4 Jahre Adgi-eine ganz besondere Freundschaft

4 Jahre sind wir jetzt eine WG und es kommt mir noch gar nicht so lange vor. Ich kann mich noch so gut an den Moment erinnern, in dem er auf meinem Schoß im Auto saß und mit nach Hause gekommen ist.
Die ganze Geschichte kannst du hier noch mal nachlesen.

Die letzten 4 Jahre waren aufregend. Adgi hat Scar lieben und hassen gelernt, ist mit uns umgezogen, war krank und gesund, verletzt und halbwegs grazil, ist weggerannt und hat prima gehört. Rundum haben wir so ziemlich alles miteinander durchgemacht, was man so durchmachen kann.

Mini Adgi

Und, weil ihr so viel von mir und Adgi lest, habe ich Adgis besten Freund befragt: Micha. Denn die beiden sind so richtige Kumpel. Ich bin mehr die Mama, sprich zum jammern bin ich da aber Micha und er sind so richtige Männerfreunde. Die beiden können sich so richtig prügeln (das Hosen kaputt gehen) und gemeinsam schmusen. Am liebsten, wenn Micha auf dem Rücken liegt, Adgi vor ihm steht und seinen Kopf auf ihn drückt (an alle die jetzt Unterwerfung schreien: ist den beiden total egal).
Micha hat mit Adgi einen ganz eigenen Weg in den letzten Jahren gefunden, voller Disziplin und Liebe.

Ganz ehrlich hätte ich niemals gedacht, dass die beiden so gut miteinander klar kommen und Micha so ein Hundemensch wird. Ich kann mich noch gut an die Zeit vor Adgi erinnern, in der ich auf Hunde los bin und Micha eher verhalten war. Mittlerweile ist aus ihm ein richtiger Hundemensch geworden und das ist toll anzusehen. Die beiden haben viel voneinander und miteinander gelernt und lustiger Weise den selben Gang entwickelt. Von hinten ist das lustig anzuschauen.

Adgi als Junghund

Also hier kommt ein ganz besonderes Interview. 😳 ….mit hier und da vielleicht einer kleinen Anmerkung, wer uns kennt versteht, warum ich das nicht lassen konnte…..

Was ist das schönste aus den letzten 4 Jahren?

Zu Wissen zu merken, dass die Bindung zwischen einem so eng ist, dass man gegenseitig spürt, wann man eingreifen sollte und so füreinander gegenseitig da ist.

Zu sehen, wie die zwei zusammen wachsen, jeden Tag ein Stück mehr. Und das ganz besonders in der Bürohundzeit.

Womit macht er dich wahnsinnig?

Mit seiner nichtvorhandenen Leinenführigkeit. Das ging einfach!

Wofür schätzt du ihn am meisten?

Seine Liebe. Die ist wirklich schon fast erdrückend.

Lange Zeit hielt er sich für ein Känguru-das geht heute nicht mehr so

Was findest du an ihm am schönsten?

Seine Ohren!!!!

Wir prügeln uns regelmäßig um eben diese

Euer gemeinsames Hobby?

Mittagsschlaf, gemeinsam. Auf dem Sofa.

Verraten hat Adgi mir das, denn als Micha ihn mal einlud auf das Sofa war das viel zu eingespielt um das erste Mal zu sein.

Wann hattest du die meiste Angst um Adgi?

Als das mit seiner Myositis so doll war.
Wir wussten einfach nicht, wie es weiter geht, ob wir ihn einschläfern müssen oder, ob alles wieder gut wird.

Denkst du, Adgi hat dich zum Freak gemacht?

Nö, warum sollte mich Adgi zum Freak gemacht haben? Nur weil ich ihn ständig abknutsche und kraul und vollquatsche, wenn wir allein sind?!

Er ist ein Freak!

Was kannst du noch von Adgi lernen?

Mir fallen tausend Sachen ein, während er grübelt.

Nichts, wir sind uns schon recht ähnlich.

Echt jetzt?! Ruhe, Ausgelassenheit, Ausgeglichenheit…

Wovor hattest du vor 4 Jahren am meisten Angst, als der Welpe plötzlich im Auto saß?

Ich hatte Angst davor, dass wir Adgi nicht gerecht werden. Nicht genug Zeit finden ihn auszulasten und vielleicht auch mit der wenigen Hundeerfahrung einfach überfordert sein könnten.

Und, dass er ins Auto macht oder sogar einen Kratzer 😉

Das erste gemeinsame Foto nach dem endgültigem Einzug

Nach 4 Jahren: Was ist aus dieser Angst geworden? Wahrheit?

Ich denke, wir bekommen unser Leben gut organisiert. Wir haben gelernt uns abzusprechen und unsere Termine so zu legen, dass immer genügend Zeit für den Hund überbleibt. Natürlich ist es nicht immer einfach, aber zu unserem Glück ist er sehr genügsam. Genauso wie Adgi gewachsen ist, ist unsere Erfahrung auch gewachsen.

Also kein Bereuen für den bisher größten Schritt unseres Lebens?

Nein.

Mehr Worte bedarf es da nicht, oder?

Ich bin unfassbar stolz auf unser Rudel und es überrascht mich noch immer, wenn ich nach Hause komme und Hund samt Kater vor mir stehen. Ein Hundenarr war ich schon immer, habe meinen Papa ewig angebettelt und ich war sicherlich auch der treibende Keil, dass wir einen Hund haben. Deswegen macht es mich umso glücklicher, wie Micha das alles angenommen hat und an ihm bleibt wirklich mehr hängen, als an mir. In der dunklen Jahreszeit geht er die Nachmittagsrunden, weil sein Dienst bzw. jetzt die Uni es besser zulassen. Manchmal fühlt es sich so falsch an, hier zu schreiben, wie ich die Zeit mit Adgi verbringe, denn ganz ehrlich, die beiden sind die besten Freunde.
Ich bin mehr so die, die sich kümmert. Wenn Adgi sich weh tut, dann kommt er zu mir oder wenn beim schietern ein Grashalm im Poschi stecken bleibt. Aber auch, wenn Micha schimpft, bin ich gut zum verstecken. Diese Rollenaufteilung gefällt uns allen und Adgi hat noch nie so richtig mit mir getobt. Klar, kann ich den Ball werfen oder am anderen Ende vom Zergel ziehen, aber er würde nie so richtig mit Anspringen mit mir spielen.

