Hundebegegnungen und wie ich sie am liebsten habe. NICHT.

Begegnungen mit anderen Hunden sind an der Leine meist anstrengend.
Viel weniger wegen Adgi. Ich habe mich an sein Gefiepe gewöhnt und es wird immer besser. Wir haben uns eingestellt aufeinander. Immer mehr Hunde sind ihm einfach egal und er läuft einfach weiter. Andere sind immer noch ein Problem, wenn sie ihn zu lange anschauen und sich aufbauen.

Aber auch damit komme ich klar. Weitergehen, Leine festhalten, bestimmtes „Nein“ oder ablenken.

Wir haben einen Handlungsablauf entwickelt, mit dem wir klarkommen. Mit dem im Übrigen auch die meisten anderen Hundehalter klar kommen. Nur nicht alle. Und das macht mich fuchsig. Ja wirklich fuchsig und deswegen hier meine 3 meist gehassten Begegnungen:

Der verschwundene Hund

Du siehst ein anderes Mensch-Hunde-Team auf dich zukommen. Stellst dich drauf ein, nimmst deinen Hund an die Leine oder die Leine vielleicht kürzer. Dann legst du die Leckerchen bereit und atmest tief durch. Ich für meinen Teil mache das zumindest so. Ich schließe die Augen, atme und geh dann entspannt an dem anderen Team vorbei. So klappen die Treffen am besten.
Doof nur, wenn ich die Augen aufmache und das andere Team weg ist. Verschwunden und man weiß nicht wo. Ich hasse es! Ich hasse es, wenn ich nicht weiß, aus welchem Gebüsch sie rauskommen. Ich schaue auch keine Gruselfilme, weil ich sowas eben nicht ab kann.
Mein Magen dreht dann durch und nichts mehr mit Ruhe. Wenn ich  das andere Team auf mich zukommen sehe, dann weiß ich, wann die Konfrontation stattfindet und vorallem, wann sie vorbei ist. Aber so läuft man vor sich hin und wartet, dass was passiert.

OH MEIN GOTT!!!!!!! Inklusive eintretender Schockstarre

Am liebsten abends und ohne Möglichkeit auszuweichen. Auch das ist mir genauso passiert.

Ich wurde begrüßt mit den Worten „OH MEIN GOTT!“ und dann wurde zu zweit stehen geblieben mitten auf dem Bürgersteig und hinter mir nur Autos. Ich stand also da und durfte mir überlegen, was ich machen soll. Die Angst, die von meinem Gegenüber verströmt wurde machte Adgi nicht grad zu einer Schmusekatze. Ich gebs ja zu. Also blieb ich 5 Meter vor dem Paar stehen und wartete ab. Im in-Luft-auflösen bin ich wirklich nicht gut. Wir warteten, bis die Autos alle vorbei fuhren und gingen dann auf der Straße drum herum. Das Paar stand einfach da und hat mich angestarrt. Dann haben sie ganz langsam den Hund auf den Arm genommen und mir hinterher gestarrt. In solchen Momenten wünsche ich mir, ich könnte Adgi auch so einfach auf den Arm nehmen. Die Retourekutsche würde ich mir gern mal erfüllen.

Die Schnüffler

Leinenkontakt kann ja mal gut gehen, aber ich mag es nicht. Die Hunde können so schlecht ausweichen oder laufen und wenn man stehen bleibt baut sich immer eine gewisse Spannung auf. Zumal ich auch nicht der Typ für Small Talk  und wenn man nun so 2 Meter voneinander entfernt steht, ist es so schweigsam auch irgendwie unangenehm.

Am liebsten mag ich Begegnungen, bei denen man auch aneinander vorbei geht, ein kurzes „Hallo“ und dann geht jeder seiner Wege oder Leinen ab und die Vierbeiner gemeinsam rennen lassen.
Das sind sicher auch Adgis liebsten Treffen auf der Welt.

Also, wenn du mich und Adgi mal triffst, dann einfach vorbei gehen oder wir verabreden uns auf dem Acker.

Wie machst du das?

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5 Gedanken zu „Hundebegegnungen und wie ich sie am liebsten habe. NICHT.

