Erziehung ist das A und O

Eine Katze erziehen. Das halten viele für einen Mythos. Doch es ist möglich. Wo beginnt Erziehung? Für mich schon ab dem Moment, wo man mit einer Leckerlipackung es schafft das Tier immer zu sich zu rufen. Klein Kovu versteckte sich die ersten Tage immer irgendwo, wo man ihn einfach nicht wieder fand. Also versuchte ich ihn an das Geräusch und die verbundenen Leckereien zu gewöhnen. Und siehe da, ist der Kleine Kater nicht auffindbar, einmal klappern und schon kommt er angerannt.

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Halb Hund/ Halb Mann – Halb Katze/Halb Frau

Es gibt Menschen, die können mehr mit Hunden und es gibt Menschen die können mehr mit Katzen. Doch warum ist das so? Seit einiger Zeit geistert mir diese Frage durch den Kopf.

Ich beispielsweise bin eher die Katzenmama, mein Freund hingegen ist ein kleiner Hunde Guru. Möglicherweise habe ich eine kleine Theorie.

Mein Freund – Der Hundemensch

Mein Freund hat eine Ausstrahlung, die wahrhaftig ist. Er ist definitiv der Hundetyp.

Fast alle Hunde, die ich kenne, ob Fremde oder Bekannte, hören auf ihn wie beim Militär.
Vierbeiner aus dem Tierheim, mit denen wir ab und an mal Gassi gehen, die wirklich ihren eigenen Kopf haben, beherrscht er wie kein zweiter, er stahlt die nötige Ruhe aus (vielleicht eine Form der Autorität – Rudelführer?). Die Hunde fixieren ihn und machen das, was er sagt. Ob Dackel, Dogge oder Terrier – er kann mit jedem Hund. Vielleicht trifft er den richtigen Ton und wird schnell als der oberste Anführer akzeptiert. Ein wahrliches Talent, treu und liebevoll. Eben wie ein Hund. Seine Liebe zur Natur spielt auch eine Rolle. Er geht lieber raus, anstatt drin zu sitzen und ist gern überall mal unterwegs. Für einen Hund wäre das ein Traum.

Ich – der Katzenmensch

Ich hingegen wie oben erwähnt bin eher die Katzenmutti.

Es heißt, es ist schwer eine Katze zu erziehen und ja, alles was ihr dazu gehört habt, ist wahr! Aber mit der nötigen Geduld und der richtigen Menge Wasser kann auch das zu einem Kinderspiel werden. Man muss versuchen im Gedächtnis der Katze zu bleiben bis sie irgendwann beginnt abzuwiegen – darf ich das jetzt oder darf Ich das nicht? Man muss ständig am Ball bleiben. Immer und immer wieder muss man Sie *bestrafen*. Doch irgendwann begreifen Sie dann ganz von alleine. Natürlich kann man dann auch  loben mit en paar Leckerbissen und extra Streicheleinheiten.  Den Mittelweg finden, kann man es nennen. Eine Herausforderung, die manchmal an die Grenzen treibt. Neben dem Erziehen, ist es für mich ein Pluspunkt, dass so eine Katze auch mal allein sein kann. Ich muss nicht meinen ganzen Tagesplan umstellen um mit ihr raus zu gehen. Ehrlich gesagt, bin ich manchmal nicht mal bereit früher aufzustehen um raus zu gehen. Ich bin insgesamt eher wie eine Katze – eigenständig, aber auch hilflos, wenn ich komplett alleine wäre und meine Meinung ändert sich manchmal alle zehn Minuten.

Was seid ihr? Katzen Mensch oder Hundemensch?

Zurück zu Kovu – Erfolgserlebnisse

Der kleine Kovu hat aufgehört zu schreien! Leider reicht mein Wissen nicht aus um die Katzenpsyche zu verstehen, aber ich denke er hat begriffen, dass er nicht alleine ist und wir immer wieder kommen. Täglich toben wir und fordern ihn bis er in einen Tiefschlaf fehlt. Ein ganz toller Kater, den ich jeden Tag mehr liebe und ich täglich neu entdecke. Er lernt wahrlich schnell, versteht schon, dass Kabel tabu sind und geht nicht mehr auf den Tisch. Und wenn er mich mal beim lernen stört, dann nehme ich das gerne hin 😉 Nächste Woche gibt es wieder mehr zu dem kleinen Kerl zu lesen.