Die letzten 4 Jahren waren unglaublich schön und deswegen freuen wir uns ALLE auf die nächsten Jahre….

Eins der ersten Rudelbilder

Die Post war da

Ich gebe zu, der Post gehört eher in die Weihnachtszeit aber irgendwer hat den Weihnachtstagen nur so 10 Stunden statt 24 gegeben.
Auch, wenn es entspannt war, stand Bernd tatsächlich erst am 24.12. abends und die Feiertage standen im Zeichen der Entspannung, denn die Tage zwischen den Jahren habe ich mit Arbeit verbracht. Aber genug der Ausflüchte, heute ist der Post ja da 😉

So häufig wie in dieser Adventszeit habe ich die Nachbarn das ganze Jahr nicht gesehen und ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass ich stolz auf den Postboten bin. Denn nur ein einziges Paket wurde vor die Tür geschmissen.
Rechnet man die bestellten Pakete dazu, ist das ein wahnsinnig guter Schnitt.

Alle waren furchtbar neidisch, dass ich Post fernab von Rechnungen bekommen habe und heute zeig ich dir mal, was sich da so bei uns eingefunden hat.

Übrigens kennt nicht mal Adgi schon alles, weil er vor Weihnachten nicht gucken durfte. Aber das ändert sich von nun an und alles zieht in den Alltag ein. Das ist doch eigentlich das Schönste an Geschenken, oder?

Von Wichteln und Übertreibungen

Natürlich haben wir dieses Jahr wieder beim Wichteln mitgemacht und das sogar doppelt. Die zwei wichteligen Steffis haben sich gekümmert. Und so haben wir über die Pfotografiegruppe vom Pell-Mell Pack und das Dogbloggerwichteln von Cocker, Lifestyle and more mitgemacht.

Unsere Wichtel waren Sandra und Shiva und lustigerweise Stephie mit Enki und Luna.

Darüber hinaus haben uns Nicole und Sabine überrascht.

Bei Nicole war ein Denkspiel dabei, ich weiß noch nicht, wer mehr überfordert sein wird, ich bei der Befüllung oder Adgi bei der Lösung….ich halte euch auf dem Laufenden.

So viele schöne Dinge <3

In den Päckchen waren noch so manch andere Dinge versteckt und vorallem viel mehr Naschi, aber davon wurde schon so gut wie alles verputzt und füllt nun die dicken Bäuche.

Aber es ist alles so schön und das Kissen von Nicole ist so niedlich. Das hat richtige Ohren!!!!!!

Aus der Tasse von Stephie gibts den besten Kakao der Welt und mein Betteln hat endlich ein Ende.

Die Glückstasse von Sabine ist für meinen Teekonsum, weil sie auch im Zusammenhang mit Tee kam.

Von Sandra und Shiva kommt die dicke Eule, die ich Adgi gar nicht geben mag, weil die so süß ist. Mal sehen, ob die eine Chance gegen seinen Dino hat.

Habt super lieben Dank, dass ihr euch solche Gedanken um uns gemacht habt! Ihr seid toll!

 

2017-leise, laut, bunt und alles anders

Jetzt geht 2017 zu Ende und ich blicke das erste mal voller Stolz und Glück zurück. Dieses Jahr möchte ich dich an meinem ganz persönlichen Rückblick teilhaben lassen.

Während 2016 das Kackjahr (ein friedvollerer Ausdruck fällt mir nicht ein) war, war 2017 anders. Aber vorallem so ganz anders als erwartet.

Es war ein so buntes Jahr mit tollen neuen Erfahrungen, Bekanntschaften und vorallem Freundschaften.
Und, weil dieses Jahr so besonders bunt war, versuche ich es auf meine Top 5 Erlebnisse mit und ohne die Tiere aufzulisten….

Meine persönlichen Top 5

  1. Hurricane und Deichbrand erleben
    Ich hasse Menschenmassen. An ein Festival war nicht zu denken. Doch dieses Jahr musste es sein, denn die Helden meine Teeniezeit spielten auf und das Motto für 2017 war immerhin: Träume erfüllen.
    Also fuhren wir los, erlebten auf dem Hurricane Green Day, Blink 182, Casper und Linkin Park.
    Im Nachhinein bekomme ich immer noch Gänsehaut, wenn ich an Linkin Park denke, sie kamen so angepannt auf die Bühne, bei jedem Raunen wurden sie lockerer und Chester nahm Bäder in der Menge, wenn ich gewusst hätte, dass sich mein Bauchgefühl bewahrheitet, dann hätte ich es wohl mit noch anderen Augen gesehen.
    Dann mein Geburtstag auf dem Deichbrand mit Dritte Wahl, AnnenMayKantereit und Marteria.
  2. Das zweite Herzchen
    Dann war er da: Der Tag an dem der Test positiv war. Sicherlich der größte Tag von 2017 und keiner weiteren Worte notwendig. Denn dieser Tag wird auch das Jahr 2018 am meisten beeinflussen.
  3. Urlaub auf dem Mittelmeer
    Dieses Jahr haben wir uns einen richtigen 11 Tage langen Urlaub auf dem Mittelmeer von Palma de Mallorca nach Venedig gegönnt und neben ganz viel Genießen stand noch mehr Vermissen auf dem Plan.
  4. Adgi übersteht das Jahr anfallsfrei
    Wir können 2017 auf ein Jahr ohne großen Anfall von Adgis Myositis zurück blicken.
    Das heißt auch, dass wir keine Tabletten geben mussten, er alles Fressen konnte und es ihm gut ging.
    Wie wir das geschafft haben? Ich glaube, es liegt daran, dass wir dieses Jahr viel darauf geachtet haben Adgi kauen zu lassen. Vorallem hat er im Garten zwei große Holzscheite liegen, die er nach belieben beknabbern kann und so waren seine Muskeln immer in Bewegung und gefordert.
    *Klopf auf Holz*
  5. Wir haben wundervolle Menschen getroffen.
    Ohja, darauf bin ich dieses Jahr super stolz.
    Denn wir haben Sabrina kennengelernt mit der supersüßen, lebensrettenden Bella.
    Wir durften Stephie treffen und das sogar zweimal. Einmal mit Enki und einmal mit Luna.
    Dann haben wir Nicole und Moe getroffen und, weil es einfach toll war sogar 2 mal.
    Und dann habe ich eine ganz besondere Nachricht bekommen: Sabine und Socke haben in der Nähe Urlaub gemacht und so durften wir auch die beiden treffen.
    Ich danke jedem einzelnen für die wunderbaren Stunden!

