Gefühle Gefühle Gefühle

Hey ho, lange ist es her, dass ich schrieb. Manchmal passiert so viel privat, dass man aus den Gedanken nicht mehr heraus kommt oder gar völlig neben sich steht. Da ich erstmal alles in meinem Kopf und mit mir klären wollte, nahm ich mir mit Kovu eine kleine Auszeit. Aber nun bin ich wieder da 🙂

Man ist glücklich, mal traurig und manchmal auch wütend. Es passieren Dinge im Leben mit denen man nicht rechnet. Es gibt Momente in denen man heult vor Glück und wiederum Augenblicke, die man nie vergisst. Ein Tier fühlt in allem mit, nimmt jedes Gefühl war und verarbeitet und deutet es auf seine Art und Weise. Ich glaube wir können die Psyche eines Haustiere sogar mit beeinflussen.

Kovu äußert sein Mitgefühl vielfältig. Sein Gesichtsausdruck ist dabei fast immer derselbe. Das verwundert mich nicht, da ich vor kurzen gerade davon las, dass Katzen nur drei Emotionen zeigen können. Jetzt in diesem Moment, in dem ich schreibe, liegt Kovu ganz entspannt zusammengerollt auf meinem Schoß und schnarcht. Bin ich entspannt, ist er es auch. Wenn ich traurig bin, dann liegt er ebenso auf mir und starrt mich an. Die ganze Zeit ohne den Blick je von mir abzuwenden. Manchmal kommt er mir ganz nah und leckt eine Träne weg, die bereits meine untere Wangenpartie erreicht hat. Dieser kleine Grobian, kann auch ganz zärtlich sein.

Bin ich nachdenklich, schaut Kovu stundenlang aus dem Fenster und gibt mir Freiraum.

 

Bin ich jedoch wütend und zerstreut, dann ist er es auch. Er mauzt, ist unausgeglichen, weiß nicht mit was er sich beschäftigen soll oder legt sich einen halben Meter neben mir zum Schlafen, aber nie ganz an den Körper. Als würde er genau registrieren, wie es mir geht. Wenn ich das nächste mal ins Wohnzimmer komme, ist er überglücklich und möchte gestreichelt werden und kann dabei gar nicht recht still sitzen vor lauter Aufregung.
Aber nicht nur die Momentaufnahme ist auffällig. Auch eine dauerhafte Beeinflussung der Psyche ist zu erkennen.

Meine Emma war in ihrem letzten Jahr sehr schüchtern, in sich gekehrt und nachdenklich. Sie hat mit mir sehr schwere Zeiten durchlitten, hat mehr Trauer erlebt als die meisten Tiere und es über die Jahre leider verinnerlicht. Sie ist zaghaft geworden und vertraute nur mir. Ein Knackpunkt war, dass ich sie aus verschiedenen Gründen wegsperren musste. Und immer voller Schuldgefühle bei ihr verbrachte. Mitmal aß sie weniger und hörte auf ihr Fell zu pflegen. Ich bin überzeugt, dass auch Katzen Depressionen haben können. Als ich ihr erzählte, dass sich bald alles ändern wird, sie wieder Königin der Wohnung sein kann, änderte sich schlagartig alles. Weiterhin wohnte sie separat zwei Wochen, aber als hätte sie verstanden was ich sagte, putze sie sich wieder, entfernte alle Knoten aus dem Fall und aß, wie sie es vorher tat. Sie kam mir gleich entgegen, wenn ich heim kam und umgarnte mich.

Ab da an war ich glücklicher und sie auch. Ich erlebte aber auch Tiere unter Streitereien, die schlechter schlafen konnten, zitterten und auffällig waren. Gerade Hunde zeigen dies oft. Als würden sie alles aufnehmen und speichern. Manchmal sollten wir Acht geben auf die Seelen unserer Vierbeiner, denn sie fühlen mehr mit, als wir bei weitem vermuten. Ich bin froh stets einen Partner an meiner Seite zu wissen, der sich für mein Wohlergehen sorgen wird und immer für mich da ist.

Komm mit in unseren Alltag

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