[MiDoggy Blogparade] Hund und Job-geht das?

MiDoggy hat gefragt: Hund und Job- geht das?

Darf ich da jetzt nein sagen und Adgi behalten?
Ich werde hier mal absolut ehrlich sein und gebe getreu nach Klopfer folgenden Rat vorweg: Wenn man nichts nettes zu sagen hat, sollte man den Mund halten.
So, los gehts….

Job

Ich arbeite Vollzeit, mittlerweile nur noch in Schichten zwischen 08:00 und 20:00 Uhr. Ich habe kein Home Office, feste Schichtpläne  und kann Adgi nicht mit ins Büro nehmen.
Das wichtigste: ich mag meinen Job und ich will ihn nicht ändern. Nicht in der nächsten Zukunft.

Michael kann Adgi ab und an mit ins Büro nehmen. Darauf bin ich nicht nur furchtbar neidisch, sondern auch dankbar, denn es erleichtert so einiges.

hund

Tja, Adgi. Ich habe das Gefühl, dass ihn das alles nicht mehr stört.

Anfangs gab es den typischen Dackelblick, ein bisschen Gewimmer. Er hat einem super traurig nachgeschaut und manchmal sogar aus dem Fenster nachgeschaut, wenn ich nur den Müll rausgebracht habe. Ja, ich weiß, dass das eigentlich gar nicht gut ist und er wahnsinnig leidet.

Wenn man einen Hund verlässt, kennt er keine Zeit. Er weiß nicht, dass wir nur kurz arbeiten sind und wiederkommen. Für ihn sind wir weg und zwar für immer.

Das wurde mir so oft gesagt. Mir wurde ein Hundesitter vor die Nase gehalten und auch der Hundekindergarten wurde mir mehr als einmal aufs Brot geschmiert.

Aber mit der Zeit wurde es für Adgi einfacher und auch für mich. Meine Probleme mit dem Gehen waren wahrscheinlich größer als seine Probleme Zuhause zu bleiben. Mittlerweile fordert Adgi sein alleine sein richtig gehend ein. Da er im Büro seine eigene Couch stehen hat, ist das sein Lieblingsraum. Hier legt er sich von allein hin, auch wenn wir Zuhause sind.
Nachdem wir morgens unsere Gasssirunde gedreht haben, kann ich ihn gar nicht schnell genug ausziehen, damit er hochlaufen kann.

Wir haben uns mit der Gesamtsituation einfach arrangiert, allen voran Adgi.
Er ist sehr gnädig mit uns und einfach zu händeln, wenn es ums alleine sein geht. Er rollt sich zusammen und schläft. Oder grübelt nach. Worüber auch immer.

kann man hund und Job miteinander vereinen?

Nein, ich denke allem gerecht wird man nicht, wenn man beides zu 100% machen will.
Man kann nur 100% im Job geben und dann muss der Hund mal länger allein sein oder mit wem anders raus oder ich gebe 100% mit dem Hund und muss sehen, dass ich weniger arbeite.
Dazu kommt, dass ich denke, wenn man zu zweit ist, ist Hund und Job viel einfacher zu vereinbaren, als wenn man alleinerziehend ist.
Gerade bei uns ist es so. Wenn ich 11:30 Uhr anfange, habe ich den Vormittag mit Adgi und Micha kommt kurz nach 16:00 Uhr heim. Die Zeit allein für Adgi hält sich also in Grenzen. Ich will aber nicht vorenthalten, dass es auch Tage gibt, an denen wir beide früh das Haus verlassen und Adgi auf seine 9 einsamen Stunden kommt. Das ist lang, viel zu lang und deswegen ist er an solchen Tagen meist ein Bürohund.

Wir haben sicher nicht 365 Tage im Jahr die perfekten Umstände für Adgi und an vielen Tagen fühle ich mich einfach schlecht. Gerade im Winter, wenn Micha mehr mit dem Hund geht, weil ich die Sonne nur aus dem Büro sehe. Aber ich glaube, dass wir einen guten Weg miteinander gefunden haben und wir den Hund haben, den wir für unser Leben brauchen.
Ein Husky oder Aussie würde bei uns sicherlich eingehen. Kläglich. Aber mit Adgi haben wir einen Hund, der Wirbelwind sein kann und genauso gut den Schlaf der Gerechten sucht.
Außerdem haben wir noch Scar. Da die beiden sich super verstehen, vertreiben sie sich die Zeit auch äußerst gut gemeinsam. Sie kuscheln und toben und ich bin ganz froh, dass ich es nicht mitbekomme, wenn sie hier wilde Sau spielen.

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Hund und Job ist bei mir zum Glück möglich, sonst müsste ich mir einen anderen Job suchen. Jette ist den ganzen Tag bei mir, anders wäre es für mich gar nicht denkbar.

Du hast einen sehr guten Text verfasst, den ich voll und ganz genauso unterschreiben würde.
Viele Grüße
Dennis

Hab kein schlechtes Gewissen- ihr macht das schon gut so!
Gerade wenn schlechtes Wetter ist oder man sich selbst nicht so fühlt, kommt der Hund mal zu kurz, dann kommen aber auch wieder andere Zeiten!

Man kann beides vereinen, wenn man bspw. den Hund mit zur Arbeit nehmen kann, dieser dort entspannen kann und ihr in der Mittagspause bspw. Action macht.
Oder man hat meinen Job- da ist ein Hund quasi unentbehrlich und fast notwendig 😛

Liebe Grüße

Nun, ich finde es mal wieder wunderbar, wie offen und ehrlich Du Eure Situation schilderst. Aber Du hast mit Agdi auch Glück…. Für mich wäre Euer Modell nichts. Soll heißen, unter den Umständen hätte ich keinen Hund. Aber jeder muss das für sich entscheiden. Ihr müsst damit klarkommen und es scheint ja zu klappen. Socke ist krank, braucht alle 4 Stunden Futter und Medikamente. Sie kann also nicht lange alleine bleiben. Sie ist nicht geimpft und darf so nicht in jede Hundebetreuung. Als sich die Arbeitsbedingungen des Socke-nHalters änderten, kamen wir ganz schön in Not. jetzt ist alles geregelt. Es… Weiterlesen »

Euer Adgi bekommt von euch alles was er braucht, ihr macht das klasse. Lg Claudia und Lady

J & J

Hallo, Manchmal glaube ich, dass das Thema Hund und Arbeit viel zu sehr übertrieben wird. Am Anfang habe ich das auch gemacht und alles so super geplant bevor Jimi zu uns kommt. Doch zack aufeinmal hat sich alles geändert. So ist es nunmal gekommen, dass Jimi (der im übrigen ein Hütehund ist) auch 1-2× in der Woche 8-9h allein sein muss. Am Anfang hatte ich so ein riesen schlechtes Gefühl (v.a.wenn man in Foren liest oder Blogs liest), doch mittlerweile hat sich Jimi daran gewöhnt und ich auch. Jimi scheint es überhaupt nicht zu stören. Also wenn der Hund daran… Weiterlesen »