Eure persönliche Top 5 Beiträge

  1. Unterwegs mit Schleppleine
  2. Unser Test vom Rohfleisch
  3. Über die Geschichte vom ausgelasteten Hund
  4. Eine Bitte an die Nichthundehalter
  5. Die Frage von MiDoggy, ob der Hund mit ins Bett darf

Ich freue mich, dass die Lieblinge hier so bunt sind und sich meine bunte Gedankenwelt anscheinend genauso bunt bei dir auslebt.
Und ich hoffe, dass ich das nächste Jahr noch viel abwechslungsreicher wird als dieses. Immerhin machen wir ganz viele verschiedene Erfahrungen, die wir teilen wollen.

Meine liebsten Bilder aus dem Blogjahr

 

Ich muss ehrlich sagen, dass mir die großen Worte fehlen, um so einen emotionalen Rückblick zu schreiben. Dazu war das Jahr einfach zu voll und ich bin verdammt glücklich mit dem Jahr 2017.

…vielleicht ein Ausblick auf 2018…

Nein, nicht wirklich. Ich habe nichts, was ich hier definitiv erreichen will. Ideen habe ich einige und in meinem Notizbuch für 2018 sind schon einige Ideen aufgeschrieben auf die ich mich freue.

Ansonsten brüte ich die ersten 3 Monate vor mich her und warte auf Tag X. Ich hoffe, dass ich die freien 2 Monate gut in den Blog investieren kann, wobei Sofahausen mein Lieblingsort ist und sicherlich noch mehr werden wird.

Außerdem will ich für das Pünktchen, dass mittlerweile eine dicke Kugel geworden ist nähen und dieser Blog könnte mal wieder was in der Kategorie „Ablenkungsmanöver“ gebrauchen. Schlafsäcke und eine Patchworkdecke sollen es werden und ich habe hier noch Material für eine Leine liegen, die fertig werden muss.

Ansonsten lassen wir uns in das Jahr fallen und nehmen die Dinge, wie sie so kommen werden.

Ich hoffe, dass dein Jahr 2017 deine Erwartungen erfüllen konnte und im besten Fall übertreffen. Was war dein Highlight?

Geocaching: Zwischen Gehlsdorf und Dierkow

Am 2. Advent wollten wir mal wieder mit Adgi los Geocachen. Ursprünglich wollten wir in eine Art Park in der Innenstadt, aber Hansa spielte und der Park liegt direkt hinter dem Station. Wir entschlossen uns also woanders spazieren zu gehen, wo wir dem Verkehr aus dem Weg gehen konnten.
Es zog uns in unsere alte Wohngegend und Adgi merkte sehr schnell, wo wir genau waren.

Also parkten wir am alten Friedhof und liefen los zu den ersten Caches.

Richtung Dierkow

Der erste Cache nannte sich „Einfach so 1“ und liegt direkt am Friedhof versteckt. Lustigerweise an genau der Stelle, an der ich schon mal mit Adgi im Gebüsch saß, weil ein Mann mit Rottweiler panisch brüllte, ich solle mich verstecken. Sein Hund konnte wohl nicht mit Rüden und so saß ich da und wartete. Komisch, dass mir der Cache nicht auffiel.

Auf der Strecke kann man entlang der Weiden noch „Gehlsdorf eine Insel 4&5“ einsammeln, die aber leider komplett durchnässt waren. Auch, wenn die Verstecke echt gut waren, waren wir doch enttäuscht. Gerade das Eintragen macht immer so viel Freude. Aber wir haben dem Owner das gemeldet und so sollte beim nächsten Mal das Loggen kein Problem sein. Wenn man den Weg immer weiter geht, kommt man in Alt Dierkow raus, ein kleines Dorf am Speckgürtel von Rostock, bevor es zu den Plattenbauten geht. Wir sind hier früher ab und an lang zum Einkaufen geschlendert.
Biegt man die kommende Abzweigung nach links, kommt man Richtung Langenort raus und könnte wieder zum Ausgangpunkt zurück spazieren. Wir entschieden uns haben umzudrehen und die restlichen Caches auf der Abzweigung hinter dem Friedhof zu sammeln.

Immer Richtung Dierkow

Während wir so mit dem Suchen beschäftigt waren, haben wir die Fangesänge aus dem Stadion hören können, die durch die klare Winterluft zu uns rüber trugen. Sogar die 3 Tore gegen Chemnitz konnten wir ohne Radio mitzählen.

