Die Post war da

Ich gebe zu, der Post gehört eher in die Weihnachtszeit aber irgendwer hat den Weihnachtstagen nur so 10 Stunden statt 24 gegeben.
Auch, wenn es entspannt war, stand Bernd tatsächlich erst am 24.12. abends und die Feiertage standen im Zeichen der Entspannung, denn die Tage zwischen den Jahren habe ich mit Arbeit verbracht. Aber genug der Ausflüchte, heute ist der Post ja da 😉

So häufig wie in dieser Adventszeit habe ich die Nachbarn das ganze Jahr nicht gesehen und ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass ich stolz auf den Postboten bin. Denn nur ein einziges Paket wurde vor die Tür geschmissen.
Rechnet man die bestellten Pakete dazu, ist das ein wahnsinnig guter Schnitt.

Alle waren furchtbar neidisch, dass ich Post fernab von Rechnungen bekommen habe und heute zeig ich dir mal, was sich da so bei uns eingefunden hat.

Übrigens kennt nicht mal Adgi schon alles, weil er vor Weihnachten nicht gucken durfte. Aber das ändert sich von nun an und alles zieht in den Alltag ein. Das ist doch eigentlich das Schönste an Geschenken, oder?

Von Wichteln und Übertreibungen

Natürlich haben wir dieses Jahr wieder beim Wichteln mitgemacht und das sogar doppelt. Die zwei wichteligen Steffis haben sich gekümmert. Und so haben wir über die Pfotografiegruppe vom Pell-Mell Pack und das Dogbloggerwichteln von Cocker, Lifestyle and more mitgemacht.

Unsere Wichtel waren Sandra und Shiva und lustigerweise Stephie mit Enki und Luna.

Darüber hinaus haben uns Nicole und Sabine überrascht.

Bei Nicole war ein Denkspiel dabei, ich weiß noch nicht, wer mehr überfordert sein wird, ich bei der Befüllung oder Adgi bei der Lösung….ich halte euch auf dem Laufenden.

So viele schöne Dinge <3

In den Päckchen waren noch so manch andere Dinge versteckt und vorallem viel mehr Naschi, aber davon wurde schon so gut wie alles verputzt und füllt nun die dicken Bäuche.

Aber es ist alles so schön und das Kissen von Nicole ist so niedlich. Das hat richtige Ohren!!!!!!

Aus der Tasse von Stephie gibts den besten Kakao der Welt und mein Betteln hat endlich ein Ende.

Die Glückstasse von Sabine ist für meinen Teekonsum, weil sie auch im Zusammenhang mit Tee kam.

Von Sandra und Shiva kommt die dicke Eule, die ich Adgi gar nicht geben mag, weil die so süß ist. Mal sehen, ob die eine Chance gegen seinen Dino hat.

Habt super lieben Dank, dass ihr euch solche Gedanken um uns gemacht habt! Ihr seid toll!

 

[PünktchenWelt] Veränderungen?

Unter dem Begriff [PünktchenWelt] wird es immer mal wieder Beiträge aus dem Leben vom Rudelzuwachs und der Schwangerschaft geben. Nein, nicht als Mamiblogger, sondern, wie es sich so lebt mit Hund, Katze und Kind. Denn ich wünschte, ich könnte mehr solcher Beiträge lesen. Die Sorgenwelt ist groß, gerade bei der Frage, OB sich was verändert und vorallem WAS sich verändert.

Ich hoffe einfach, dass ich irgendeiner Mama oder werdenden Mama ein bisschen helfen kann.

Toxoplasmose und das Zusammenleben mit Katze

Im Grunde ist das eine Katzenkrankheit, die sich beim Menschen ähnlich einer Erkältung zeigt, weswegen man häufig nicht weiß, ob man entsprechende Antikörper entwickeln konnte oder nicht. Steckt man sich in der Schwangerschaft an, kann das schwere Folgen für die Minimenschen haben. Deswegen nimmt dir der Arzt auch direkt am Anfang Blut ab und testet es darauf. Solltest du Antikörper haben, dann brauchst du dir im Umgang mit deiner Mietze weniger Sorgen machen, solltest du keine haben, halte dich vorallem vom Klo fern. (Und das Beste: Du darfst dann frisches Hack essen)

Wobei wir schon vor der Schwangerschaft gesagt haben, dass das Michas Aufgabe war. Mit wachsendem Bauch macht das keinen Spaß mehr und anfangs ist einem eh immer übel.

