Schäm dich! – Verwauzt und Zugebellt

„Shame on me“ – Das „Schämen“ unser Dauerbrenner 

Als Askan von der Pflegestelle zu uns zog, war der Bube bereits fünf Monate alt. Sitz, Platz, Aus und Bleib – all das konnte er natürlich nicht. Klar, dass ich im Training da mit den wichtigsten Grundlagen angefangen habe – nämlich dem Schämen . Wenn er schon andere Dinge nicht kann, dann hat er zumindest die Lacher auf seiner Seite, wenn er sich im Anschluss seines Fehltrittes schämt . Mittlerweile ist Askan zweieinhalb Jahre alt und schämt sich bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit. Ob bei der Nachbarin, die man im Haus trifft, anderen Hundehaltern beim Gassi gehen oder bei meinem Vater am Frühstückstisch. Der kleine Fuchs hat offensichtlich mitgeschnitten, wie verdammt süß er dabei aussieht . Auf die Idee, das als Trick einzuüben, brachte mich übrigens der Kanal der Glückspfoten, die ihren Weg dokumentarisch in einem Video festgehalten haben.

Wie haben wirs aufgebaut?

Also zunächst einmal bringe man das Fellkind mithilfe einer Naschigkeit in die richtige Position – sprich ins Sitz. Anschließend habe ich Rabenmama das arme Tier mit Kleberlingen über dem Auge beziehungsweise Haargummis am Ohr malträtiert. Das fand selbiger Puschelfuß natürlich nur mäßig cool, sodass er relativ schnell versucht hat, sich des Störenfriedes mithilfe seiner Pfote zu entledigen. Und genau diesen Moment wollte ich: also zack Leckerli frei und Kommando dazu. Viele viele und vor allem hochwertige Leckerlis in den Hund. Askan hat das Prinzip recht schnell durchschaut und nach nicht mal einer halben Stunde brauchte ich die Hilfsmittel schon gar nicht mehr.

Mein Hund ist mittlerweile voller Kleberlinge, schämt sich aber kein Stück– welche Alternativen gibt’s?

Zugegeben mit meinem Herrn Pfotenschön ging es wirklich wirklich schnell über den beschriebenen Weg.  Aber oftmals wird auch davor gewarnt, den Hund mit Post Its und Co zu diesem Trick zu animieren. Hunde könnten davon Ängste entwickeln und auch die Gefahr, dass sie „kopfscheu“ werden, bestünde. Aber wie so oft, führen viele Wege nach Rom beziehungsweise locken das Pfötchen ans Hundeöhrchen.

Man kann versuchen, den Hund irgendwo zwischen Ohr und Nase anzupusten. Bei Askan funktioniert das Schämen sogar, wenn man ihm einen Grashalm oder eine Blume auf das Köpfchen legt. Manche Hunde vertrauen der Bezugsperson aber dermaßen, dass sie Kleberling und Co nicht abzustreifen versuchen. Die denken dann quasi „dat muss so“. In diesen Fällen kann man versuchen, mit einer fremden Person zu üben. Dafür sollte ein Papierstreifen auf die Hundeschnauze gelegt werden und das Helferlein bestätigt den Hund immer dann, wenn er sich besagtes Schnipselchen von der Schnute wischt.

Buddelt euer Hund gerne oder läuft ab und an durch Staub oder Spinnenweben kann man auch das Putzen entsprechend belohnen.

Eine weitere Möglichkeit bildet der Targetstick, aber hierfür sollte der Hund im Trickdogging wirklich schon gut und weit trainiert sein.

Abgesang: unsere „Schäm Dich!“ – Anekdote

Wie bereits erwähnt, war das Schämen ja das Erste, was ich mit Askan übte und folglich auch das erste Kommando, welches er zuverlässig ausführen konnte. Meine Eltern wussten das damals nicht – sollte ja auch eine zauberschöne Überraschung zur nächsten Familienfeier werden. Was mein Vater zudem auch nicht wusste war, dass Klein-Askan pullerte sobald man ihn hochhob…

Im Scherz sagte Papabär also zu Askan, er solle meinen Freund doch einmal anpieschern und nahm ihn im selben Atemzug hoch. Na ja was soll man sagen? Geliefert wie bestellt…  Askan pullerte vorbildlichst. Fand mein mittlerweile Exfreund damals weit weniger lustig als wir, sodass mein Vater das Jungehundetier wieder absetzte und im Brustton der Überzeugung schimpfte, er solle sich doch bei diesen Manieren jetzt wirklich mal schämen. Abermals geliefert wie bestellt: mein Puschelpfötchen schämte sich mit an Traurigkeit nicht zu überbietendem Hundeblick. Tja vielleicht ein bisschen Situationskomik aber wir habe Tränen gelacht.