Richtung Gehlsdorfer Straße

Zurück am Friedhof schlenderten wir Richtung Gelhldorfer Straße und das Wunder begann: Es begann zu Schneien!
Ich glaube nach wie vor, dass Micha von meinem „ohhhhh schön“ und „Ich liebe Schnee“ Gerede dezent genervt war, aber er hielt sich zurück und grinste, während ich den Kopf in den Nacken legt und die Zunge razsstreckte. Denn nein, dafür ist man nie zu alt!

Auf dem Teil der Strecke ging es um 4 Caches, von „Blick auf Toitenwinkel“ bis „Meister Eders Werkstatt“. Wir mussten in Gebüsch kriechen und Micha durfte auf 2 Bäume klettern. Während er auf dem Baum wie eine Katze saß, war ich der dicke Hund, der immer um den Stumpf rannte und ganz aufgeregt nach oben schielte.

Wenn man den Weg am Friedhof vorbei Richtung Gehlsdorfer Straße geht, hat man einen tollen Blick über eine Wiese auf das Hollywoodviertel, das die Plattenbauten ein wenig verdeckt. Auf der Wiese sind aber viele Rehe und Schweine unterwegs, weswegen man da auf seinen Vierbeiner aufpassen sollte. Den Rückweg kann man auch hier ganz unterschiedlich antreten: Umdrehen, Rostocker Straße zurück zur Gartenanlage oder die Gehlsdorfer Straße nach rechts und durch den Ort oder der an der Warnow zurück.
Die Strecke an der Warnow wollen wir uns aber für eine Tour mit dem Kinderwagen aufheben, deswegen spazieren wir zurück, der Kakao und die Blätterteigtaschen mit eigenem Apfelmus lockten.

Das besondere an der Strecke ist, dass wir jetzt endlich wussten, warum überall so Trameplpfade waren, die wir schon so oft gesehen haben. Wir  mussten so viel grinsen auf der Tour.
Hier sind kaum Autos unterwegs und die Leute entspannt, sodass Hunde ohne Leinen laufen und toben können. Allerdings hatten wir immer ein bisschen mit dem Jäger, der seinen Hund am einen Ende des Ackers raus lies und dann mit Vollgas zum anderen Ende fuhr. Bremsen war nicht so seine Stärke. Ob es noch immer so ist, kann ich nicht sagen.

Wenn man eh in Rostock unterwegs ist und der Hund noch schnell abgeleint den Kopf frei bekommen soll, dann ist das die perfekte Tour!

[Dogblogger Adventskalender] Türchen 14

Was hinter Adventskalendertürchen 14 steckt?

Nun, da wir nicht mit einer Schere, Stiften oder Kleber umgehen können, kein weihnachtliches Do it yourself. Gebacken haben wir dieses Jahr auch noch nicht, deswegen habe ich kein Rezept für dich. Aber, was ich so ein bisschen kann ist Schreiben. Deswegen gibt es 14 Gründe, warum Weihnachten mit Tieren einfach 14 mal besser ist als ohne!

  1. Mehr Geschenke kaufen können!

    Und vorallem darf man dann noch mal Plüschis kaufen oder sowieso nützliche Dinge für das Tier. Und, weil Weihnachten ist, darf man dann auch mehr Geld als nötig ausgeben. So eine Tiergeschenk ist ja eh meist mehr ein Geschenk an sich selbst, oder?

  2. Mehr und verschiedene Plätzchen backen dürfen.

  3. Weihnachtsspaziergänge.

    Zumindest mit einem Hund ist es bekanntlich ein MUSS rauszugehen. Zwischen Mittag und Kaffee kann man sich gut die Beine vertreten und hat eine gute Ausrede nicht den Massenabwasch machen zu müssen.

  4. Ein Grund früher zu fahren und die Zeit auf dem heimischen Sofa verbringen zu können.

    Oft ist Weihnachten stressig und, wenn die ganze Familie zusammen sitzt ist ein Lagerkoller nicht ausgeschlossen. Wenn aber zum Beispiel noch eine Mietze daheim wartet, gibt es immer einen Grund los zu müssen, ohne, dass die Familie sauer ist. Denn das arme Mietzikatzitatzi sitzt ja ganz allein Zuhause.

  5. Jemand freut sich über die Essensreste.

    An Weihnachten gibt es jeden Tag ein Meisterwerk der Kochkunst und immer eine Portion zu viel. Doch, statt Essen weg zu schmeißen oder dosenweise einzufrieren freut sich ein Vierbeiner über eben ein so gutes Essen. Und die Freude beim Futtern zu zu gucken ist doch viel schöner als das Tonnenkunststück.

  6. Süße und persönliche Weihnachtsfotos ohne eigenes Gesicht vor der Linse.

    Ich liiiiiebe persönliche Geschenke, aber ich hasse es vor der Kamera zu stehen. Hat man ein Haustier, kann man glatt zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Süße, selbstgemachte Weihnachtsfotos ohne sein eigenes Gesicht auf der schimmernden Karte zu sehen.

  7. Man ist nicht alleine.

    Gerade in meiner Zeit allein in Travemünde fand ich es herrlich, dass zumindest die Katze da war und ich jemanden hatte, der nach der Spätschicht gewartet hat.

  8. Es ist besinnlicher.

    Man macht es eben nicht nur für sich schön.

  9. Man kommt in den Genuss alle Beleuchtungen des Ortes zu sehen.

    Mal ganz ehrlich, wer geht schon im Dunkeln einfach mal los durch den Ort? Tja, mit dem Hund musst du auch im Dustern raus und so sieht man alle Lichter und kann sie bewundern, Ideen klauen und sch daran erfreuen. Und man kann auch seine eigene Beleuchtung von außen bestaunen.

