Januar: Die Berufung meines Hundes

Anja und Lucy haben nach dem Beruf unseres Hundes gefragt und wir sind mal wieder super spät dran, euch von Adgis Job zu erzählen.

Adgi war schon immer genügsam, entspannt und ein Kuschelmonster. Seit ich ihn kenne, liebt er Kinder und Berührungen. Er ist aufgeschlossen und eine kleine Rampensau.

Eigentlich wollte ich ihn gern als richtigen Therapiehund ausbilden lassen, aber ein Mangel an Zeit, Geld und eigener Ausbildung machte die Sache dann hinfällig.

Auf der Suche nach einer Alternative

Unsere Suche schleifte uns durch alle möglichen Seiten ohne Erfolg im Netz.
Eines Abends trafen wir dann einen Neufundlerländer samt Herrchen, der uns von den Maltesern erzählte. Musik in meinen Ohren!

Wir trafen uns recht schnell und der Probelauf war hinter uns gebracht, da hieß es: Adgi hat einen Job.

Besuchshundedienst

Was ist nun ein Besuchshund?
Das ist einfach zu erklären: wir gehen mit Adgi ehrenamtlich in ein Heim für Behinderte und spenden Freude.
Eine ¾ Stunde wird Adgi geschmust, darf Tricks zeigen und ist Thema in vielen Gesprächen.

Wir waren auch schon in einer Grundschule und haben darüber aufgeklärt, wie man sich Hunden nähert und wie man mit ihnen umgeht.

Insgesamt gehen die anderen Helfer auch in Kinderheime und Altersheime. Im Grunde überall, wo wir mit Gesprächen ablenken können.

Es geht bei uns nicht um Therapie, sondern um Ablenkung und das ist in vielen Einrichtungen willkommen. Ich bin ehrlich, ich habe keine Ahnung von Pflege, aber genau diese Unbedarftheit ist im Umgang einfach.

Was hängen bleibt

Ein schönes Beispiel ist der geistig behinderte Junge, der schreckliche Angst vor dem Sterben hatte. Die ganze Zeit haben wir uns über den Tod unterhalten und, ob Adgi auch mal stirbt, wann und wo er dann hinkommt. Als wir los wollten sagte er: „Danke, jetzt habe ich schon weniger Angst.“ Mir ist das Herz in die Hose gerutscht. Oder der Autist, der Michael plötzlich umarmte.

Adgi genießt die Runden einfach. Im Mittelpunkt stehen ist total sein Ding. Er liebt die Leckerchenrunden oder ganz vorsichtig das Leckerli vom Bein zu nehmen, weil jemand Angst hat.
Aber er mag auch die Hausaufgabenmomente, das ist dann, wenn er einen neuen Trick lernen soll. Dabei dürfen sich die Besuchten einen Trick ausdenken und mit Adgi üben.

Er ist dabei total in seinem Element und das ist, was zählt!

Hier kommt es nun, das Monatspfoto:

An anderer Stelle erzähle ich euch mehr darüber, wie man Besuchshund wird und wer Besuchshund werden sollte.

Weil wir ein Team sind.

 

 

P.S. Wir suchen immer nach weiteren Helfern….schreib mir einfach eine Mail.

Komm mit in unseren Alltag

7 Gedanken zu „Januar: Die Berufung meines Hundes

  1. Wow! Das ist eine großartige Berufung! Leider hat mein Wuschelmädchen panische Angst vor großen Menschenmengen und Berührungen durch Fremde. Leider leider ist sie da komplett ungeeignet, obwohl es mir so gut gefallen hätte.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva Wuschelmonster

  2. Das finde ich soooo klasse. Ein richtig toller Job, den ihr da macht.

    Ich würde so etwas auch gerne machen, sorge mich aber, dass Socke dies zu sehr stressen würde und die ihrer Erkrankung nicht dienlich ist.

    Sie steht auch sehr gerne im Mittelpunkt und fände die Überschüttung mit Leckerchen suuuper.

    Viele begeisterte Grüße
    Sabine mit Socke

    • Liebe Sabine,
      danke dir!

      Es muss ja nicht immer eine große Gruppe sein. Vielleicht einfach mit jemanden spazieren gehen, der sonst alleine wäre….

      Beste Grüße!

  3. Manche Hunde tragen einfach etwas in sich, dass sie zu solchen Aufgaben befähigt. Nicht jeder Hund der sich gerne anfassen lässt, ist für eine solche Arbeit geeignet und ich glaube fest daran, dass auch die Ausstrahlung des Menschen der den Hund begleitet wichtig ist.

    Vielen lieben Dank für diesen Einblick und das stimmungsvolle Monatspfoto!

    Liebe Grüße, Anja mit Lucy und Nuka

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