Endlich ist es laut!

Der kleine Flauscheball ist eingezogen!

Live noch süßer als auf den Bilder belebt er die Bude. Die leidliche Autofahrt, in der er merkte, dass Mama und Geschwister nun nicht mehr da sind, begann erst mit miauen. Doch durch drehen der Transportkiste konnte er nun endlich sehen wo die Reise hingeht und das kleine Kerlchen konnte sich beruhigt und schlafend niederlegen.

Zuhause

Zuhause angekommen, ist natürlich als Erstes inspizieren der neuen Umgebung und der neuen Menschen an der Tagesordnung. Vorsichtig tastet er sich aus der Box und flieht gleich hinter die Couch. Wir haben ihm Zeit gegeben alles zu erkunden. Jedes Mal, wenn wir den Raum verließen und wieder hinein kamen, war der kleine Kerl verschwunden. Wir haben ihn am nächsten Morgen suchen müssen. Und ich weiß immer noch nicht, wo er steckte. Doch mit jedem neuen Betreten der Stube machte man einen kleinen Fortschritt. So ließ er sich am Sonntag gleich mal streicheln.

Abends schlief er schon zwischen uns auf der Couch, spielte ausgiebig und ließ sich streicheln. Er ist ein kleiner liebesbedürftiger. Nichts ist besser als gekrault zu werden bis durch das schnurren die Couch vibriert. Ein kleiner Traktor, der in ihm steckt. Natürlich ist man nach all dem Toben irgendwann so müde, dass man einfach an Ort und Stelle umfällt. Z.b. Auf die Werbezeitung am Wochenende, die ich noch ansehen wollte oder auf die Decke, weswegen ich gnadenlos frieren musste. Denn schläft der Kleine erstmal, dann ist er nicht mehr ansprechbar. So einen Schlaf hätte ich auch gern.

Das erste mal alleine

Aber es wäre langweilig, wenn alles nur schön wäre. Die Katzenbesitzer kennen es vielleicht.

Der erste Morgen an dem man zur Arbeit oder Berufsschule muss und der Kleine fängt bitterlich an zu weinen, dass man es im ganzen Haus hört. Man würde nie vermuten, was aus dem kleinen Mann für laute Töne kommen können. Ich habe mich selbst auch sehr erschrocken. Doch was tun?

Bei meiner Emma war es anders, da sie in jeden Raum durfte. Doch die Erfahrung lehrte mich, dass das auf Dauer nicht einfach ist, wenn der Stubentiger morgens 4uhr die Nacht zum Tag macht oder einem aus Langeweile in die Zehen hackt. Also gewöhnen wir ihn gleich an die Stube. Naja, wenn man seine ganze Familie verliert, ist es verständlich kläglich zu weinen.

Perfekte Stunden am Tag und Belastungsprobe in der Nacht und am morgen. Vielleicht hat ja jemand ein Tipp? Auch die Idee einer zweiten Miez stand länger im Raum, aber die Befürchtung, dass man zwei schreiende Fellbüschel hat, ist zu groß.