In der Folge schämte sich mein Bub im Übrigen auch immer dann, wenn er wieder irgendwelche Deko, Fernbedienungen oder Bücher in Streichholzgröße zerhäckselt hatte.

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Bitte nicht Stehen bleiben!

Das Ganze hier wird ein Appell an alle Hundehalter.

Ihr Kenner, ihr Wisser, ihr perfekten Napfbefüller, ihr Wasserspender, ihr perfekten Frauchen und Herrchen.

Euer Hund mag perfekt sein, macht sein Häufchen immmer fein in den Busch, geht immer einen Schritt hinter euch und schmatzt nicht.

Meiner ist nicht so. Meiner sabbert und zieht auch mal an der Leine. Er pirscht los, wenn er eine Fährte aufnimmt und rennt auch mal vorschnell auf einen anderen Hund zu (Jetzt zum Glück nicht mehr so viel).

Aber wir arbeiten daran und sind auf unsere Erfolgsquote sehr stolz.

Er lässt sich gut abrufen und kommt immer wieder.

Noch dazu ist Adgi ein sehr freundlicher Hund-außer es geht um Stöckchen.

Bitte nicht Zugucken

Während ich auf diesem Blog gern Leser habe, die an meinen Geschichten und Bildern kleben bleiben, steh ich in anderen Situationen nicht so drauf.

Und zwar, wenn mein Hund quietscht und dein Hund entweder cool bleibt oder ausrastet.

Dabei ist es mir ziemlich egal, ob du das spannend findest, Hobbypsychologe bist oder deinen Hund nicht unter Kontrolle hast.

Ich bin nicht für dich und deinen Hund verantwortlich und ich bin es satt, dass ich die Situation klären muss, dass ich deinen Hund einschätzen muss und binnen Sekunden eine Lösung finden soll. Für dich und mich!

Geh einfach. Dreh um. Geh an mir vorbei. Geh in eine andere Richtung. Ruf mir was zu, was für dich angenehm ist aber bleib nicht einfach stehen!

 

 

 

Footstall-kleiner Hund ganz groß, Alinga stellt vor

Zuerst bringt man den Hund bei, auf Kommando auf einen Hocker (wie die Badzimmerhocker für Kinder, am besten einen, der innen hohl) zu gehen.

Die baut man soweit aus, dass der Hund das auch auf einige Meter Entfernung und ohne Handzeichen zuverlässig ausführt.

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Dann beginnt man, den Hocker auf seine Beine zu stellen (man sitzt mit gestreckten Beinen auf dem Boden und hat den Hocker auf den Oberschenkeln, festhalten nicht vergessen!) und dem Hund das  Kommando zu geben. So lernt der Hund auf dem erhöten Hocker zu gehen und gleichzeitig gewöhnt er sich daran, dass es etwas wackelig sein kann.

Funktioniert der Schritt gut, winkelt man die Knie leicht an und legt den Hocker auf die Knie- das erweitert man, bis man die Knie komplett angewickelt hat.

 

Klappt das zuverlässig, kann man zum nächsten Schritt übergehen:

Man legt sich auf den Rücken und winkelt die ein komplett an, sodass sie auf dem Bauchen liegen.

(Fötusstellung auf dem Rücken liegend)

Die Füße hält man gearde, sodass sie eine waagerechte Fläche bilden, auf diese stellt man den Hocker. (und hält ihn fest)

 

Springt der Hund zuverlässig in dieser Position auf den Hocker, so lässt man ihn weg und versucht, dass der Hund auf die Füße springt.

(Springt der Hund nicht sofort wie auf den Hocker, so belohnt man jeden Versuch in Richtung Füße springen und übt zwischendurch noch immer mit Hocker)

Erst wenn das zuverlässig funktioniert, streckt man die Beine nach und nach immer mehr, bis man sie fast durchgestreckt hat.

Der Trick lässt sich erweitern, indem man dem auf den Füßen stehenden Hund weitere Kommandos abverlangt.

