber ich muss zugeben, dass manchmal der „Wischer“ in mir durchbricht. Dann, wenn wir mit Adgi in der Stadt oder im Altersheim unterwegs sind. Tja, dann wische ich ihm den Faden weg. Wir wollen wenigstens ein bisschen zivilisiert wirken.

Gepannt bin ich auf die Zeit, wenn der Wurm da ist und ich -hoffentlich- ein wenig besser ausgestattet bin.

Trotz allem muss ich ganz offen gestehen, dass Adgi schon ein wenig niedlich ist, wenn er da so glücklich vor mir sitzt und der Sabberfaden Zeuge seines Spaßes ist.

Was bist du? Wischer oder Lasser?


P.S. Leg nicht jedes Wort auf die Goldwaage. 😉

Komm mit in unseren Alltag

9 Gedanken zu „Schlabbersabber- es gibt nur 2 Möglichkeiten

  1. Ich habe mich eben beömmelt über deinen Artikel – der ist großartig!

    Ich bin ganz klar: Wischer. Bei jedem kleinen Krümelchen, obwohl ich sehr wohl 5 grade sein lassen kann. Und ich habe auch keine Feuchttücher dabei! Aber Moe neigt vor allem zu extremen Augenpopeln, die müssen einfach weg. Ich kann das gar nicht ertragen. Manchmal schleppt er auch ein Blatt im Fell mit sich herum, natürlich muss auch das weggemacht werden. Lassen kann ich das gar nicht.

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Ich bin wohl so eine Mischung. Die Sabberfäden auf der Nase muss Tiffi bis nach Hause schleppen. Ebenso reinige ich nicht alle 5 Minuten ihre Nase, nachdem sie sie wieder in ein Mauseloch oder einen Maulwurfshügel gerammt hat. Da Frage ich mich eh immer, wie sie es schafft, dass der Matsch nicht bis in ihr Gehirn dringt. Um das in Ordnung zu bringen müsste ich mindestens einen Hochdruckreiniger in der Hosentasche haben.

    Bei starkem Wind tränen Madame aber die Augen recht stark und ich werde es nicht müde ihr alle paar Meter die Tränenspuren vom Gesicht zu wischen.

    Liebe Grüße,
    Karen und Tiffi

  3. Was für eine „ interessante „ Frage. Uuuurgh!!!!
    Also ich gebe zu, dass ich den Sabber von Hunden nicht so prickeln finde und froh bin, dass Socke nicht so sabbert. ABER!!!! Ist es der eigene Hund, dass ist das was ganz anderes. Ich denke, dass sich auch Menschen vor dem vielen Fell von Socke ekeln….

    Da ich die Oberglucke bin, wäre ich wohl der Wischer, auch weil ich mir denke, dass andere Menschen das sonst sehr fies finden könnten.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  4. Gut dass meine Hunde nicht sabbern. Ich wäre nämlich auch ein Lasser. Kalle dagegen wäre definitiv ein Wischer. (Gut dass ich nicht sabbere!) Der kann es gar nicht haben, wenn an ihm oder mir irgendetwas hängt, was dort nicht hingehört. Er zupft mir Pflanzenteile aus der Kleidung und ich kann praktisch hören, wie er denkt: „Mensch, wie du wieder aussieht. Man kann sich ja nicht sehen lassen mit dir!“

    Liebe Grüße,
    Nora

  5. Weder noch 😉
    Irgendwie haben wir einen Hund der nicht sabbern kann. Das ist dann auf jeden Fall ein eindeutiger Vorteil! 😉 Ich würde es ihm dann aber wahrscheinlich wegwischen und hätte das gleiche Problem wie du: Taschentuch-Jackentasche-Hand…

    Liebe Grüße
    Steffi

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