Zurückerinnert an Kindertagen

In drei Tagen ist es soweit und die Wohnung ist nicht mehr leer. Ich kann mich noch gut erinnern, als Emma damals zu mir kam. Ein Fellball mit Knopfaugen. Sie war so vorsichtig und anschmiegsam. Man sah die Angst und doch die Neugier in ihren Augen für die neue Umgebung. Ein magischer Augenblick und der Beginn einer sehr innigen Katzen-Mensch-Beziehung. Alles ist rosa rot und süß, doch manchmal haben die kleinen eine andere Seite. 😉 In einem Punkt habe ich draus gelernt , so süß es ist kleine Katzen sogar ins Schlafzimmer zu lassen, umso belastendender ist die Tatsache, dass das kleine Wollknäuel morgens um 4Uhr so wach ist, wie den ganzen Tag sonst nicht. Meine Emma hat mich zwei Jahre morgens pünktlich 4.10Uhr wach gemacht. Der kleine Simba, Emmas Neffe, der ihr Spiel- und Kuschelpartner werden sollte, tat es ihr gleich. Also kleine Empfehlung von mir, strukturiert gerade in der Anfangszeit, wo eure kleine große Liebe die Zeit gerade in der Nacht verbringen wird.

 Kleine Anekdoten einer Katzenmama

Irgendwann kommt der Punkt, wo die kleine Miez ruhiger wird und dann kann man das alles nochmal überdenken. Emma hat mit im Bett geschlafen. Nichts tat sie lieber, als zu  versuchen die Zehen mit ihren Krallen zu erhaschen, die für einen kurzen Moment aus der Decke schauten. Oder sie schlief in meinem Kleiderschrank. Danach konnte ich die Hälfte meiner Sachen nicht mehr anziehen, da ich wirklich nicht für Pelztragen bin. Oder es kracht mitten in der Nacht, weil wohl aus Versehen die Tür zugegangen ist vom Schrank. Ich vermisse sie sehr, meine kleine Prinzessin. Doch mir fallen so viele lustige Momente ein und auch einfach schöne. Habt ihr ein Tier Zuhause, welches sich entschuldigt, wenn man es ausgeschimpft hat? Einen Nachmittag hat sie eine Tüte Gummibärchen auseinander genommen und während sie dabei war ein schönes Muster zu legen, erwischte ich sie. Ich erhob die Stimme und ihr Kopf senkte sich sofort, da sie wusste, was sie angestellt hat. Egal was es war, sie legte sich danach wortlos an meine Seite und verblieb dort bis ich sie streichelte.

Was ich in Zukunft anders machen werde…

Was ich dieses Mal auch anders machen möchte, ist darauf zu vertrauen, dass die Samtpfote es mit der Fellpflege auf Dauer alleine schafft. Ich war sehr jung und habe nicht gleich daran gedacht das kleine Fellknäuel an die Bürste zu gewöhnen. Tja, dadurch endete das später immer im Kampf, den ich mit Verletzungen verließ und Emma immer noch struppig aussah. Eine andere Sache ist die geschlossene Toilette. Solange man nicht früh damit anfängt eine Katze an so ein Katzenklo zu gewöhnen, wird sie es auch nie akzeptieren. Als ich es versuchte, ging sie aus Frust ihre Geschäfte unter einem kleinen Regal erledigen. Viel weniger Platz als in den überdachten stillen Örtchen. Vermutlich könnte ich ewig philosophieren, was man besser machen kann. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Man darf gespannt sein, welche Herausforderungen und schönen Momente ich mit Kovu erleben werde. Es wird eine aufregende Zeit und ich freue mich drauf.

Neues Jahr – neues Glück! Einkaufen für die Babymiez

Allen Lesern ein frohes neues Jahr! Ich hoffe ihr seid alle gut ins Jahr 2017 gekommen. Das letzte Jahr können wir getrost hinter uns lassen und endlich ins neue schauen. Das Jahr beginnt träge. Es ist stürmisch und nass und man kann irgendwie gar nicht auf seiner Haut. Die Vorstellung einen kleinen Vierbeiner rund um die Uhr zu beschäftigen, lässt mich noch müder werden als eh schon. Doch eine lang wartende Antwort auf die Frage, wann wir die kleine Fellnase abholen können, reißt mich völlig aus der Trägheit. Der 14.01.!!!!! Das ist in neun Tagen und mein Herz springt, mein Geist ist neu belebt. Schnell wird klar, ich muss einkaufen 😉 Weg mit den komischen Gedanken, rein in die Vorfreude.