  1. Haha, oh mein Gott habe ich auch schon zu hören bekommen.
    Ich versuche meist mit zwei Hunden von Baskerville an der Leine vorbei zu gehen.
    Luni dreht durch, weil es einfach nicht vorgesehen ist. Entweder man geht gemeinsam los oder es hat ihr unterwegs verdammt noch mal kein Hund zu begegnen. Basta.
    Enki fiept, weil er spielen will. Hört dann Lunis Wutgezeter und steigt dann einfach ein. Sie ist älter, sie wird schon Recht haben.
    Fazit: Ich hasse Hundebegenungen. Jeder Art!

  2. Huhu 🙂

    Mein momentaniges Lieblingsthema…oft habe ich das Gefühl, die Internetgeneration hat das so langsam raus als die anderen; jedenfalls scheinen sich im Internet viele darüber zu ärgern. Eben noch hatte ich wieder eine dieser Begegnungen. Wir wohnen an einem Stadtpark. Im Park gibt es zwar eine Freilauffläche, aber um dahin zu kommen müssen wir den Park durchqueren und begegnen da natürlich immer Leuten mit Hund. Ich habe zwei verträgliche Weibchen – Wolke ist alt und uninteressiert; Emmi ein Baby und super interessiert. Ich würde gern an Hunden an der Leine vorbei gehen, Wolke will es nicht und Emmi soll lernen das nicht jeder Hund an der Leine begrüßt werden muss. Bei Hunden, die wir kennen ist es für mich okay, da darf sich auch an der Leine begrüßt werden meistens schnackt man ja noch kurz mit dem Besitzer, aber bei Hunden, die ich nicht kenne will ich es nicht. Was ich will wird aber nicht respektiert. Wie oft ich darum gebeten habe, denn Hund bitte nicht zu meinen lassen…kann ich nicht mehr zählen. Heute morgen tauchte einfach eine Frau mit Hund hinter mir an einer befahrenen Straße auf während ich mich gerade nach Wolkes Hinterlassenschaften bückte. „Die wollt nur mal gucken“ Schön für sie. In letzter Zeit habe ich so oft: „Nur mal kurz Hallo sagen“ oder „das ist Natur“ oder „die müssen sich doch mal kennenlernen“ gehört das ich reich geworden wäre hätte ich für diese Sätze Geld bekommen. Vor allem FlexiLeinen kamen oft in Kombination mit diesen Worten vor.

    ALSO was machen wir jetzt? Ich habe mir fest vorgenommen mich darüber vor allem nicht mehr zu ärgern. Es verdirbt einen den Spaziergang. Ich werde meine Hunde weiterhin zur Seite nehmen und artig Sitz machen lassen oder zur Seite gehen. Ich leine weiterhin an, wenn ich sehe, dass der andere an der Leine ist. Generell rufe ich meine Hunde ran, wenn ich einen fremden Hund sehe…man weiß ja nie. Ab und an schiebe ich Wolke vor. Ich rufe, Sorry, die ist giftig und da Wolke immer grumpy guckt klappt das 50/50. ABER selbst zu sagen, die ist giftig und beißt bringt überraschenderweise nichts mehr

    Liebe Grüße Denise, Emmi & Wolke

    • Wolkes Grumpy Blick musst du mir mal zeigen!

      Ich finde es teilweise so furchtbar was da auf den Straßen abgeht und dabei sitzen wir doch alle im selben Boot!

  3. Ohje… Aileen ist auch kein Engel an der Leine, habe das aber relativ gut im Griff.
    Allerdings sind wir jetzt täglich in der Stadt unterwegs und da erlebt man so einiges. Von Hunden die frei laufen und einfach auf einen zurennen ohne das Herrchen oder Frauchen auch nur einen Laut machen über Menschen mit die mit ihren Hunden an der Leine dann gezielt auf einen zulaufen und ohne auch nur ein Wort zu sagen ihren Hund schnüffeln lassen. Nicht einmal Hallo. Und ich bin alles andere als ein kommunikativer Mensch, die dürfen ruhig alle vorbeigehen. 😀 Ich bin froh, dass Aileen da meist recht cool reagiert, obwohl ihr fremde Hunde eigentlich suspekt sind.
    „Oh mein Gott“ musste ich mir aber noch nie anhören, eher Stirnrunzeln, wenn ich um Abstand bat, weil Aileen rumzicken könnte.

    • Ich lass Adgi mittlweile laufen, wenn andere ihre auch nicht rannehmen. Wenn wir mit zu dritt unterwegs sind und uns unsicher sind, geht einer vor und fragt mal freundlich.

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