(Sitz, Steht, Teddy/männchen/Hase, Fang, etc.)

Lieben Dank euch Beiden!

Ein wirklich toller Trick, den wir auch gern können würden…

Schaut mal vorbei bei den Beiden, sie haben noch viel mehr auf dem Kasten:

Facebook: Aussiedoodle Alinga

Youtube: Lealinga

 

Rückwärts einparken-erklärt vom Indianermädchen und Ihrem Frauchen

Wir wurden gefragt, ob wir nicht einen Trick aus unserer Sammlung vorstellen und erklären wollen.

Wir wollen. Sehr gerne sogar! Und auf besonderen Wunsch ist es das „rückwärts Einparken“ geworden.

Ich muss zugeben, ich habe ein bisschen überlegen müssen, wie wir das denn aufgebaut haben, da Emmely den Trick schon recht lange kann. Und weil ich auch ein bisschen im Internet gestöbert habe, stelle ich euch gleich zwei Varianten vor, wie man den Trick erlernen kann.

Variante 1

Ihr braucht eure gewohnte Form von Belohnung, am besten Spielzeug oder Kekse und wer mag und damit eh häufig arbeitet – einen Klicker. Wenn ihr im Training einen Hand- oder Stab-Target verwendet, dann könnt ihr ihn hier gut einsetzen.

 

  1. Nun setzt ihr euren Hund vor euch – so dass er euch anschaut
  2. Stellt eure Füße weit auseinander, damit euer Hund dazwischen passt
  3. Führt ihn mit einem Keks/ Spielzeug in der Hand (alternativ mit dem Target) ein Stück vor und mit einer Drehbewegung so, dass er nun mit dem Rücken zu euch steht.
  4. Und nun führt ihr eure Hand so, dass der Hund rückwärts zwischen eure Beine läuft
  5. Jetzt schnell belohnen!
  6. Wieder in die Ausgangsposition
  7. und wiederholen. Anfangs langsam und später immer etwas schneller
  8. Irgendwann haben eure Hunde die Bewegung verinnerlicht und machen sie aus der Erwartungshaltung von ganz allein.
  9. Und dann klappt es auch bald mit der Distanz *zwinker*

Variante 2

  • Ihr braucht wieder Futter oder eine andere Form der Belohnung
  1. In der Ausgangsposition steht der Hund zwischen euren Beinen (seine Schulterblätter etwa auf eurer Höhe der Knie)
  2. Nun wartet ihr bis der Hund eine kleine Rückwärtsbewegung von sich aus anbietet – auch nur die Klitzekleinste solltet ihr direkt belohnen. Ihr könnt euch auch vor eine Wand stellen, damit euer Hund nicht nach vorne geht)
  3. Wiederholen bis euer Hund sich vollständig rückwärts „raus“ bewegt
  4. Dann verändert ihr die Ausgangsposition schrittweise, bis ihr schließlich hinter dem Hund stehen könnt und er rückwärts durch eure Beine läuft
  5. Anschließend könnt ihr euch immer mehr seitlich zum Hund hinstellen und ihn dann durch eure Beine laufen lassen – bis ihr dem Hund als Ausgangsposition gegenüber steht
  6. Nun könnt ihr die Distanz variiren.

    Liebe Lizzy,

    liebe Emmely,

    ihr zeigt schnell und einfach, dass Frauen sehr wohl Einparken können.

    Toll, dass ihr euer Wissen mit uns teilt!

    Ihr habt euch in das Indianermädchen verliebt und wollt mehr lesen?

    Klickt unbedingt hier:

     Ich will mehr.

 

 

Teppich ausrollen-Abby zeigts euch

Hallo ihr Lieben,

ich bin die Abby. Einige von euch kennen mich vielleicht von www.hundekind-abby.de und die liebe Anika und Agdi haben uns gefragt, ob wir einen Trick für euch erklären könnten.

Natürlich können wir das. Immerhin gibt es bei uns auf dem Blog immer mal Trickwettbewerbe und einen Trick davon möchten wir euch an der Stelle kurz vorstellen. Er ist auch wirklich nicht schwer!

Das Teppichausrollen

Alles was ihr dazu braucht ist ein Teppich oder alternativ auch ein Handtuch.

Diesen müsst ihr zusammenrollen und der Hund soll dann mit seiner Nase die Rolle aufrollen.

Klingt also eigentlich ganz einfach, oder?