Die erste Ausstattung

Nur was braucht man genau für den Nachwuchs?

Am liebsten hätte ich gern die ganzen Zoofachgeschäfte leergekauft.  Meine Emma hat mir jedoch gelehrt, dass eine Katze nicht alles mag. Sie hat nur auf harten und unliebsamen Plätzen geschlafen und klapperndes Spielzeug konnte ich getrost wieder zurücklegen. Selbst beim Futter hätte ich über Jahre genug Spenden für den Tierschutzverein gehabt. Naja, man kann halt nur falsches Futter kaufen 😉

Die Entscheidung fällt letztendlich für eine geschlossene Toilette, die leicht sauber zu machen ist.

Katzenklo von Curver
Das geschlossene Curver Klo. Perfekt, da man die untere Kiste rausziehen kann.

Zuvor habe ich mich bei der jetzigen Besitzerin informiert, ob er ein geschlossenes oder offenes Klo verwendet. Es empfiehlt sich sehr sich bei den Vorbesitzern immer zu erkundigen, umso zielstrebiger kann man einkaufen. Der kleine Kovu nutzt wohl beides gern.
Zudem habe ich mich für ein mittelweiches Körbchen entschieden, welches man noch weich auskleiden könnte. Ein wenig Spielzeug, wie Rasselball und Maus dürfen natürlich nicht fehlen. Näpfe, Bürsten und Kratzbaum sind in verschiedenen Formen vorhanden. Mehr kaufe ich vorerst nicht, da ich denke, dass man es Stück für Stück testen kann.

Die Vorfreude unermesslich

Nun wird es ernst und die Tage vergehen, wie im Flug. Nicht mehr lange und der kleine Kerl zieht ein.
Langsam wird es Zeit, dass wieder etwas Leben in der Wohnung einzieht.  Bis dahin „genieße“ ich noch die Ruhe und die noch schlafreichen Nächte 😉 Viel zu gerne gebe ich aber genau letzteres auf 😉

Kovu

Das Herzelein blüht. Ach wie wunderschön kann Tierliebe sein. Den kleinen Traumprinzen gefunden. Ein traumhaft süßer kleiner Kater, dem man einfach verfallen muss. Doch blenden wir einen Moment zurück 😉

Die Suche beginnt

Ich war erstaunt über den Reichtum an Katzenkindern zu dieser winterlichen Zeit. Doch alle Anzeigenblätter und Portale sind voll. Und so beginnt die Suche. Mir war wichtig, dass es ein junger Kater ist. Farbe und Rasse spielen für mich eine untergeordnete Rolle. Neben den Anzeigen im Internet schaute ich mich auch in den Tierheimen um. Nach verzweifelten Tagen zwischen Trauer und neuer Suche, habe ich fast schon aufgegeben. Eines Morgens gehe ich bei einem bekannten Anzeigenportal rein. Eine Anzeige, gerade erst geschaltet und die süßesten Katzenkinder, die ich jemals gesehen habe. Die Mama, wie meine Emma, ein Mix aus norwegischer Waldkatze in schwarz-weiß und der Papa ein draufgängerischer Perser. Diese Mischung lässt wildeste Vorstellungen in meinem Kopf entstehen. Und dann sah ich die Bilder. Kleine Fellbüschel, grau mit weißen Akzenten und süßen blauen Knopfaugen. Da war er. Graues Büschelchen mit weißen Stiefel, Latz und Kinn, gerade mal zwei Wochen alt und schon war ich unsterblich verliebt.

Da ist er! Kovu!

