Diagnose: dicke Backe

Ich hatte ja schon ein bisschen auf Facebook geschrieben, was mit Adgi los ist.

Bevor ich euch hier die ganze Geschichte schreibe, wollte ich sicher gehen, dass ich mich richtig entschieden habe. Also fange ich mal von ganz vorne an:

Adgi hat beim Gähnen nicht mehr einfach nur Laute gemacht, sondern schmerzhaft gequiekt.

Anfangs habe ich es nicht weiter beachtet. Es wurde gerade kalt draußen und oft bekommt er Zug an den Zähnen. Kennt ihr das? Einmal im Winter bei Frost falsch eingeatmet und euch tun die Zähne weh?

Genau das hat Adgi letzten Winter schon oft mal gehabt.

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An Tag 2 hat er dann den Kopf an die Seite gedreht, also nach links.

An Tag 3 wurde sein Auge dick. Dann wurde Wochenende und Tierklinik kam nicht in Frage. Er hat weiter gefressen, getrunken und auch draußen gedallert und sich nichts anmerken lassen. Also haben wir Salbei abgekocht und ins Trinken gemischt. Ein desinfizierender Tee hat noch keinem geschadet.

Das hat auch echt Wirkung gezeigt. Am Sonntag wurde das Jaulen besser beim Naschen und auch die Schwellung ging schnell zurück. Trotzdem zum Tierarzt wollte ich ihn trotzdem bringen.

Der gefühlte Gang zum Schafott

Michael war mit ihm da und Adgi verhielt sich von Anfang an komisch.

Er war verängstigt und hat dem Arzt auf den Boden gepullert.

Das hat er noch nie gemacht. Er freut sich auf den Arzt. Tippelt rein und lässt sich füttern. Nur an diesem Tag nicht. Ich weiß nicht warum.

Der Arzt konnte ihm nicht ins Maul schauen und hatte auch keinen Verdacht. Aber er wollte ihn Dienstag wieder sehen und Adgi sollte in Narkose gelegt werden, damit man mal reinschauen kann.

Die Nachricht erschien auf meinem Handy und mir war bewusst, nein das ist zu viel.

Kennt ihr das? Wenn ihr ganz sicher wisst, dass die vorgeschlagene Behandlung falsch ist?

Bauchgefühl

Nach langem hin und her und einem tollen Gesprüch mit der lieben Svea war ich  mir sicher, dass der Dicke nicht ohne Befund oder Verdacht in Narkose geht.

Er stank nicht aus dem Maul und auch so war er bis auf das Qiecken nicht auffällig.

Die Schmerztabletten gab es erstmal weiter und der Termin wurde abgesagt.

Siehe da, seid gestern kann der Moppel Jagdwurst hochkannt fressen, Gähnen ohne, dass man es durch die Wohnung hört und er sich unbeobachtet fühlt und toben.

Was ich damit sagen möchte

Was ich damit sagen möchte ist, passt bei jeder Entscheidung auf, dass es in eurem Sinn ist. Sobald ihr euch unwohl fühlt, dann sagt es. Stellt Fragen und vorallem aber hinterfragt! Es gibt nicht immer nur den einen richtigen Weg. Ihr müsst zufrieden sein und hört auf euren Bauch. Er hat in 85% der Fälle recht.

Bei mir war es, als wenn Adgi mich anschreit, dass er das nicht will.

Jeder guter Tierarzt beantwortet euch alle eure Fragen, nimmt sich Zeit und erklärt euch alles. Besteht darauf!

Und, wenn ihr doch nicht auf euren Bauch hören wollt und euch aber sicher seid, dass es nicht richtig, dann holt euch eine zweite Meinung ein. Von einem anderen Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker.

Der erste Weg muss nicht immer der richtige und einzige Weg sein.

Dezember: In der Weihnachtsbäckerei…!

UHHHH Anja und Lucy können Gedanken lesen.

Ein tolles Thema, zumal unser Backplan noch bis zum Rande voll ist!

Heute war es endlich so weit und wir konnten unser Monatspfoto knipsen.

Adgi erzählt euch aber mehr dazu, immerhin war es seine Idee.

Thema: Katzenplätzchen

Ich habe eine Katze.