Ansonsten habe ich bei Scar und mir nichts ändern müssen. Glücklicherweise habe ich aber auch Antiköprer.
Bislang lass ich den Tiger auch noch an den Bauch. Er merkt aber von selber, wenn der Wurm darunter zu wühlen beginnt und legt sich wie eine Wärmflaschen drum herum. Ich spüre aber auch, dass das Schnurren sich gut auf dem Bauch anfühlt und der Bewohner darin darauf reagiert.
Meistens liegen die zwei Rücken an Rücken. Das Pünktchen drückt sich dem Kater gefühlt immer ein wenig entgegen. Scar ist dabei super sanft mit dem Bauch.
Außerdem liegt er jeden Abend auf dem Sofa an meinen Füßen und schläft tief und fest.
Wenn ich von der Arbeit komme oder sonst wo war, schubbert er sich an meinen Bauch und drückt mit dem Kopf immer wieder gegen das Gegenüber im Bauch. Als würde er ihm auch hallo sagen wollen….

Eines hat sich definitiv geändert: Die Beziehung ist inniger geworden. Dadurch, dass ich öfter mal eine Pause mache, habe ich mehr Zeit für Scar, kann ihn kurz streicheln.

Wenn der Arzt einem keine Einschränkung auf den Weg gibt, dann sollte man die Zeit definitv zusammen erleben. Es tut nicht nur der Katze gut, sondern auch dir und deinem Baby. Auch, wenn ich kein Arzt bin, bin ich mir sicher, dass der Zwerg im Bauch die Katze, das Schnurren und die Wärme wahrnimmt. Außerdem fährt es einen runter und alles im eigenen Körper beruhigt sich und das ist schon mal wissenschaftlich festgestellt.

Es wird langsamer- Gassi mit Hund

Tja, die Schnellste war ich vielleicht noch nie, aber  so langsam merke ich, dass ich langsamer werde. Gemütliches Schlendern ist meine liebste Gangart und auch die vom Pünktchen.
Wir gehen nun eher gemäßigte Runden und auch nicht mehr so riesige, weswegen Micha und Adgi in der Woche größere Kreise ziehen.
Wenn wir nämlich so große gehen, dann bin ich immer der festen Überzeugung, dass sich der Wurm und Rennfahrerposition wühlt, weswegen es sich anfühlt, als hätte man einen Medizinball im Bauch. Dann stehe ich auch gern mal mitten auf der Straße und kreise mit pantherähnlicher Eleganz.

einfach genießen
Kuscheln ist nach wie vor klasse, aber jetzt noch mehr als vorher

Bin ich alleine mit Adgi unterwegs, ist die Flexileine mein treuer Freund. An der zieht Adgi nämlich nicht so arg. Denn das starke Ziehen ist ein bisschen unangenehm. Außerdem suchen wir uns Runden, an denen ich ihn entweder schnell ableinen kann oder wir weniger Ablenkung begegnen.

Da wünsche ich mir gerade im Moment sehr, dass Leine nicht so ein ewiges Thema wäre.

Aber bis auf meine kleinen Problemchen (und die sind zum Glück minimal) hat sich nichts geändert. Ich kann nicht behaupten, dass sich Adgis Art und Weise im Umgang mit mir geändert hat. Er geht weder auf Abstand zu mir, noch hat sich sein Beschützerinstinkt weiter verstärkt. Er ist auch nicht Bauchfixiert. Wovor ich schon das ein oder andere mal gewarnt worden bin.
Auch kann ich nicht sagen, dass ihn das zweite Herzchen in irgendeiner Richtung verwirrt und beeinflusst hat.

Er ist, wie Scar, super verschmust und genießt es, dass ich mich einmal öfter hinsetze aber ansonsten kann ich mal so gar nichts weltbewegendes berichten. Denn, es ist alles wie immer. Ich hoffe einfach, dass das so bleibt.

Aktuell lese ich übrigens immer gruseligere Tipps zum Einzug des neuen Bewohners, wenn Tiere im Haus sind. Von wegen erste Windel schon mal mit nach Hause bringen lassen und dem Hund vorlegen und so….aber da berichte noch mal…

Bis dahin murmle ich weiter….und werde noch langsamer ^^


PünktchenWelt, weil der Zwerg anfang nur ein keiner Punkt war 😉

[Dogblogger Adventskalender] Türchen 14

Was hinter Adventskalendertürchen 14 steckt?