Der kleine Mann bekam von uns sofort einen Namen. Er wird Kovu heißen. Jenem zweiten Teil eines berühmten Disneyklassikers geschuldet. Doch bevor man sich blenden lässt, kann ich jedem raten sich mit den Besitzern ein wenig auseinander zu setzen. So bin ich auf wunderbare Katzeneltern gestoßen, die völlig überrumpelt waren von ihrem Glück und herzallerliebst nach einem Zuhause für die Kleinen suchen. Der erste Grundstein ist gelegt, der erste Eindruck wunderbar und die Vorfreude beginnt. Mittlerweile ist der Kleine sieben Wochen alt. Wir können es kaum erwarten. Und als hätten sich die Besitzer das Denken können, bekomme ich regelmäßig Bilder und Updates. Wie z.b. Der Versuch das erste mal Nassfutter zu fressen. So kann ich schon jetzt den Werdegang miterleben und sehen wie er aufwächst. Aktueller Status: Nassfutter…naja. Die Sauce ist ganz lecker.
Und als wäre das nicht schon toll genug, bekam ich gleich das Angebot den Kleinen besuchen zu dürfen. Kennt ihr das, wenn man ein so kleines Wesen sieht und gleich in einer total hohen kindischen Stimme spricht, weil man sich bei dem Anblick der kleinen Fellnase gar nicht mehr ein bekommt vor Freude? Was mögen bloß seine Katzeneltern über mich gedacht haben.  Die Besitzer sind ganz tolle Menschen und haben mir genug Zeit gegeben  den kleinen Mann genau anschauen und ein erstes Kennenlernen ermöglicht. Was soll ich sagen? Ich bin hin und weg ….Viele Herzchen in den Augen und Kribbeln im Bauch. Wenn ein Tier noch süßer ist, als auf dem Bild, kann man sich immer gar nicht vorstellen. Doch so war es. Und ich konnte mich kaum lösen von ihm. Dieser süße kleine Kerl, der immer von meinem Bein runter wollte und dabei gnadenlos auf seinen viel zu großen Kopf fällt, ist so putzig, dass man ihn am liebsten sofort mitnehmen will. Bei dem Besuch ist er gerade mal fünf Wochen alt und passt sitzend genau in meine Hand.

Wenn man wartet, vergeht die Zeit nicht

Bis Ende Januar muss ich noch warten. Zur Weihnachtszeit bekam ich neue Bilder und er hat sich wahnsinnig verändert. Die kleine Katze ist nun ein Kater geworden und sieht meiner damals kleinen Emma immer ähnlicher. Nun beginnt die Zeit des Einkaufens, Umräumens und Einrichtens. Ein Kapitel voller Vorfreude und Ungeduld. Aber dazu  mehr im nächsten Beitrag 😉

Bis dahin wünsche ich allen ein guten Rutsch ins neue Jahr! Und auf das 2017 ein Wunderbares wird!

Hallo, ich bin die Neue

Tadaaaa…..da bin ich, die Neue. Mit voller Euphorie und vielen Ideen würde ich am liebsten gleich seitenweise schreiben. Aber bevor ich jeden überfalle, sollte ich mich vielleicht erstmal vorstellen.  Mit meinem Gastbeitrag „Auf einmal ist es still…“ hatte ich die Möglichkeit in das kreative schreiben einzutauchen und einfach mal raus zu lassen, was ich denke. Der ein oder andere hat mich damit schon etwas kennengelernt.

Ich bin Julia,

komme aus dem schönen Norden, bin manchmal schüchtern und ab und an wieder viel zu aufgedreht. Wenn ich mich mit einem Wort beschreiben sollte, wäre es wohlmöglich kreativ. Obwohl vernünftig, verrückt, fürsorglich, unsportlich, kochwütig, ehrgeizig, selbstkritisch, kommunikativ etc., auch sehr gut passen würden. Viele Dinge gehe ich mit anderen Blickwinkeln an und mit verschiedensten Ideen, so ist auch die Weihnachtszeit ein Traum für mich.  Ich sage nur Geschenke einpacken. J Wenn ich groß bin, werde ich in der Pflege arbeiten und meine Freizeit weiterhin mit meiner Familie, Freunden und meinem Hobby, dem Angeln, verbringen.

