Geocaching: Runde 2

7 km, 4 Stunden und 3 Caches später kann ich sagen: Wir waren wieder unterwegs.

Ich habe ja beim letzten mal erzählt, dass wir bei Geocachen ein Rätsel gefunden haben, dessen Lösung uns mitten auf einen Acker geführt hat. Was soll ich sagen, die Lösung lag 2 km in die komplett andere Richtung.

Nummer 1

Meiner besseren Hälfte ging das Rätsel einfach nicht mehr aus dem Kopf. Die Lösung war so einfach und doch ergab sie keinen Sinn. Abend für Abend hat er überlegt. Dann endlich gab es ein Ergebnis, das hier nicht verraten wird, aber endlich logisch schien.

Und so zogen wir Adgi die Warnweste an, packten die Einweghandschuhe ein [ein Tipp von Sandra und Shiva] und steckten uns die Tüte Salami in die Tasche-nicht lachen. Salami geht immer.

An der Gartenanlage vorbei, rein in den Wald auf dem Eingang, den wir sonst eher ncht wählen. Kaum im Wald, hat Michi schon das erste Mal „Hier!“ gequietscht und schnell war das Döschen gefunden. Auch dieses lag schon verdammt lange an seinem Versteck-seid Juni 2015, der letzte war nur 10 Tage vor uns da gewesen.

Absolut tolles Einsteigerversteck und das Logbuch war super praktisch.

Während wir so mit unseren Stöckern durch das Unterholz wühlten, kamen andere Spaziergänger vorbei, die müssen auch gedacht haben, wir seien nun ganz verrückt.

Cache 1
Nummer 1: Check

Nummer 2

Cache Nummer 2 war unsere gefundene Lösung zum Thekla Rätsel.
Wir liefen einen Weg entlang, Adgi immer ein Stück vor uns. Dachten wir.

Plötzlich war Adgi nämlich weg. Weder hören, noch sehen konnten wir ihn. Wir pfiffen und brüllten, aber nichts geschah. Plötzlich hörten wir Gebell, ganz deutlich Adgis Beuteruf. Es war so klar, dass wir uns mitdrehen konnten in dem Bogen, den er zu laufen schien. Dann war wieder Ruhe. Schon lange bekomme ich keine Panik mehr dabei, wir bleiben einfach an der Stelle stehen, zumindest einer von uns und warten. Wir riefen und pfiffen weiter und dann stand er hechelnd und grinsend vor uns. Ab da an kam der gelernte Tipp zum Einsatz:

Einer sollte immer der Hundebeauftragte sein. Wenn beide auf das Handy starren, bekommt man die Rehe etc einfach nicht mit. Oder man nimmt den Vierbeiner an die Leine.

Wir liefen blind dem GPS der App nach. Dann führte uns der Wegweiser weg vom Weg. Und eines sollte dir bewusst sein: Wenn du auf Schatzsuche gehst, wird irgendwann der Satz „Lass uns einfach Querfeldein gehen!“ fallen.
Also runter vom Weg, die Böschung hoch und dann standen wir mitten in jungen Bäumen. Ein Rascheln. Kurz vor uns liefen zwei Rehe vorbei und die Entscheidung Adgi an die Leine zu nehmen, wurde zu der besten, die wir treffen konnten.

Nach einem kurzen Schrecken ging es weiter, die Böschung wieder runter und schon standen wir vor einem Bach. Springen: Keine Option.
Wir fanden einen anderen Weg und machten kurz Pause, um zu überlegen, wo wir überhaupt sind. Mittlerweile hatten wir schon keine Ahnung mehr. Aber die Neugierde war größer und so führte uns das GPS auf einen Hügel.
Nach leisem Zweifel, dass die Lösung mitten im Nirgendwo war, begannen wir zu suchen. Und fanden: nichts.
Innerlich gab ich auf, schaute durch den Sucher der Kamera und sah es: Holz an einem Baum, das da so nicht hingehörte. Tatsache: Wir haben das Rätsel gelöst!

Ein liebevoll gebautes Versteck. Da hat sich jemand richtig viel Mühe gemacht.
Nur eines muss ich anmerken: Thekla höchstpersönlich da hinein zu setzen ist echt mies! Ich hab das Ding sofort zugeknallt und nach Michi gebrüllt. Typisch Mädchen.
Das Versteck ist noch nicht so alt, aus dem März 2016, wurde aber doch schon häufig besucht. Vor uns das letzte mal am 29.12.2016. Und so waren wir die ersten in 2017, die an diesem Ort waren. Auch schön.

Thekla
Ein tolles Versteck

Glücklich über den Erfolg: Nummer 3

Wir liefen weiter durch das Nirvana, angeblich hatte Michi einen Plan. Dann endlich wieder ein Weg.

An diesem entlang gelangten wir zu Cache Nummer drei.
Ein herrliches Spektakel dort. Michi, der bärtig aussieht wie direkt dem Wald entsprungen hatte den verwirrt drein schauenden Adgi an der Leine, hielt sein Handy vors Gesicht und lief von einem Baum zum anderen, laut „Der da!“ rufend.
Suchen war für mich nicht möglich. Ich hielt mir den Bauch vor lachen. Das hättest du sehen sollen!

Männer unter sich

Letztendlich haben wir aber die kleine Filmdose gefunden. Schade, sie war durchnässt und so konnten wir uns nicht eintragen. Als Alternative haben wir das Bahnticket von der letzten Fahrt hineingelegt.

Weiter geht´s

Cache Nummer 4 war schnell angepeilt und führte uns über eine Fläche, die vor noch gar nicht vor so langer Zeit von Bäumen befreit worden ist. Die Dunkelheit kam nun schon schnell über uns.
Leider sponn das GPS komplett und wenn wir auf 0 Metern Entfernung ran waren, wollte uns die App wieder 15 Meter in die andere Richtung schicken. Nachdem wir kaum noch was sehen konnten und Frust sich breit machte beschlossen wir wieder nach Hause zu gehen und den Cache für das nächste Mal aufzubewahren.

Jetzt fehlen uns noch 5 im Hütter Wohld  und dann haben wir es hier schon geschafft und wir  können unseren Radius erweitern.

Komm mit in unseren Alltag

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Maaah, das ist so cool!

Den Anblick des bärtigen Waldschrats und einem etwas verwirrten Adgi kann ich mir gut vorstellen. Übrigens… auch ein Hund an der Leine ist nicht unbedingt vor kleinen Ausfällen gefeit. Ich war im Wald unterwegs, rechnete grade Koordinaten, Shiva an einer 3m-Leine. Während dem schönsten Rechnen frag ich mich: „Was ist denn das für ein Geräusch?“ Dreh mich um und sehe, wie Shiva grade ein Mäusenest leert und die letzte Babymaus verputzt. Ein Quieken, ein Knacken und Ende von Maus. Hmmm… Natur? Ich war leicht schockiert, aber letztendlich konnte ich nichts ändern und Shiva ja nichts dafür. Viel Spaß bei der… Weiterlesen »

Ich bin auch wirklich beeindruckt, dass ihr so erfolgreich wart. Wenn mein Gassigehradius auch mal wieder etwas größer wird, würde ich das auch so gerne einmal versuchen.

Viele liebe Grüße
Sabine mit Socke

Das ist eine coole Sache. Grins
LG Claudia

[…] tag im Märchenwald verbringen und super Geocachen. Schau mal hier sind in ein paar Eindrücken von unseren Touren durch den […]