Auch der Aufbau ist recht einfach: Der Teppich liegt nun mit einem kleinen Stück auf dem Boden, der Rest ist eingerollt. In die Nische, also den Übergang von Teppich in Teppichschnecke legt ihr ein Leckerlie und euer Hund darf sich dieses nehmen. Dabei wird er automatisch mit der Nase den Schneckenteil anstubsen und ein wenig aufrollern.

Dann legt ihr wieder ein Leckerlie in die Nische und der Hund darf wieder das Leckerlie fressen.

Das wiederholt ihr ein paar Mal, bis der Hund verstanden hat, was er tun soll. Dann führt ihr vor dem Futtern das Kommandowort ein. Bei uns war das „Rollern“.

Also kurz vor dem Futtern „rollern“ sagen, dann darf der Hund das Leckerlie haben.

Das wiederholt ihr ebenfalls ein paar Mal.

Eigentlich dauert es nicht lange und der Hund kann das Kommando mit der Tat verknüpfen. Dann versucht ihr langsam das Leckerlie auszubauen.

Wir haben das gemacht in dem ich erst das Kommando gehört habe, den Teppich angestubst habe und dann gab es einen „Klick“ und einen Leckerlie.

Und dann dauert es nicht lange und auch euer Hund kann auf Kommando den Teppich genauso toll aufrollern wie ich:

Und nur mal so nebenbei: Damit seid ihr ein super Umzugshelfer!

Eure Abby

 

Eine Leine spaltet Besitzer

Immer wieder liest man Artikel über Flexileinen.

Die einen lieben sie und die anderen wiederrum hassen sie.

Ich denke, dass keine andere Leine gibt, die so umstritten ist.

Da wir selber eine haben, habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht.

Warum wir eine im Schrank haben

Wir nutzen unsere Leine mehr als Schleppleine, in Gebieten, in den eine Leine, die über den Boden gezogen wird unpraktisch ist.

Wenn wir zum Beispiel im Urlaub über den Deich schlendern, auf dem auch Schafe sind.

Am Rande erwähnt haben wir keine direkte Schleppleine, nach dem ich mir daran die Hände verbrannt habe, haben wir eine gummierte Pferdelonge gekauft. Was auch deutlich besser zu händeln ist.

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Ich nehme die Rollleine auch gern, wenn das Date mit meinem Bett mal wieder länger dauerte, als geplant und ich da gehe, wo ich Adgi nicht ableinen kann.

Er kann sich leichter erleichtern, wenn ich nicht zwei Meter neben ihm stehe-irgendwie verständlich, oder?

Man muss halt die Leine verstehen und beherrschen.

Man muss wissen, wie man sie einrollt und wir man am schnellsten die Leine einfährt, ohne dem Hund ein Schädel-Hirn-Trauma zu zufügen. Denn dann werden die Leinen gefährlich.

Was dagegen spricht

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Dazu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, die mich zu diesem Artikel gebracht hat:

Wir waren im Dunklen Spazieren, Adgi war ohne Leine. Hinten uns hörten wir es keuchen und quietschen. Als wir uns umdrehten kämpfte ein Mann mit einem Schäferhund, der noch als Junghund zu erkennen war. Die Leine ächzte unter der Kraft der Hundes, der völlig in der Leine stand.

Wir haben Adgi auch an die Leine genommen-wir wollten den anderen nicht überfordern.

Er beschloss dann im Dunkeln an uns vorbei zu gehen. Der Junghund war völlig außer sich, konnte die Situation nicht einschätzen. Er lief zwischen uns und seinem Besitzer, was man so laufen nennen kann. Eigentlich hing er schräg in der Leine, hätte der Besitzer los gelassen, wäre er auf die Schnute gefallen.

Ca. 10m vor uns kamen sie wieder auf den Weg zurück, der Racker drehte sich immer wieder um. Beide gingen schnellen Schrittes vor uns weg.

Dort trafen sie auf eine Gruppe Hundebesitzer, dessen Vierbeiner spielten. Auch sie hielten sie fest und wieder das gleiche Spiel mit der Flexi, mühevolles ranzurren des Hundes und keinerlei Kontrolle.

Ich habe mich gefragt, wieso der Besitzer sich entschloss, heute die Flexi zu nehmen und dann durfte ich sehen warum: Er hat die Leine nicht, damit der Hund sich freier bewegen kann, nein, mit dem Griff kann man super zu schlagen.

