Gebackene Katze-ein Kamin als Heiligtum

Es knistert, es knackt. Er macht das Haus zu einem Zuhause und lässt den Sturm und Regen vor der Tür. Er läutet den Feierabend ein und eine sanfte Wärme erfüllt das Haus. Die Schokolade schmilzt im Naschischrank und Micha streift sich grummelnd die Socken vor Wärme von den Füßen. (Bäh!) Dann beginnt die schönste Zeit des Jahres: die Kaminzeit.

Während andere über das Wetter fluchen blüht mein Winterherz auf. Ich freue mich über die ersten Stürme und kann den Tag kaum abwarten,an dem ich das erste mal einen Streichholz in den Kamin halten darf. Obwohl ich im Sommer geboren bin, schätze ich die mauschigen Herbsttage doch mehr. Es hat immer so eine familiäre  Gemütlichkeit, wenn wir uns alle im Wohnzimmer zusammenfinden und den Abend bei einem Film, einer Serie oder einem Buch verbringen. Adgi liegt meist lang ausgestreckt auf seinem Teppich.

Es gibt einen, der den Kamin mehr liebt als ich.

Ich werde immer den Gedanken nicht los, dass ich mal bei einer Doku über Katzenhaltung gesehen habe, dass man Katzen immer 3 Ebenen zum Leben zur Verfügung stellen soll.
Nun, Scar lebt auf 2. Boden und Fensterbank. Letzters nur, wenn unter der Fensterbank eine Heizung ist.

Wenn der Kamin jedoch an ist, lebt Scar ausschließlich auf einer Ebene: dem Fußboden vor dem Kamin.

Durch die Wärme wird auch der Boden wunderbar warm und Scar legt sich ausgestreckt direkt davor. Manchmal müssen wir ihn ein Stück „wegräumen“, weil er super heiß wird.
Anfangs hat er noch aufgeschaut, als wir nachlegten, jetzt macht er sich nicht mal mehr die Mühe ein Auge zu öffnen.

Katze beim genüsslichen Backen

Wenn er da so liegt und schläft, grunzt er die letzte Luft aus seinen Lungen und schmilzt dahin. Und das meine ich wortwörtlich. Er wird immer platter und platter und platter. Und jedes mal erwarte ich, dass er sich verflüssigt, das Fett ausläuft (und da ist genug, was auslaufen kann) und ich endlich ein neues flauschiges Kopfkissen bekomme. Katzenfell soll ja heilend sein.

Er nimmt beträchtliche Ähnlichkeiten zu einer Kegelrobbe ein. Vorallem wenn sich seinen Wanst putzt.
Wenn wir ihn dann auslachen ist er stundenlang beleidigt mit uns. Ebenso, wenn wir den Kamin nicht anmachen. Darauf steht sowieso Donnergrollen und Steinwurf.

Wie du deine Katze richtig backst

Und da du kein Blog mehr bist, wenn du kein Mehrwert oder (achtung Wortspiel) Nährwert hast, hier ein Rezept:

  1. Bau einen Kamin ein.
  2. Kaufe Holz und Kohle ein.
  3. Kaufe eine Katze.
  4. Lass die Heizung aus.
  5. Mach den Kamin an und lass ihn so richtig warm werden.
  6. Zeig deiner fettgefütterten Katze, wie schön die Wärme ist.
  7. Warte.

Das gute an dem Katzenbackrezept ist übrigens, dass sich so eine Katze von ganz allein backt. Sie machen dabei auch so Geräusche, die klingen, als würde ein Indianer über dich hereinfallen.

Fertig ist die Backkatze, wenn sie, wie schon geschrieben, anfangen auszusehen wie Kegelrobben.

Nun wünsche ich dir ganz viel Spaß und alternativ kannst du die Katze auch als biologisch gerechtes Kirschkernkissen nutzen.


Und wenn du jetzt den Sarkasmus nicht verstanden hast: OH MEIN GOTT! BACK DEINE KATZE BLOß NICHT!!!!!

Komm mit in unseren Alltag

3 Gedanken zu „Gebackene Katze-ein Kamin als Heiligtum

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