Nun, da wir nicht mit einer Schere, Stiften oder Kleber umgehen können, kein weihnachtliches Do it yourself. Gebacken haben wir dieses Jahr auch noch nicht, deswegen habe ich kein Rezept für dich. Aber, was ich so ein bisschen kann ist Schreiben. Deswegen gibt es 14 Gründe, warum Weihnachten mit Tieren einfach 14 mal besser ist als ohne!

  1. Mehr Geschenke kaufen können!

    Und vorallem darf man dann noch mal Plüschis kaufen oder sowieso nützliche Dinge für das Tier. Und, weil Weihnachten ist, darf man dann auch mehr Geld als nötig ausgeben. So eine Tiergeschenk ist ja eh meist mehr ein Geschenk an sich selbst, oder?

  2. Mehr und verschiedene Plätzchen backen dürfen.

  3. Weihnachtsspaziergänge.

    Zumindest mit einem Hund ist es bekanntlich ein MUSS rauszugehen. Zwischen Mittag und Kaffee kann man sich gut die Beine vertreten und hat eine gute Ausrede nicht den Massenabwasch machen zu müssen.

  4. Ein Grund früher zu fahren und die Zeit auf dem heimischen Sofa verbringen zu können.

    Oft ist Weihnachten stressig und, wenn die ganze Familie zusammen sitzt ist ein Lagerkoller nicht ausgeschlossen. Wenn aber zum Beispiel noch eine Mietze daheim wartet, gibt es immer einen Grund los zu müssen, ohne, dass die Familie sauer ist. Denn das arme Mietzikatzitatzi sitzt ja ganz allein Zuhause.

  5. Jemand freut sich über die Essensreste.

    An Weihnachten gibt es jeden Tag ein Meisterwerk der Kochkunst und immer eine Portion zu viel. Doch, statt Essen weg zu schmeißen oder dosenweise einzufrieren freut sich ein Vierbeiner über eben ein so gutes Essen. Und die Freude beim Futtern zu zu gucken ist doch viel schöner als das Tonnenkunststück.

  6. Süße und persönliche Weihnachtsfotos ohne eigenes Gesicht vor der Linse.

    Ich liiiiiebe persönliche Geschenke, aber ich hasse es vor der Kamera zu stehen. Hat man ein Haustier, kann man glatt zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Süße, selbstgemachte Weihnachtsfotos ohne sein eigenes Gesicht auf der schimmernden Karte zu sehen.

  7. Man ist nicht alleine.

    Gerade in meiner Zeit allein in Travemünde fand ich es herrlich, dass zumindest die Katze da war und ich jemanden hatte, der nach der Spätschicht gewartet hat.

  8. Es ist besinnlicher.

    Man macht es eben nicht nur für sich schön.

  9. Man kommt in den Genuss alle Beleuchtungen des Ortes zu sehen.

    Mal ganz ehrlich, wer geht schon im Dunkeln einfach mal los durch den Ort? Tja, mit dem Hund musst du auch im Dustern raus und so sieht man alle Lichter und kann sie bewundern, Ideen klauen und sch daran erfreuen. Und man kann auch seine eigene Beleuchtung von außen bestaunen.

  10. Unfallbeseitigung mit gutem Nutzen.

    Die Ente zäh oder das schaumigaufgeschlagene Ei hat gestockt?
    Ähnlich wie beim Essensrestevernichter hast du auch einen Wingman, wenn es darum geht Unfälle unauffällig zu beseitigen.

  11. Im Schnee verrückt spielen und nicht als verrückt gelten.

    Wie setzen mal voraus, dass an Weihnachten Schnee liegt….aber mit seinem Hund durch den Schnee toben und sich wälzen ist viel normaler, als ohne Hund jubelnd durch den Garten zu rollen.

  12. Du musst weniger Kugeln an den Baum hängen.

    Warum? Nun, lass dir aus der Erfahrung gesagt sein, dass die unteren zwei Reihen frei von Kugeln bleiben sollten. Leuchten reicht total. Ein wedelnder Schwanz oder eine tobelustige Katze erledigen beim einem vollbeschmückten Baum sonst die Sache mit den freien Reihen.