Mir ist das Herz in die Hose gerutscht, leider hätte ich die beiden nie einbekommen.

Flexileinen sollten nur eingesetzt werden, wenn der Hund grundlegend leinenführig ist, sie sollte der Enstpannung dienen.

Und auf keinen Fall sollte damit geschlagen werden. Überhaupt sollte mit nichts geschlagen werden.

Wenn ich Adgi an der Flexi habe und er geht im Fuss, dann muss ich den Griff zur Seite drehen, sonst stößt das Gehäuse auf seinen Rücken- allein diese leichte Berührung hat ihm eine ganze Zeit Sorgen bereitet. Wie ist es dann mit einem Schlag?

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Gegen die Flexi spricht die mangelnde Kontrolle, man kann nicht einfach nachgreifen und der Hund wird immer nur ruckartig Stück für Stück eingezogen.

Ich habe Adgi beigebracht, dass sobald ich den Stopper drücke, er zu mir angelaufen kommt, ohne, dass er einen Ruck bekommt.

Meiner Meinung nach sind Flexileinen nicht für Junghunde geeignet, die noch rebelieren.

Training ist an deinen Leinen einfach nicht möglich.

Ein weiterer Nachteil ist, dass ich der Leine nicht zutraue Adgi zu halten, wenn er komplett durchdreht. Und er hat aktuell gerade mal 30kg auf den Rippen.

Weiterhin bekommen viele Hunde, auch Adgi, Panik, wenn die Leine runterfällt. Er läuft vor dem Gehäuse weg und lässt sich nur schwer beruhigen. Wie das runterfallen kann? Schon mal die Pupu gesammelt und das Gehäuse zwischen die Beine geklemmt? Ein Ruck und zack möchte er sich tod laufen.

Jeder Hund braucht Leinentraining, nur Entspannung an der Flexi ist keine Lösung für die Ursache, es mildert nur ein aktuelles Symptom.

Flexileinen gehören aufgrund der Ruckartigkeit des Zurückziehens nicht an ein Halsband, sondern an ein Geschirr.  Denn auch das Rausziehen der Leine ist mit Kraft verbunden.

Am Ende

Am Ende muss jder für sich entscheiden, ob er eine Flexi nutzen möchte und für was.

Michael zum Beispiel hasst die Leine und er nutzt sie nicht. Konsequent. Und das ist auch gut so, wenn man sie hasst, lässt man sich nicht darauf ein und dann kommt es dazu, dass man sie nicht unter Kontrolle hat. Wenn wir die Flexi also nehmen, bleibt Adgi bei mir.

Diese Entscheidung sollte jeder treffen. Bin ich bereit, mich damit auseinander zu setzen und selber zu üben oder will ich einfach nur nicht an das eigentliche Problem?

Jeder sollte sich mal anschauen, wie viel Kraftaufwand es braucht, die Leine abzuwickeln? Kann ich einem Dackel die große Leine zu trauen, nur weil er dann 8 statt 6 Meter vor mir läuft und ich nur nicht die Geduld habe, die für kleine Hunde zu bestellen? Muss es die pinke mit dem dünnen Band für einen 40kg Leinenrüpel sein, nur weil sie pink ist?

Ja klar nervt es, mitten in einer Wohnsiedlung mit dem Hund zu trainieren und alle 5 Schritte zu stoppen, mit der Flexi voll ausgezogen bin ich meist schneller am Ziel, gewonnen habe ich doch nichts.

Übrigens kann man für die Felxileine unter anderem so ein cooles Licht kaufen, das per Klett an die Leine gemacht wird. Wenn ihr ein Geschirr habt, das an der Seite Klett hat, eignen die sich perfekt. Die leuchten nämlich nach hinten rot und nach vorne normal. Ihr seht also immer, in welche Richtung der Hund läuft und auch im Verkehr seid ihr einfacher zu erkennen.

Versicherung-ja oder nein?

Zu den vielen Fragen, die wir uns stellten, als Adgi plötzlich bei uns wohnte, gehörte auch:

Versicherung-ja oder nein? Und wenn ja, welche ist die Richtige?

Aus gegebenem Anlass möchte ich euch heute ein paar Antworten geben.

Wir brauchten eine Weile, bis wir uns entschieden haben, zu lange.