  10. Unfallbeseitigung mit gutem Nutzen.

    Die Ente zäh oder das schaumigaufgeschlagene Ei hat gestockt?
    Ähnlich wie beim Essensrestevernichter hast du auch einen Wingman, wenn es darum geht Unfälle unauffällig zu beseitigen.

  11. Im Schnee verrückt spielen und nicht als verrückt gelten.

    Wie setzen mal voraus, dass an Weihnachten Schnee liegt….aber mit seinem Hund durch den Schnee toben und sich wälzen ist viel normaler, als ohne Hund jubelnd durch den Garten zu rollen.

  12. Du musst weniger Kugeln an den Baum hängen.

    Warum? Nun, lass dir aus der Erfahrung gesagt sein, dass die unteren zwei Reihen frei von Kugeln bleiben sollten. Leuchten reicht total. Ein wedelnder Schwanz oder eine tobelustige Katze erledigen beim einem vollbeschmückten Baum sonst die Sache mit den freien Reihen.

  13. Du kennst gute Orte, deinen Weihnachtsbaum auch im Sommer noch artgerecht zu entsorgen.

    Ich lasse das einfach mal so im Raum stehen.

  14. Du liest diesen Adventskalender.

    Denn dann hast du schon den Artikel aus der Retromops Welt gelesen und freust dich auf schon auf morgen.

In diesem Sinne wünschen wir ein besinnliches und glücklichen Weihnachtsfest!

…Übrigens haben wir letztes Jahr Türchen 12 für den Hund und die Hund aufgemacht, erinnerst du dich noch?

Mach sie alleauf
Klick schnell drauf, um alle Türchen öffnen zu können

[Tag des Ehrenamtes] Lachen auf 4 Pfoten

Ach, ich erzähle viel zu wenig von unseren Tagen beim Besuchshundedienst. Und dabei könnte man so viel erzählen. Wobei es meist kleine Dinge sind, die man im Herzen einschließt und nicht mit Fotos festzuhalten sind.
Erklärt habe ich in Artikeln wie dem Ananashund schon, was wir machen und deswegen soll es heute darum gehen, was Adgi dabei an Unfug lernt und den Besuchten dann doch die meiste Freude macht.

Häschen!!!!!

Unsere jetzige Einrichtung hat im Garten Hasen wohnen und das weiß Adgi ganz genau. Nachdem wir nicht mehr in einer großen Runde sitzen, sondern von Zimmer zu spazieren hat der Hund das sehr schnell gelernt. Mitterweile weiß er mehr als genau, aus welchem Fenster er die beste Sicht auf den Auslauf im Garten hat und, dass man längst nicht von überall aus in den Garten schauen kann. Aber wehe dem, die Hasen hoppel frech durch das Grün, dann müssen die Gardinen bei Seite und die Nase an die Scheibe gedrückt werden. Dann kommt richtiges Leben in die Zimmer und wenn man sich selber denkt „Oh man, mein Hund zeigt sich von der schlechtesten Seite!“ und sich am liebsten in Peinlichkeit zurückziehen möchte, dann sieht man das Lachen in den Augen. Denn den Anspruch an Perfektheit hat man dort meist abgelegt und gelernt, dass Perfektionismus nicht möglich ist.

Kekfe?! Welfe Kekfe?!

Mal ganz ehrlich, was haben alle Omas und Opas immer Zuhause? Richtig, Kekse.

Das hat auch Adgi super schnell gelernt. Es ist so goldig, wenn er den Schrank anstarrt, in dem die Kekse sind und drängelt, dass er die dann JETZT haben möchte.
Schnell wird das Begehren erkannt und die gesammelten Kekse rausgeholt. Nach jedem Keks heißt es „Das reicht jetzt…..ok einen noch…“ und dann hat er alle aufgegesssen. Ehe man sich versieht.

Was er mit Abstand am schnellsten gelernt hat? Wer wo welches Naschi hat und wie er es am schnellsten bekommen kann.

Übrigens füttern wir immer erst danach, damit wir sein Frühstück auf die Anzahl der Kekse, Leckerlis und Naschigkeiten anpassen können. Ansonsten ist er bald die unterste Kugel des Schneemanns, den ich soo gern bauen möchte.

Auf dem Rücken liegend, alle Viere von sich können die meisten streicheln

Man soll einen Hund nicht bedrängen. Ein Hund braucht seinen individuellen Freiraum. Gruppen von Menschen sollten nicht um einen Hund herumstehen.

Ähm nein, nicht für Adgi. Für Adgi zählt nur eins: Hände, überall müssen Hände sein. Möglichst viele Menschen müssen ihn nach Möglichkeit an ALLEN Körperstellen kraulen. Gerade wenn wir bei Kindern sind, ist es für Adgi das Größte, wenn ich mich auf den Boden setze, er den Kopf an mein Knie drücken kann und sich die Kinder rings um ihn herum setzen und streicheln. Viele kleine Hände ist Adgis liebstes Wellnessprogramm und wenn ein Kind dann sagt, es käme nicht dran ist das für das Kuschelmonster gar kein Problem! Es werden alle Viere von sich gestreckt, sodass noch mindestens vier Kinder mehr Platz haben, ihn zu streicheln. Dabei schläft er sogar tief und fest ein!

Ein Lachen für Zuhause

So oft denke ich, dass ich den unperfektesten Hund dieser Welt habe, aber gerade das Ehrenamt zeigt mir, dass genau diese Unperfektheit ihn ausmacht.

Es können alle über seine Tollpatschigkeit lachen, sein schnelles Gebelle und Verteidigen ist mir oft unangenehm. Tatsächlich ist es aber eine seiner Eigenschaften, die am meisten bewundert wird. Sein Ziehen an der Leine ist weg, wenn andere mit ihm unterwegs sind und seine Stürmigkeit löst heitere Freude bei allen aus.