Mein wertvollster „Besitz“, der mich mit Beginn meinem Auszug  in die erste eigene Wohnung stets begleitet hat, war meine Emma. „In guten, wie in schlechten Zeiten“ bekam unter ihren Pfoten eine völlig neue Bedeutung. Ich bin ein absoluter Katzenmensch. Kein Haustier begeistert mich so, wie diese Vierbeiner. Die Löwen und Könige unter den Stubenhocker. Sie haben etwas Wildes und zugleich sehr zutrauliches. Man muss sie nicht permanent beschäftigen, denn manchmal schaffen sie das auch wunderbar allein.

Julia- Frau Kater

Emma

Meine Emma war eine ganz tolle Samtpfote. Gut erzogen und zu allen Menschen stets freundlich. Sofern ich mal sauer war, weil sie mal wieder an der Couch kratze, entschuldigte sie sich schnell. Legte sich an meine Seite nieder und ging nicht, bis ich sie nicht wenigstens einmal streichelte. In ihrem ersten Lebensjahr versuchte sie andauernd ihren Schwanz zu fangen, während sie ihn ein Jahr später ständig beim Trinken ins Wasser tunkte. Mein kleiner Stubentiger unterhielt sich den ganzen Tag mit mir und begehrte rund um die Uhr Streicheleinheiten. Emma war kein typischer Schoßsitzer, eher bestimmte sie selbst, wer sie wann  und über welchen Zeitraum streicheln durfte. Natürlich war sie auch beim Futter stets wählerisch.  Eben typisch Katze. Und doch war sie das wunderbarste Wesen, welches ich kennenlernen durfte. War ich glücklich, freute sie sich mit mir. War ich traurig, wich sie nicht von meiner Seite. Es ist erstaunlich, was diese Tiere wahrnehmen können und wie sie daraufhin reagieren. Leider musste ich sie gehen lassen und nun ist sie im Regenbogenland. Die Wohnung ist immer noch genau so leer, doch nicht mehr so erdrückend. In meinem Herzen wird sie immer einen Platz haben und ich werde all die schönen Erlebnisse im Gedächtnis behalten.

Emma

Und jetzt?

Diese Rubrik würde nicht Frau Kater heißen, wenn sich nicht eine Aussage dahinter verstecken würde. Denn ich werde wieder Mama. Dieses Mal von einem kleinen Kater. Lange habe ich mit mir gerungen und mehrere Menschen gefragt, ob es falsch wäre sich neu zu orientieren. Ob es Emma gegenüber fair wäre. Jedoch kam ich zu dem Punkt, dass es meine eigene Entscheidung ist und ich mich umsehe, wenn ich bereit bin für ein neues Tier. Ein Gespräch mit Anika brachte die entscheidende Wendung, obwohl sie gar nicht viel preisgab. Und somit fing ich an mich umzusehen und verliebte mich schnell in einen kleinen Perser-Mix Kater. Vielleicht war es die Tatsache, dass die Mama von dem  Kleinen Mann wie meine Emma aussieht (nur in schwarz-weiß) oder die Tatsache, dass man sich von null auf hundert plötzlich verlieben kann.  Genau auf diesem neuen Weg, möchte ich euch mitnehmen. Eine aufregende Reise zwischen Freude, Liebe und manchmal auch Verzweiflung. Man darf gespannt sein ;-).

 

 

[Gastbeitrag] Auf einmal ist es still….

Zu Weihnachten wird es besinnlich.
Einmal mehr wollen wir unsere Lieben bei uns haben.
Meine Freundin Julia hat dieses Jahr eine große Leere, weil sie eine Entscheidung treffen musste.
Eine richtige Entscheidung, aber eine schwere Entscheidung.