  13. Du kennst gute Orte, deinen Weihnachtsbaum auch im Sommer noch artgerecht zu entsorgen.

    Ich lasse das einfach mal so im Raum stehen.

  14. Du liest diesen Adventskalender.

    Denn dann hast du schon den Artikel aus der Retromops Welt gelesen und freust dich auf schon auf morgen.

In diesem Sinne wünschen wir ein besinnliches und glücklichen Weihnachtsfest!

…Übrigens haben wir letztes Jahr Türchen 12 für den Hund und die Hund aufgemacht, erinnerst du dich noch?

Mach sie alleauf
Klick schnell drauf, um alle Türchen öffnen zu können

[Tag des Ehrenamtes] Lachen auf 4 Pfoten

Ach, ich erzähle viel zu wenig von unseren Tagen beim Besuchshundedienst. Und dabei könnte man so viel erzählen. Wobei es meist kleine Dinge sind, die man im Herzen einschließt und nicht mit Fotos festzuhalten sind.
Erklärt habe ich in Artikeln wie dem Ananashund schon, was wir machen und deswegen soll es heute darum gehen, was Adgi dabei an Unfug lernt und den Besuchten dann doch die meiste Freude macht.

Häschen!!!!!

Unsere jetzige Einrichtung hat im Garten Hasen wohnen und das weiß Adgi ganz genau. Nachdem wir nicht mehr in einer großen Runde sitzen, sondern von Zimmer zu spazieren hat der Hund das sehr schnell gelernt. Mitterweile weiß er mehr als genau, aus welchem Fenster er die beste Sicht auf den Auslauf im Garten hat und, dass man längst nicht von überall aus in den Garten schauen kann. Aber wehe dem, die Hasen hoppel frech durch das Grün, dann müssen die Gardinen bei Seite und die Nase an die Scheibe gedrückt werden. Dann kommt richtiges Leben in die Zimmer und wenn man sich selber denkt „Oh man, mein Hund zeigt sich von der schlechtesten Seite!“ und sich am liebsten in Peinlichkeit zurückziehen möchte, dann sieht man das Lachen in den Augen. Denn den Anspruch an Perfektheit hat man dort meist abgelegt und gelernt, dass Perfektionismus nicht möglich ist.

Kekfe?! Welfe Kekfe?!

Mal ganz ehrlich, was haben alle Omas und Opas immer Zuhause? Richtig, Kekse.

Das hat auch Adgi super schnell gelernt. Es ist so goldig, wenn er den Schrank anstarrt, in dem die Kekse sind und drängelt, dass er die dann JETZT haben möchte.
Schnell wird das Begehren erkannt und die gesammelten Kekse rausgeholt. Nach jedem Keks heißt es „Das reicht jetzt…..ok einen noch…“ und dann hat er alle aufgegesssen. Ehe man sich versieht.

Was er mit Abstand am schnellsten gelernt hat? Wer wo welches Naschi hat und wie er es am schnellsten bekommen kann.

Übrigens füttern wir immer erst danach, damit wir sein Frühstück auf die Anzahl der Kekse, Leckerlis und Naschigkeiten anpassen können. Ansonsten ist er bald die unterste Kugel des Schneemanns, den ich soo gern bauen möchte.

Auf dem Rücken liegend, alle Viere von sich können die meisten streicheln

Man soll einen Hund nicht bedrängen. Ein Hund braucht seinen individuellen Freiraum. Gruppen von Menschen sollten nicht um einen Hund herumstehen.

Ähm nein, nicht für Adgi. Für Adgi zählt nur eins: Hände, überall müssen Hände sein. Möglichst viele Menschen müssen ihn nach Möglichkeit an ALLEN Körperstellen kraulen. Gerade wenn wir bei Kindern sind, ist es für Adgi das Größte, wenn ich mich auf den Boden setze, er den Kopf an mein Knie drücken kann und sich die Kinder rings um ihn herum setzen und streicheln. Viele kleine Hände ist Adgis liebstes Wellnessprogramm und wenn ein Kind dann sagt, es käme nicht dran ist das für das Kuschelmonster gar kein Problem! Es werden alle Viere von sich gestreckt, sodass noch mindestens vier Kinder mehr Platz haben, ihn zu streicheln. Dabei schläft er sogar tief und fest ein!

Ein Lachen für Zuhause

So oft denke ich, dass ich den unperfektesten Hund dieser Welt habe, aber gerade das Ehrenamt zeigt mir, dass genau diese Unperfektheit ihn ausmacht.

