[MiDoogy Blogparade] Hund im Bett- ja oder nein?

Der Hund im Bett? Eine Frage, die regelmäßig der Stein des Anstoßes für Grundsatzdiskussionen ist. Schon seit dem ersten Tag schwirrt sie wie eine dunkle Wolke über uns. Lange haben wir sie unter uns diskutiert und dann auch nach außen getragen. Wie machen das andere, erfahrene Hundehalter und wie ist es für den Hund richtig?
Wir nehmen die Frage von Julia und Lola auf und machen uns für MiDoggy Gedanken.

Unsere Entscheidung

Nun ja, ich falle direkt mal mit der Tür ins Haus und sage: NEIN
Nein, Adgi kommt nicht mit ins Bett, außer wenn ich allein bin oder wir sonntags mal kuscheln.
Unsere Entscheidung basiert auf eiskalten Fakten.
Das Bett ist 1,80 x2,00 Meter, wir haben eine durchgängige Decke und einen Hund, der 30 kg wiegt.
Adgi muss immer der mittlere Löffel sein, sprich Micha der große und ich der kleinste. Er muss mit unter die Decke, aber nicht die ganze Nacht, das wäre zu warm. Zudem muss er ein Kopfkissen haben, sonst träumt er schlecht. Wo wir gerade beim Träumen sind, er träumt und er tritt dabei. Noch dazu schnarcht er laut und dauerhaft.
Oft ist Adgi sandig und ich bin die Prinzessin auf der Erbse. Ich hasse Sand im Bett! Ich fang dann auch nachts noch an zu saugen, oder einfach mal das Bett neu zu beziehen.
Es geht nicht darum, dass wir Adgi nicht lieben, aber ich möchte gern erholsam schlafen und mit einem Trampeltier ist das nicht leicht.

Und was ist eigentlich mit Scar?

Außerdem ist da noch Scar. Und glaubt mir, den möchte keiner in seinem Bett haben.
Ich finde ja, wenn der eine ins Bett darf, dann sollte der andere auch.
Allerdings ist der noch nerviger. Der kann nämlich nur die halbe Nacht schlafen und dann jagt er Fussel, absolut bedingungslos. Dabei ist es ihm auch super egal, ob mein Gesicht unter dem Fussel ist oder die Bettdecke. Meist bin ich zu müde, um ihn rauszuschmeißen und so leide ich leise und stehe irgendwann grimmig auf. Ungenießbar für alle Mitmenschen.

Scar ist zudem total auf meinen Mund fixiert. Wenn es Zeit ist aufzustehen sitzt er auf mir, schnurrt und steckt mir die Pfote auf oder dummerweise in den Mund. Und ganz ehrlich, der trampelt durch sein Katzenklo und ist schon mal ins Menschenklo gefallen. Zudem spielt er gern unter dem Bett und hangelt sich daran entlang. Das spürt man so richtig schön durch die Matratze.

Beide Tiere im Bett? Niemals.

Negative Erfahrungen

Früher fuhren wir immer auf eine große Hundewiese. Adgi konnte spielen und wir  uns unterhalten. Wie sonst will man Erfahrungen sammeln, wenn man nicht mal reden kann. Ziemlich schnell wurden wir gefragt, wo eigentlich der Hund schläft und wir antworteten „In der Stube, da wir die Tür zu haben.“.
Eine Antwort, die ich so nie wieder ehrlich geben werde. Wir fanden uns in einem Shitstorm wieder, bei welchen uns gleich mehrere Hundehalter beschimpften. Das waren keine Ratschläge mehr, wie man es anders oder besser machen kann. Nein. Uns wurde gesagt, wie seien Tierquäler, man müsse uns den Hund wegnehmen und wir haben Herzen aus Stein. Eine Bindung zwischen uns und dem Hund sei gar nicht erst möglich. Früher oder später würde der Hund ausbrechen, er wird ein unkalkulierbares Monster. Wir werden nie in der Lage sein, die Bindung anders aufzubauen.
Denn der Hund muss bei seinem Rudel schlafen, er braucht den Schutz, sonst wird der Hund nie ruhig schlafen.
Alles steht und fällt damit, dass der Hund im Bett schläft.

Wie ich mir den schnarchenden Hund im Wohnzimmer erklären soll weiß ich allerdings auch nicht.

verbot aus gemütlichkeit

Fakt ist, wenn ich alleine bin, schläft Adgi bei mir im Bett, dann ist ja auch genug Platz.

Es ist einfach ein Verbot aus Gemütlichkeit und naja, wenn man einen Partner hat, dann naja ihr kennt das. Ich muss den Hund dann nicht aussperren und dann wieder reinholen oder mich gar beobachten lassen. Nee nee Freunde, ich fühle mich mit der Entscheidung wohl und Adgi ist zwar ein Monster, aber liebenswürdig.

Und am Ende ist es doch dann, was wir am Ende dieser Blogparade hoffentlich bei vielen lesen: Dass man sich wohlfühlt mit seinem Hund.
Denn jeder muss sein Zusammenleben so gestalten, dass er es mag.

Ach und wer jetzt hetzen will: Ich habe schon alles gehört.

Schäft dein Hund im Bett?

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4 Gedanken zu „[MiDoogy Blogparade] Hund im Bett- ja oder nein?

  1. Keine Sorge ich kann mich beherrschen und bin so erwachsen, dass ich Deine Meinung auch respektieren kann. Du wirst von mir nichts zu hören bekommen.

    Ich finde, jeder Hundehalter sollte es so handhaben, wie er es möchte und niemand sollte sich dafür rechtfertigen oder entschuldigen müssen. Noch unangemessener finde ich es jemanden wegen seiner Meinung anzugreifen.
    Wenn Adgi unterscheiden kann, wann er ins Bett darf und nicht und damit kein Problem hat, dann ist es gut so.

    Ich selber finde es leichter, es entweder ganz zu verbieten oder immer zuzulassen. Aber das liegt an mir.
    Ich komme mit klaren Regeln besser zurecht.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke, die ins Bett darf, dort aber nur schläft, wenn es ihr schlecht geht

  2. Wir haben es am Anfang auch so gemacht. Doch da Jimi nie kuscheln wollte, haben wir ihn dann ins Schlafzimmer gelassen. Dort hat er unterm Bett geschlafen und morgens haben wir ihn zum kuscheln ins Bett geholt. Seit dem ist er deutlich verkuschelter geworden und hat es akzeptiert, dass er nur hochkommen darf, wenn einer von uns ihn ruft.
    Tendenziell soll es jeder Hundehalter so machen wie er möchte.

  3. Hauptsache ist doch das sich der Hund wohlfühlt. Mein Kurti war sechs Monate alt und völlig traumatisiert als ich ihn bekommen habe. Er hatte Alpträume und hat regelrecht geweint und gejammert. Da war es für mich keine Frage das ich ihn diese Geborgenheit und Sicherheit auch oder gerade nachts gebe. Nun ja ich bin allein und mein Bett ist groß genug. Und ich genieße es auch ihn so nah bei mir zu haben.
    Alles Gute und liebe Grüße
    Jana und Kurti

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