Aber lest selbst…

Julias Geschichte

Ich komme in eine leere Wohnung. Sicherlich denkt sich jetzt jeder, der kein Tier hat, an etwas Schönes. Sich ausruhen können, für sich sein, einfach mal sturmfrei haben.  Die Einsamkeit kann man auch genießen. Mit der Lieblingsserie vor dem Sofa verbringen, sich noch etwas Leckeres kochen um den Alltagsstress zu vergessen. Das klingt möglicherweise schön? Aber nicht für mich. Ich liebe den Stress, wenn ich nach Hause komme, mein Essen zu mir nehmen möchte und mich hindert jemand daran, der so lieb um Aufmerksamkeit bettelt. Mir gefällt sogar die Akrobatik-Action im Flur, während ich versuche nicht über den sehr dekorativen Vierbeiner zu fallen. Mit großer Freude erfüllen mich die schrillen Bemerkungen einer Samtpfote, die mich aus der Ruhe reißen und wieder zurück in den Alltag befördern.  Das mag schrecklich klingen, aber eigentlich lieben wir doch genau das an Ihnen. Denn sind wir ehrlich, so viel Aufmerksamkeit bekommen wir nicht oft ;). Das verstehen wohl auch nur Tierbesitzer.

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Leider ist unsere Wohnung nun stumm. Stille ist eingekehrt und ein beklemmendes Gefühl. Irgendwann im Leben eines Tieres, wie bei uns Menschen auch, kommt der Zeitpunkt an dem es Zeit ist zu gehen. Mal früher, mal später. Bei meiner Emma (Eine Mix-Katze aus norwegischer Waldkatze und Europäisch Kurzhaar) kam er leider früher, als erwartet.  Vor einem Jahr haben wir sie nochmal richtig durchchecken lassen und erst dann erfahren, dass eine ihrer Nieren schon von Geburt an nicht arbeitet und die zweite es ihr wohl droht gleich zu tun. Zu dem Zeitpunkt hat noch der Neffe von Emma bei uns gewohnt.  Den kleinen liebevollen und zugleich zu dominanten Kater, welcher Emma an jeglichen Aktivitäten spielerisch zu stören versuchte. Schweren Herzens, haben wir ihn abgegeben. Er wohnt jetzt auf einem wunderschönen Bauernhof in unserer Nähe. Es ist ein Jahr her, aber ich vermisse ihn immer noch. Dennoch weiß ich, dass ich zugunsten meiner sehr nierenkranken Katze richtig gehandelt habe und dem kleinen Mann einen  tollen Ort und eine fürsorgliche Familie ermöglicht habe. Diesen Schmerz kann man relativ schnell verarbeiten und sogar Freude empfinden.

Der schwere Weg

Nun ein Jahr später gab mir meine kleine Löwin den Impuls, das Zeichen, dass Sie gehen möchte. Man kann es kaum beschreiben, aber ich versichere jedem, dass die Zeichen eindeutig sind. Und egal, wie schmerzhaft es einem selbst gegenüber ist, haben mein Freund und ich uns richtig entschieden, sie in Ihren schlimmsten Stunden zu begleiten und zu erlösen. Selbst, wenn man sich mental darauf vorbereitet, ist es eine der schlimmsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben durchmachen musste.  Der erste Schritt der Trauer, die Akzeptanz, ist die schlimmste. Nach tagelangem Verabschieden, brach es dennoch über mich herein. Ich bin trotzdem froh bis zum Schluss an ihrer Seite gewacht zu haben.

So bitter es ist, ist die Wohnung nun leer. Niemand, der schreiend im Flur auf dich wartet. Was mich zuvor genervt hat, vermisse ich nun umso mehr.  Nach einer gewissen Zeit habe ich es geschafft ihre Sachen wegzuräumen und mich damit auseinander zu setzen, dass sie nicht mehr zurückkommt. Der Trauerprozess findet seinen Weg und der Alltag wird zunehmend leichter, je mehr man es versucht zu verarbeiten. Denn am wichtigsten ist, dass die Entscheidung die richtige war und Emma immer in meinen Erinnerungen und in meinem Herzen einen festen Platz haben wird.

Nachfass

Emma, ich hoffe, dir geht es gut wo du jetzt bist. Ich bin froh, dass du Scars Freundin warst, dass ich mit dir spielen durfte und dich kennen durfte.
Du warst stark und hast gekämpft und dich bis in deine letzte Sekunde Julia anvertraut.

Julia, du hast das Richtige gemacht. Ich weiß das, du weißt das und Emma auch.

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