Kurz nach dem Tag, an dem eine Versicherung gewirkt hätte, wir aber noch am Überlegen waren, schnitt Adgi sich die Pfote auf. Und wir haben die Kosten allein getragen.

Das stand zur Auswahl

Wir schwankten zwischen folgenden Möglichkeiten:

  • Komplettschutz (wie eine Krankenversicherung bei uns Menschen)
  • eine reine OP-Versicherung
  • eine OP-Versichung inkl. Vor- und Nachsorge

Ohne eigene Hundeerfahrungen war uns nicht geläufig, was bei einem Hund an Kosten kommt.

Wir fragten ein paar Hundebesitzer aus, um uns ein Urteil zu bilden und kamen zu folgendem Ergebnis:

Ein Hund, der an keinerlei spezieller Erkrankung wir HD oder Diabetes leidet, geht nur zum Arzt für die Vorsorgeuntersuchung und die jährlichen Impfungen, sowie in Notfällen. Flohmittel und Zecken etc stehen dabei nicht im Verhältnis und außer Frage.

Bei den ersten Untersuchungen kamen bei Adgi keinerlei Erkrankungen zum Vorschein, kerngesunder Kerl eben.

1 raus, 2 bleiben

Damit war die Komplettversicherung raus.

Bei den anderen beiden war folgendes das Zünglein an der Waage:

Die OP an sich ist das eine, aber dazu gehören immer Medikamte, Narkose, Röntgenbilder, Verbandswechsel etc. Kleinvieh macht auch Mist. Und nach der Pfotenverletzung war genau das,  was an den Geldbeutel ging.

Unsere Entscheidung getroffen, aber wie?

Für uns kamen zwei Anbieter in Frage: Uelzener und Agila

Wir haben hier auf folgendes geachtet:

  • Preis/Leistung (über eine reine Pro- und Kontraliste)
  • Deckungssumme
  • Testberichte
  • Bearbeitungsweise

Kleiner Tipp am Rande: achtet immer darauf, wie die Altersbeschränkungen und Vorgeschichtenbewertung ist!

In der Regel wird die Versicherung teurer, je älter das Tier ist oder, welche Befunde bereits vorliegen.

Solltet ihr also noch planende Zukunftshundehalter sein, dann versichert von Anfang an und wartet nicht ab, wie es so wird oder schiebt es nach hinten. Wichtig ist auch, dass je älter das Tier ist, der Prozentsatz der Erstattung sinkt, lest immer das Kleingedruckte.

Die  Uelzener zum Beispiel übernimmt bei Abschluss der Versicherung nach dem fünften Lebensjahr nur noch 80% statt 100%.

Achtet auch auf die Laufzeiten. Endet die Versichung mit einem bestimmten Alter oder erst nach dem Gehen über die Regenbogenbrücke?

Bei unkastrierten Hunden, mit dem Vorsatz der Kastration/Sterilisation könnt ihr auch schauen, ob das in der Versichung anteilig aufgenommen ist und bis zu welchen Alter.

Welche Erkrankungen sind ausgeschlossen? Zum Beispiel werden Erbkrankheiten wie HD oder angeborene Erkrankungen wie Gaumenspalten oft ausgesschlossen.

Hat die Versicherung eine Auflistung der Tierärzte oder habt ihr freie Tierarztwahl? Dabei könnt ihr auch mit eurem Arzt des Vertrauens reden.

Wie läuft die Abrechnung? Vorkasse oder kann der Arzt direkt mit der Krankenkasse abrechnen?

Wir mussten bei der letzten Untersuchung knapp 400,00 Euro auf den Tisch legen, ich habe das Geld nicht in jeder Lebenslage zur Verfügung und kann sie einfach mal beim Tierarzt lassen. Da macht sich eine Direktabrechnung in vielen Fällen einfacher und ohne die Sorge um das Geld, könnt ihr euch ausnahmslos um den Hund kümmern.

Gibt es Ausnahmen bei den Medikamenten? Ihr kennt das von der eigenen Krankenkasse. Manches ist Zuzahlungspflichtig und anderes nicht. Das geht sogar bis zu den Verbänden, die Krankenhäuser verwenden…

Ausnahme der Hunderasse? Leider sind Listen, auf den steht, welcher Hund ein Monster ist und welcher nicht immer noch aktuell und teilweise kosten diese Hunde mit (als wäre die höhere Steuer nicht genug)

Kombiversicherung. Manchmal könnt ihr die Haftpflichtversicherung  mit der Krankenversicherung kombinieren und so sparen.