Naja Frauchen und Herrchen haben eine.

Ich kann die Katze nicht sonderlich leiden: Sie schläft auf meinem Teppich, nascht aus meinem Napf und kuschelt mit den Menschens.

Da jetzt Plätzchenzeit ist, habe ich mir einen besonders tolles Rezept ausgesucht und möchte es auch mit euch zum Nachbacken teilen.

Schritt 1 *Monatspfoto Scar*

  1. Sucht eine Backform, in die die Katze reinpasst.
  2. Bestäubt die Katze gut mit Mehl-in meinem Fall habe ich Vollkornmehl gewählt
  3. Packt die Katze in die Form

 

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Schritt 2

In den Ofen damit!

*Ich erspare euch die Bilder*

Schritt 3 *Monatspfoto Adgi*

  1. Wie ihr auf dem Bild seht, verliert die Katze ihr Fell beim Backen
  2. Dann schmeißt ihr alle Leckerein in den Massen zusammen, wie ihr es am liebsten mögt
  3. Danach in die Herzenform und ab noch mal in den Ofen

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November: Euer/Unser tollstes Kunststück!

Diesen Monat durften wir in unsere Trickkiste greifen und ich bin dankbar für dieses Thema.

So konnten wir nämlich mal alle Kunststücke auflisten und feststellen:

Adgi kann mehr als wir dachten!

Naja und Scar kann „Erdmännchen“, was er macht seid ich ihn habe…

Und wie wir so durch Adgis Liste gingen haben wir festgestellt, dass er doch einiges auf dem Kasten hat, warum ärgern wir uns also nur, dass er nicht brav am Fuß geht.

Aber lange Rede, kurzer Sinn: Schaut euch unsere Monatspfotos an.

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Wir haben uns am Ende für Impulskontrolle entschieden, denn darauf sind wir wirklich stolz.

Nicht mal ein Sabberfaden hat er rausgucken lassen.

Dafür hat er aber ganz fleißig gekaut und mich wehleidig angeschaut.

Am Ende durfte er natürlich naschen.

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Scar seht ihr bei „Erdmännchen“.

Früher hat er das immer beim Tierarzt gemacht und sich ganz fest an mich gedrückt. Der Arzt meinte dann irgendwann, dass er dabei aussehen würde wie ein Erdmännchen und so wurde das sein Trick.

Aportieren war leider schwer fototalisch darstellbar, das kann er auch sehr gut Oder sich seine Spielsachen aus der dritten Reihe des Regals ziehen, oder morgens um 5 Uhr im Gesicht fuchteln, weil er sich abends unterm Bett versteckt hat.

 

Oktober-HALLOWEEN! Hexen, Zombies, Kürbisgeister!

Wir steigen im Oktober in eine monatliche Aktion ein, die uns gefällt.

Und mit uns meine ich uns Zweibeiner und die Vierbeiner.

Michael als Fotograf und Bastler und ich als Tierdompteurin.

Naja und die Qualitäten der Supermodels kennt ihr ja mittlerweile schon ein bisschen

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Die Suche nach dem Motiv

Wir haben uns das erste Mal nun den Kopf zerbrochen.

Um die Ecke haben wir einen alten, stillgelegten Friedhof-sicher eine coole Location aber

      a) bekommt mich da im Dunkel keiner hin

b) wollte ich Scar dabei haben und seine Leinenführigkeit lässt zu wünschen übrig

Es musste uns also was in der Wohnung einfallen. Hier im Norden haben wir es nicht so mit Fasching und Halloween. Dementsprechend haben wir keine Kostüme oder Accessoires im Haus.

Außerdem darf ich für die Tiere nichts kaufen-sagt der Herr des Hauses zumindest.

 Da Scar den Hund ohnehin immer ärgert ist Trick or Treat perfekt für uns.

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Das andere Ende der Leine

„Sie kommen mit dem nicht klar!“

„Über kurz oder lang braucht der einen Maulkorb!“

 „Der ist aggressiv!“

Aller Anfang ist schwer

Zu meinem Stresspunktmassagekurs für Hunde hatte ich meinen Spatzi mit.

Ein Tag in der Wellness-Oase es für ihn werden.