Ich nehme all die schönen Momente mit nach Hause, schließe sie in mein Herz ein und behalte sie für mich. Damit wird mein Teil der Welt ein bisschen besser und vielleicht der Teil derer, mit denen ich Adgi teilen kann.

Sicherlich kann das nicht jeder Hund machen und das sollte auch nicht jeder sein, aber wenn dein Hund das Kuschelgen in sich trägt, dann hab den Mut den Schritt zu gehen.

Außerdem gibt es so viele tolle Ehrenämter, die jemanden mit Herz und Willen suchen. Finde auch du deins.


[Edit] Dieser Beitrag ist nicht nur Herzensangelegenheit, nicht nur die Feier des Tages des Ehrenamts, nein, er hilft auch Matze und Nicola, die für jeden Beitrag rund um Assistenzhunde (egal in welchem Bezug) einen Monat Futter von futalis bekommen und so bei der Ausbildung zum PTBS-Assistenzhund unterstützt werden.
Auch du kannst helfen. Schreibe auf deinem Blog einen Beitrag oder, wenn du keinen hast, schick mir deine Geschichte an WarnowTatzen@gmx.de und ich veröffentliche ihn für dich und wir sichern Matze gemeinsam einen Sack Futter.

Vom Hellsehen und getreten werden

Viele kennen die Neuigkeiten schon, andere haben es sich bei dem Satz vom Babybrei bei unserem Futteraustritt schon gedacht: wir bekommen ein Baby. Im März wird unser Rudel perfekt.

Die meisten Fragen mich, wie die Tiere reagiert haben und da beide einfach einmalig reagiert haben, möchte ich davon berichten.

Adgi- immer der Nase nach

Micha war schnell klar, dass ich schwanger bin. Ich habe den Gedanken weit von mir geschoben. Sehr weit. Das bisschen Übelkeit und die Müdigkeit…einfach überarbeitet dachte ich mir. Gut, dass ich auf dem Hurricane so müde war, dass ich mich allein hingelegt habe hätte mir auch zu Denken geben können. Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.

Auch, wenn der Test schon bereit lag weigerte ich mich. Doch dann stand Adgi eines Morgens vor mir. Sah mich an, steckte die Schnute zwischen meine Beine (jeder der Adgi kennt, weiß wie ich das meine), zog sie wieder hervor, nieste und schaute mir tief in die Augen. Da war dann der Test auch überflüssig, trotzdem machte ich ihn und siehe da:positiv.

Nun begann die Zeit des Zitterns, denn man sagt, die ersten 12 Wochen sind am gefährlichsten, dass das kleine Wunder doch nicht seinen Platzz einnehmen möchte.

Scar-dein ist mein ganzes Herz

Zwischen Woche 7 und 8 wird aus einem Haufen Zellen ein richtiges Leben: das Herz beginnt zu schlagen.

In der ganzen Zeit war ich super müde und legte mich jeden Nachmittag auf das Bett und las eine Stunde. Jeden Nachmittag hat Scar sich zu mir gelegt und auf mich aufgepasst. Die Unwissenheit war furchtbar. Hatte ich doch erst in der 10ten Woche wieder einen Termin bei meinem Arzt. Jeden Tag hoffte ich, dass das Herz loslegt.

Eines Abends legte ich mich, wie jeden Abend, auf den Rücken auf das Sofa. Scar kam dazu und kletterte behutsam auf meinen Bauch. Er legte seine Pfote dahin, wo das Wunder geschehen sollte und schnurrte. Er schnurrte so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, das Baby zu spüren. Was reichlich unwahrscheinlich ist und auch gar nicht möglich. Aber es war einer dieser unbeschreiblichen Momente, an dem man sich sicher ist. In diesem Moment wusste ich, das Herz hat es geschafft.

Inzwischen schiebt er sich immer öfter an den Bauch. Versucht aber nicht mehr direkt drauf zu liegen, denn er hat letztens einen Hieb in den Bauch bekommen. Das fand er weniger amüsant. Ich umso mehr.

Seither weichen sie beide nicht mehr von meiner Seite. Allerdings kann ich auch nichts von Eifersucht oder ähnlichem berichten, was man in vielen Ratgebern liest. In der nächsten Zeit werde ich mal das ein oder andere erzählen,  aber keine Angst, ich werde kein Mamablog 😉

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Hat dein Haustier auch schon mal eine Veränderung bei dir angezeigt?

Schnauze voll- Die Sache mit dem Futter

Leider habe nur ich die Schnauze voll und nicht wie es sein sollte der Hund.

Bisher fütterten wir immer Trockenfutter mit einer leichten Form des „ABAM“ und waren sehr glücklich damit. Dann muss der Futtermittelhersteller was geändert haben: zuerst wurden die Brocken kleiner, dann kam Adgi aus dem Pupsen nicht mehr raus.

Gerade als wir beschlossen, dass wir eine Alternative brauchten trudelte eine Mail ein mit dem Angebot ein Trockenfutter zu testen. Schon bald kam das Paket an und wir fütterten drauf los. Nach dem ersten 15kg Sack dachten wir, das Problem gelöst zu haben. Doch der zweite Sack zeigte uns, dass wir doch keine Lösung hatten. das Pupsen war zurück und diesmal noch stärker. Wir werden also nicht bei Ultra Premium Direct bleiben und müssen eine andere Lösung finden.

Wir müssen also nach 4 Jahren Fütterung was neues finden. B.A.R.F. und P.R.E.Y. sind in ihrer reinen Form leider kein Ausweg für uns. Wir haben den Platz nicht und auch für unterwegs ist es uns schlicht weg ein zu großer Aufwand, bei allem, was noch auf uns zu kommt. Und ja, da kann mir jetzt jeder Barfer sagen, dass es das nicht wäre, aber du wirst schon verstehen wieso.

in unseren Köpfen schwebt schon lange der Gedanke, uns von all den „perfekten“ Fütterungsmethoden zu lösen und so haben wir jetzt ein gutes Grundlagentrockenfutter gefunden und uns entschieden, zuzufüttern. Mal eine Dose, mal Fleisch oder was uns einfällt. Immer im Rahmen, aber doch frei von festen Regeln. Wir werden uns mit Adgi rantasten und sehen, was es bringt und wie es dem Dicken am besten bekommt.