Erfahrungsbericht

Wir haben uns am Ende für die AGILA OP-Kostenschutz Exklusiv entschieden.

Warum? Weil die unbegrenzt die Kosten übernehmen und 50% des Rücktransportes aus dem Ausland tragen und, weil unser Tierarzt diese empfohlen hat. Denn die Bearbeitung ist schnell und unkompliziert.

Unsere Eckdaten:

  • Mischling Dobermann/Golden Retriever, groß
  • Alter Hundes: 23.08.2013
  • Alter des Eintritts: 8 Monate
  • aktuelle monatliche Kosten:20,90 Euro                                                                                             
  • (steigt in nächster Alterklasse ab 3 Jahren auf 21,90 Euro, letzter Anstieg nach dem 5ten Geburtstag auf 27,90 Euro)

Bisher hatten wir keinen Versicherungsfall. Bis letzte Woche.

Ich hatte ja in dem Artikel „Zeit zwischen Angst und Hoffnung“ schon ein bisschen geschrieben.

Wir haben nun die Arztrechnung eingereicht, obwohl es eine OP-Schutz ist, haben wir auch die Laborrechnung mit eingereicht.

Die Einreichung geht schnell und einfach über die AGILA Homepage.

Ihr müsst lediglich die Grunddaten der Versicherung eingeben, die Einzelauftsellung abtippen und die Rechnung als Scan einreichen.

Es wird versprochen, dass die Bearbeitung innerhalb von 8 Stunden vorgenommen wird. Das kann ich nicht beurteilen, da ich den Antrag am Samstagabend gestellt habe.

Vor lauter Schreck habe ich vergessen, den Tierarzt direkt darauf anzusprechen.

Am Montag kam um 13:54 Uhr, dass die Rechnung angekommen ist und bearbeitet wird.

Um 14:20 Uhr kam dann schon die Benachrichtigung: Sie übernehmen die Kosten restlos.

Das bedeutet, dass nicht nur die Biopsie, was als OP zählt übernommen wird, sondern auch Labor (was der größte Posten ist), Narkose, Medikemante und sogar Röntgen.

Ihr seht also, dass eine Versicherung durchaus Sinn macht. Denn ein Betrag von 20,00 Euro im Monat ist in der Regel leichter zu verkraften, als 400,00 Euro auf Schlag oder sogar mehr. Denn, wenn gleich was festgestellt worden wäre, wäre die Rechnung viel, viel höher.

Man kann zwar auch so monatlich den Betrag X bei Seite legen, aber, wenn ich Adgi zum Beispiel man abgebe, weil wir im Urlaub sind oder oder oder und gebe einfach die Versicherungsunterlagen mit und kann sagen, dass es keine Grenze gibt, wenn was passieren sollte.

Es ist für mich mein Fallschirm in der Not.

 

November: Euer/Unser tollstes Kunststück!

Diesen Monat durften wir in unsere Trickkiste greifen und ich bin dankbar für dieses Thema.

So konnten wir nämlich mal alle Kunststücke auflisten und feststellen:

Adgi kann mehr als wir dachten!

Naja und Scar kann „Erdmännchen“, was er macht seid ich ihn habe…

Und wie wir so durch Adgis Liste gingen haben wir festgestellt, dass er doch einiges auf dem Kasten hat, warum ärgern wir uns also nur, dass er nicht brav am Fuß geht.

Aber lange Rede, kurzer Sinn: Schaut euch unsere Monatspfotos an.

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Wir haben uns am Ende für Impulskontrolle entschieden, denn darauf sind wir wirklich stolz.

Nicht mal ein Sabberfaden hat er rausgucken lassen.

Dafür hat er aber ganz fleißig gekaut und mich wehleidig angeschaut.

Am Ende durfte er natürlich naschen.

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Scar seht ihr bei „Erdmännchen“.

Früher hat er das immer beim Tierarzt gemacht und sich ganz fest an mich gedrückt. Der Arzt meinte dann irgendwann, dass er dabei aussehen würde wie ein Erdmännchen und so wurde das sein Trick.

Aportieren war leider schwer fototalisch darstellbar, das kann er auch sehr gut Oder sich seine Spielsachen aus der dritten Reihe des Regals ziehen, oder morgens um 5 Uhr im Gesicht fuchteln, weil er sich abends unterm Bett versteckt hat.