Ich war wahnsinnig aufgeregt. Ich wusste, dass andere Hunde da sein werden und ich wusste, wie er sich verhält. Total voreingenommen betrat ich den Raum. Ich zitterte am ganzen Leib. Und Adgi tat, was ich erwartet habe: bellen, ziehen, knurren, Kamm aufstellen. Ich war enttäuscht.

Während er abging wie ein Zäpfchen, gab ich innerlich auf. Immerhin hatte ich die Aussage aus der Hundeschule im Nacken „Der Hund ist aggressiv! Über kurz oder lang braucht er einen Maulkorb!“ Autsch, das hat gesessen!

Ich habe immer wieder „Nein“ gesagt, an der Leine gezogen und, Überraschung, alles falsch gemacht.

Ich wurde eines besseren belehrt: ein lautes „Nein“ und Raum annehmen. Ich habe das ziemlich eine Stunde gemacht. Meine Unterstützung war eine  große Plastetüte (und ja, wir sagen hier Plastetüte und nicht Plastiktüte =))

Nach 2 Stunden lag er zusammen mit den anderen Hunden auf dem Teppich und war tiefen entspannt am Schlafen. Seine Wellnessbehandlung konnte folgen und das hat Spaß gemacht!

Am zweiten Tag kam ein zweiter Hund in die Runde. Ein Hund, der selber ein kleiner Platzhirsch war und ein Frauchen, dass, wie ich, ihren Hund falsch eingeschätzt hat. Das Spiel ging von vorne los. Ein Stunde „Nein“ sagen und Platz einnehmen, Mein Adgi tat mir schon ein bisschen leid, diese Strenge und vorallem dieses Selbstbewusstsein kannte er von mir nicht. Wir haben die Situation gemeistert. Gemeinsam und mehr ändern musste ich und zwar an mir.

An dem Nachmittag habe ich geheult wie ein Schlosshund. Ich war am Ende. Michi musste mich abholen kommen.

Das war eine Erfahrung und eine Lehre, die mit zugesetzt hat-positiv.

Übung macht den Meister

 

Das ist jetzt eine ganze Weile her. Es geht mir besser. Es geht uns besser.

Letzten Freitag hatte ich Blutegeltherapie.

Adgi hatte ich zuerst nicht mit. Michi hat ihn aber am Nachmittag gebracht. Auch hier war ein anderer Hund im Raum. Aber ich kenne meinen Hund mittlerweile. Ich hab vor der Tür tief durchgeatmet, gelächelt und die Tür geöffnet.

Rein in den Raum, ohne Leine und der andere Hund legte los-es klang wie der Hund von Baskerville. Ich muss ja ehrlich sein und sagen, mir wurde ein bisschen anders. Aber: es liegt an mir, die Situation zu ändern.

Also Adgi an die Leine, klares Signal, Platzeinnahme und dann kam die Belohnung: Er schaute mich an, leckte sich ums Maul und setzte sich. Zack, meiner war ruhig. Der andere sang weiter, nicht bösartig, einfach warnend. Adgi ist sehr, sagen wir mal spritzig und der andere Hunde war älter, er hat einfach seine Unlust bekundet.

Der Clown machte alle Anstalten, die Hündin zu motivieren-von Bellen in den höchsten Tönen zu Schnute lecken, Schütteln, Schnüffeln und seine Seite zeigen-die ungeschützte Seite. Alles wichtige Zeichen, die man verstehen sollte und dazwischen kam mein persönliches Lob: Rückversicherung bei mir.

Diesmal waren wir, das „bessere“ Team und auch diesmal weinte ich: vor Glück.

Wir haben es geschafft, ich habe es geschafft.

Ich musste ein Leittier werden oder besser gesagt, eine Person im Rudel, an der Adgi sich entlang hangeln kann und das hatte ich geschafft.

Dieses Gefühl gönne ich jedem Hundebesitzer.

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Ein Hund im Büro-was sagst du?

 Nicht nur meine Meinung zählt in diesem Beitrag. Ich habe einfach mal ein paar Stimmen gesammelt zu der Frage:

„Ein Hund im Büro-was sagst du?“

 Seid 2014 nimmt Michael Adgi jetzt mit zur Arbeit. 2-3 mal die Woche tritt Adgi seinen Dienst im  Presse- und Informationszentrum in Rostock an. Er darf alle Kollegen begrüßen und sein Plüschtier wartet auf seinem Teppich rechts neben dem Schreibtisch auf ihn.