Fest steht aber auch, dass wir keine Futtertests mehr machen werden. Außer unseren eigenen.

Was bei uns gerade passend dazu kommt und ein Teil des Konzepts wird, ist, dass wir Zuwachs bekommen, der in einer gewissen Zeit ebenso von uns gefüttert und bekocht werden will. Und jetzt mal ganz ehrlich, sooooo riesig ist der Unterschied zwischen Babybrei und Hund bekochen nicht gerade, oder?

Ach und warum wir kein weiteres Futter mehr durchtesten? Weil ich raus aus dieser Welt will und ich einfach gemerkt habe, dass ich dem ganzen in meinen Berichten nicht den Wert anmessen kann, den es braucht, um dafür zu sorgen, dass eine Reihe Hunde damit ernährt werden. Deshalb breche ich hiermit offiziell aus der Futterwelt aus, denn ich kann einfach nicht sagen, was das Superessen bei Schneefall ist und auch nicht, wann man welches Kräuterchen für welche Stärkung geben soll. Dieses Wissen liegt bei anderen und das sollen euch auch ganz andere erzählen. Ich müsste lügen oder  Googlewissen paraphrasieren und das kannst du auch sehr gut allein. Sollte Interesse bestehen, halte ich dich gern weiter auf dem Laufenden und zeige mal, wie so ein Napf in Zukunft bei uns aussieht. Aber mit Markennamen werde ich nicht um die Ecke kommen, es sei denn, du fragst in persönlichen Nachrichten. Und nun erfreue ich mich an anderen Beiträgen rund um das Thema Futter und werde Anfragen zu Tests getrost weiterleiten.


Danke, dass du mir endgültig die Augen geöffnet hast bei dem Wind um unsere Ohren. 😉

Geocaching: Vom Froschkönig bei Bad Doberan

Die vorletzte Woche lag ich mit einer Erkältung flach, der Tipp des Arztes regelmäßiger Bewegung stieß nicht auf viel Motivation.
Also ging es für uns abends an den Strand, denn gibt es was besseres als frische Meerluft? Und tatsächlich half das super beim Atmen. Andere müssen in Salzgrotten gehen, wir fahren 10 Minuten ans Wasser, dick eingemurmelt und mit Taschentüchern beladen. Adgi konnte sich jedenfalls nicht beschweren.

Doch an einem nieseligen Sonntag konnte dann auch der Strand nicht mehr locken, eine andere Lösung musste her: Geocaching.
Wir hatten 3 Bedingungen für die Runde:

  1. In der Nähe sollte es sein.
  2. Am besten in Wald, das hält den Niesel ab.
  3. Mindestens 3 Caches, die nicht zu weit auseinander liegen.

Alle 3 Bedingungen erfüllt, los gehts

Wir wurden an einem Waldgebiet in Bad Doberan fündig und zwar das Waldstück an der Via Hansa (kurz vor der Dammchausee).

Parken konnten wir direkt beim Eingang des Waldstückes und dann sind wir den befestigten Weg heruntergelaufen. Bei dem Niesel war es ein Vorteil, dass der Weg mit diesen Platten, die man bei uns unter Panzerplatten kennt, gelegt war. Noch war auch das Laub so dicht, dass wir nicht nass wurden.
Alles war in eine wundervolle Mischung aus orange, braun und gelb getunkt, sodass das Grau gar nicht bis zu uns durch drang. Wir schlenderten den Weg hinab, sodass wir fast den ersten Cache verpasst haben, doch es hieß „Mach mal Pause“ und dem folgten wir. Ein wahnsinnig toller Cache, der, wenn man es ein paar mal gemacht hat, auffällt, aber ansonsten perferkt in die Natur integriert ist.
Voller Stolz war ich, als ich ihn gefunden hatte, klebte unseren Aufkleber ein und versteckte ihn wieder.

Der Froschkönig war unser nächstes Ziel und Micha wurde schon ganz unwohl, der mag nämlich so gar keine Frösche. Aber er war mutig, denn dieses mal wurde er fündig und griff beherzt ins Versteck und reckte mir tatsächlich einen Froschkönig entgegen.

Mit Begleitung der Molli

Wir schlenderten tiefer in den Wald und bogen ab. Keine Menschenseele war unterwegs, Adgi trabte vor uns her und in der Nähe hörten wir die Molli, die anscheinend aus Kühlungsborn kam und schon vor Bad Doberan ihre Ankunft voraussagte mit ihrem rauchigem Pfeifen. Einen Moment lauschten wir der kleinen Schmalspurbahn noch und als sie unter dem Singen der Vögel in die Ferne rückte meldete sich die App, dass wir am nächsten Ziel sind.
Zwischen den Lebensbäumen wirkte es, als wäre es schon viel dunkler. Die Dunkelheit in Nadelwäldern oder hier zwischen den Lebensbäumen ist mir unheimlich. Es ist eine andere Dunkelheit als die der Nacht und so war ich mehr als glücklich auch diesen liebevollen Cache gefunden zu haben. 2:1 für mich. Ein seltener Stand zwischen Micha und mir.

Weiter ging es zu unserem letzten Ziel, denn die Dämmerung schritt immer weiter fort. Es sollte an eine Eisenquelle gehen. Schon während der Planung habe ich irgendwie etwas riesiges erwartet. Super naiv habe ich irgendwas industrielles erwartet. Eisen eben. Das Wort „Quelle“ hat mein Kopf ganz schnell durch „Werk“ ersetzt und deswegen fragt ich mich auch schon die ganze Zeit, wo dieses riesen Ding denn hier bitte sein soll.