 

Das andere Ende der Leine

„Sie kommen mit dem nicht klar!“

„Über kurz oder lang braucht der einen Maulkorb!“

 „Der ist aggressiv!“

Aller Anfang ist schwer

Zu meinem Stresspunktmassagekurs für Hunde hatte ich meinen Spatzi mit.

Ein Tag in der Wellness-Oase es für ihn werden.

Ich war wahnsinnig aufgeregt. Ich wusste, dass andere Hunde da sein werden und ich wusste, wie er sich verhält. Total voreingenommen betrat ich den Raum. Ich zitterte am ganzen Leib. Und Adgi tat, was ich erwartet habe: bellen, ziehen, knurren, Kamm aufstellen. Ich war enttäuscht.

Während er abging wie ein Zäpfchen, gab ich innerlich auf. Immerhin hatte ich die Aussage aus der Hundeschule im Nacken „Der Hund ist aggressiv! Über kurz oder lang braucht er einen Maulkorb!“ Autsch, das hat gesessen!

Ich habe immer wieder „Nein“ gesagt, an der Leine gezogen und, Überraschung, alles falsch gemacht.

Ich wurde eines besseren belehrt: ein lautes „Nein“ und Raum annehmen. Ich habe das ziemlich eine Stunde gemacht. Meine Unterstützung war eine  große Plastetüte (und ja, wir sagen hier Plastetüte und nicht Plastiktüte =))

Nach 2 Stunden lag er zusammen mit den anderen Hunden auf dem Teppich und war tiefen entspannt am Schlafen. Seine Wellnessbehandlung konnte folgen und das hat Spaß gemacht!

Am zweiten Tag kam ein zweiter Hund in die Runde. Ein Hund, der selber ein kleiner Platzhirsch war und ein Frauchen, dass, wie ich, ihren Hund falsch eingeschätzt hat. Das Spiel ging von vorne los. Ein Stunde „Nein“ sagen und Platz einnehmen, Mein Adgi tat mir schon ein bisschen leid, diese Strenge und vorallem dieses Selbstbewusstsein kannte er von mir nicht. Wir haben die Situation gemeistert. Gemeinsam und mehr ändern musste ich und zwar an mir.

An dem Nachmittag habe ich geheult wie ein Schlosshund. Ich war am Ende. Michi musste mich abholen kommen.

Das war eine Erfahrung und eine Lehre, die mit zugesetzt hat-positiv.

Übung macht den Meister

 

Das ist jetzt eine ganze Weile her. Es geht mir besser. Es geht uns besser.

Letzten Freitag hatte ich Blutegeltherapie.

Adgi hatte ich zuerst nicht mit. Michi hat ihn aber am Nachmittag gebracht. Auch hier war ein anderer Hund im Raum. Aber ich kenne meinen Hund mittlerweile. Ich hab vor der Tür tief durchgeatmet, gelächelt und die Tür geöffnet.

Rein in den Raum, ohne Leine und der andere Hund legte los-es klang wie der Hund von Baskerville. Ich muss ja ehrlich sein und sagen, mir wurde ein bisschen anders. Aber: es liegt an mir, die Situation zu ändern.

Also Adgi an die Leine, klares Signal, Platzeinnahme und dann kam die Belohnung: Er schaute mich an, leckte sich ums Maul und setzte sich. Zack, meiner war ruhig. Der andere sang weiter, nicht bösartig, einfach warnend. Adgi ist sehr, sagen wir mal spritzig und der andere Hunde war älter, er hat einfach seine Unlust bekundet.

Der Clown machte alle Anstalten, die Hündin zu motivieren-von Bellen in den höchsten Tönen zu Schnute lecken, Schütteln, Schnüffeln und seine Seite zeigen-die ungeschützte Seite. Alles wichtige Zeichen, die man verstehen sollte und dazwischen kam mein persönliches Lob: Rückversicherung bei mir.

Diesmal waren wir, das „bessere“ Team und auch diesmal weinte ich: vor Glück.

Wir haben es geschafft, ich habe es geschafft.

Ich musste ein Leittier werden oder besser gesagt, eine Person im Rudel, an der Adgi sich entlang hangeln kann und das hatte ich geschafft.

Dieses Gefühl gönne ich jedem Hundebesitzer.

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