Der Weg dahin war voll mit einer Checkliste-alle Impfungen, Floh- und Zeckenschutz in Vollendung, ein Gesundheitsschreiben und eine Haftpflicht. Es war zwar leichter als die Musterung, aber trotzdem spannend, ob alles klappt.

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Die kleinen Momente

Die Sonne scheint. Es ist ein ganz normaler Morgen. Ich ziehe mich gerade an.

Adgi steht in der Küche und wartet auf sein Fressen. Er sieht selber noch sehr verschlafen aus.

Ein Mann, der mir bekannt erscheint, dessen Gesicht ich aber nicht erkenne, steht vor der Küche und schiebt die Schiebetür zu. Durch einen Spalt sehe ich, dass der Hund keine Luft mehr bekommt. Ich sage ihm er solle die Tür öffnen, doch er hält sie zu. Ich fang an zu schreien, er solle sofort die Tür aufmachen, weil der Hund stirbt. Aber er rührt sich nicht. Adgi schaut mich flehend an und bricht zusammen. Mein Schreien wird immer lauter. Ich schlage dem Mann auf die Arme und brülle aus Leibeskraft, dass ich ihn hasse. Dann sinke ich weinend auf die Knie. Noch immer schreie ich meinen Hass in die Welt. Der Mann öffnet die Tür und nimmt Adgi auf den Arm, trägt ihn an mir vorbei in die Stube, dreht sich noch einmal um und sagt ernst: „Das hast du nun davon.“ Ich aber schaue nur in die nun toten Augen meines Hundes.

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Scar-König der vier Wände

Ich war gerade ein Jahr von Zuhause ausgezogen, hatte die Liebe meines Lebens endlich an meiner Seite, die viel zu weit weg wohnte, als mir schmerzhaft bewusst wurde: Ein Leben ohne Tier geht nicht. In eine leere Wohnung kommen, niemand, der sich mit einem unterhält — nein, das war und ist nicht meine Art zu leben. Nach vielen Tränen durchstöberte ich das Internet auf Katzenbabies. Am Ende fand Michi dann diese Katze. Braun-Schwarz getigert — ein Streifen sah so aus, als trage das Baby ein schwarzes Kettchen um den Hals. Ich habe mich sofort verliebt. Wir meldeten uns und bekamen die Zusage. Wir kauften alles ein, was wir brauchten, und als wir dann da standen auf dem Parkplatz, hielten wir es dann doch nicht aus und riefen in Husum an, ob wir nicht früher kommen könnten. Tagsdarauf startete unsere Fahrt von Travemünde nach Husum. Wir kamen an und gingen direkt zu den Katzen. Die Mami (eine Katthäuser) schaute uns kurz an und ich nahm unsere kleine Katze auf den Arm — kein Miau, kein Gejammer.

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Unser kleines Einhorn

Adgi, mein Engel auf vier Pfoten, ist ein Dobermann-Golden-Retriever-mix. Während ich das Nachfolgende im Original schreibe, liegt er schnarchend neben mir, glücklich, ausnahmsweise auf dem Sofa zu liegen und den Schutz zwischen uns zu genießen. Völliges Abschalten.

Seine Mama ist ein schoko-brauner Dobermann. Ihr N

ame: Xena. Sie wurde aus dem Tierheim gerettet, deswegen kennen wir weder Ihre Geschichte noch Ihre Vorfahren. Sein Papa ist der wohl größte Golden Retriever, den ich je zu Gesicht bekommen habe.

Beide wohnen im selben

Dorf und hatten einen romantischen Moment der Liebe auf einer grünen Wiese, übersät mit leuchtend gelbem Löwenzahn.

Adgi hat einige Geschwister. Nur ist unser kleine

r Tölpel mit dem Hintern zuerst auf die Welt gekommen, was auch maßgeblich zu seiner Namensfindung beitrug. Arschi war der Vorschlag. Die salonfähige Variante: Adgi. Das Ganze war die Idee der Kinder, mit denen Xena lebt.

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