Eisenquelle, die wirklich eine Quelle ist

Dann waren wir da und starrten in die Quelle: Nicht viel größer als eine stattliche Pfütze lag sie vor uns. Glasklar mit grauem Boden und dort sprudelte es ununterbrochen aus der Mitte.

Im Frühling ist dort bestimmt schöner, als an einem grauen Herbsttag. Zumindest laut dem Bild des Owners. Aber trotzdem standen wir bestimmt 5 Minuten davor und starrten unablässig in die Quelle, aus der das Grundwasser hervor sprudelte. Erst als Adgi platschend in den kleinen Rinnsal sprang wurde uns wieder bewusst, dass wir ja aus einem Grund hier waren und so fand ich den Cache noch vor Micha und ging als Gewinner aus dem Spaziergang.

Noch auf dem Hinweg erfreuten wir uns daran, wie verlässlich Adgi war und aktuell ist. Das Gegenteil bewies er uns dann aber dann doch und zack war er weg.
Ein anderer Hundehalter kam uns entgegen, der zum Glück lächelte, statt uns Vorwürfe zu machen. Aber zum Glück stand Adgi wenig später wieder vor uns und kam an die Leine.

Eine wirklich tolle Runde!

Adgis Kopf-eine Melodie

„Oh Mist, erwischt!“
„Tja Adgi, ich weiß wirklich nicht, was du erwartet hast, wenn du dich oben ins Bett fallen lässt.“

„Ja, aber ich war doch ganz leise!“

„Ähm Adgi, schleichen musst du aber noch üben.“
„Ja, aber ich war schon richtig leise!“

 

So oder ähnlich unterhalte ich mich mit dem Hund. Micha macht einen großartigen Adgi-Synchronsprecher. Ein leichtes Lispeln und immer ein wenig neben der Spur. Der Hund schaut dabei auch immer passend. Weshalb ich davon ausgehe, dass wir mit der Wahl der Worte absolut richtig liegen.

Aufsteigene Gedanken

Wenn man Adgi eine Weile beobachtet, kann man die Worte und Gedanken in seinem kleinen Kopf förmlich hören und aufsteigen sehen.
Er denkt so furchtbar offensichtlich. Ab und an denkt er so scharf nach, dass ich lieber einen Eimer Wasser neben ihn stellen möchte, weil ich befürchte, dass der Kopf in Flammen aufgehen wird. Er wägt ab, denkt einen Schritt weiter und dann ist der Moment vorbei und Adgi hat ihn wegen des Denkens verpasst. Geht mir aber auch oft so.

Generell ist Adgi oft mit Grübeln beschäftigt. Oft liegt er mit offenen Augen in einer Ecke und grübelt vor sich her und dann kommt mir immer ein Songschnipsel von einer meiner Lieblingsbands AnnenMayKantereit aus „3. Stock“ in den Sinn:

Erzähl mir von dir, um mich abzulenken
Wenn das traurige Gedanken denken beginnt

Wenn der Kopf summt

Andern Tags tippelt er so vor sich her und schnüffelt hier und da, dass man eine Melodie empfängt, die in seinem Kopf vor sich geht. Als würde er die ganze Zeit summen. Gerade, wenn er mit anderen Hund unterwegs ist. Als wir mit Moe und Luna am Strand waren zum Beispiel, hatte ich das Gefühl, dass er Summen würde. Sein leises, unbeschwertes Summen. Vielleicht ist das der Schlüssel, warum andere Hund einfach mit ihm klarkommen und neben ihm her laufen. Ob seine Melodie auf die anderen Hunde wirkt? Ob sie die Melodie hören können?
Ich kann nicht mal genau sagen, dass ich sie höre, es ist eher, als würde man sie fühlen, eine Schwingung, die von ihm ausgeht und die müssen doch die anderen auch spüren, oder?

Bei unserem ersten Treffen nannte Stephie Adgi einen kleinen Autisten, der in seiner eigenen Welt steckt und irgendwie lässt mich das bis heute nicht so richtig los. Autistisch ist er vom Krankheitsbild her nicht. Nein, nein. Aber er lebt ganz und gar in seiner eigenen Welt. Mit seiner zauberhaften Melodie.

 

Wenn du mich fragen würdest, was es für ein Lied ist, dann kann ich dir kein bestimmtes nennen, auch vor summen kann ich es dir nicht, denn es ist nicht immer das Gleiche. Es kommt drauf an, wobei er summt. Wenn er schnüffelnd unterwegs ist, dann ist eine schnelle Melodie, leicht gehetzt und aufgeregt kurzatmig.

Beim Strecke machen ist es ein tiefes, verlorenes Summen. Absolut gedankenverloren und hier und da mal wieder ein bekannteres Stück aufgreifend. Als hätte er Zeit, sich Gehörtes ins Gedächtnis zu rufen. Aber genau so unstetig wie er die Seiten des Weges wechselt, genauso stetig ändert sich das Lied, durchbrochen von eigenen Sequenzen. Manchmal kommt einem nur der Bruchteil einer Sekunde bekannt vor und manchmal macht die eigene Fantasie mit dem Lied weiter.

 

Kennst du Mumble aus  „Happy Feet“ ? Der kleine Pinguin, der sein eigenes Lied hat, aber nicht singen kann, wie all die anderen Pinguine? Stattdessen steppt er seinen Herzenssong, den angeblich jeder Pinguin in sich hat und nur so seine große Liebe finden kann.
Tja, Adgi ist irgendwie wie Mumble, nur, dass er summt statt steppt und eine ganze Weile braucht, um seinen Herzenssong zu finden, während ihm viel durch den Kopf geht.

Kennst du das Gefühl?