Es können alle über seine Tollpatschigkeit lachen, sein schnelles Gebelle und Verteidigen ist mir oft unangenehm. Tatsächlich ist es aber eine seiner Eigenschaften, die am meisten bewundert wird. Sein Ziehen an der Leine ist weg, wenn andere mit ihm unterwegs sind und seine Stürmigkeit löst heitere Freude bei allen aus.

Ich nehme all die schönen Momente mit nach Hause, schließe sie in mein Herz ein und behalte sie für mich. Damit wird mein Teil der Welt ein bisschen besser und vielleicht der Teil derer, mit denen ich Adgi teilen kann.

Sicherlich kann das nicht jeder Hund machen und das sollte auch nicht jeder sein, aber wenn dein Hund das Kuschelgen in sich trägt, dann hab den Mut den Schritt zu gehen.

Außerdem gibt es so viele tolle Ehrenämter, die jemanden mit Herz und Willen suchen. Finde auch du deins.


[Edit] Dieser Beitrag ist nicht nur Herzensangelegenheit, nicht nur die Feier des Tages des Ehrenamts, nein, er hilft auch Matze und Nicola, die für jeden Beitrag rund um Assistenzhunde (egal in welchem Bezug) einen Monat Futter von futalis bekommen und so bei der Ausbildung zum PTBS-Assistenzhund unterstützt werden.
Auch du kannst helfen. Schreibe auf deinem Blog einen Beitrag oder, wenn du keinen hast, schick mir deine Geschichte an WarnowTatzen@gmx.de und ich veröffentliche ihn für dich und wir sichern Matze gemeinsam einen Sack Futter.

Vom Hellsehen und getreten werden

Viele kennen die Neuigkeiten schon, andere haben es sich bei dem Satz vom Babybrei bei unserem Futteraustritt schon gedacht: wir bekommen ein Baby. Im März wird unser Rudel perfekt.

Die meisten Fragen mich, wie die Tiere reagiert haben und da beide einfach einmalig reagiert haben, möchte ich davon berichten.

Adgi- immer der Nase nach

Micha war schnell klar, dass ich schwanger bin. Ich habe den Gedanken weit von mir geschoben. Sehr weit. Das bisschen Übelkeit und die Müdigkeit…einfach überarbeitet dachte ich mir. Gut, dass ich auf dem Hurricane so müde war, dass ich mich allein hingelegt habe hätte mir auch zu Denken geben können. Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.

Auch, wenn der Test schon bereit lag weigerte ich mich. Doch dann stand Adgi eines Morgens vor mir. Sah mich an, steckte die Schnute zwischen meine Beine (jeder der Adgi kennt, weiß wie ich das meine), zog sie wieder hervor, nieste und schaute mir tief in die Augen. Da war dann der Test auch überflüssig, trotzdem machte ich ihn und siehe da:positiv.

Nun begann die Zeit des Zitterns, denn man sagt, die ersten 12 Wochen sind am gefährlichsten, dass das kleine Wunder doch nicht seinen Platzz einnehmen möchte.

Scar-dein ist mein ganzes Herz

Zwischen Woche 7 und 8 wird aus einem Haufen Zellen ein richtiges Leben: das Herz beginnt zu schlagen.

In der ganzen Zeit war ich super müde und legte mich jeden Nachmittag auf das Bett und las eine Stunde. Jeden Nachmittag hat Scar sich zu mir gelegt und auf mich aufgepasst. Die Unwissenheit war furchtbar. Hatte ich doch erst in der 10ten Woche wieder einen Termin bei meinem Arzt. Jeden Tag hoffte ich, dass das Herz loslegt.

Eines Abends legte ich mich, wie jeden Abend, auf den Rücken auf das Sofa. Scar kam dazu und kletterte behutsam auf meinen Bauch. Er legte seine Pfote dahin, wo das Wunder geschehen sollte und schnurrte. Er schnurrte so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, das Baby zu spüren. Was reichlich unwahrscheinlich ist und auch gar nicht möglich. Aber es war einer dieser unbeschreiblichen Momente, an dem man sich sicher ist. In diesem Moment wusste ich, das Herz hat es geschafft.

Inzwischen schiebt er sich immer öfter an den Bauch. Versucht aber nicht mehr direkt drauf zu liegen, denn er hat letztens einen Hieb in den Bauch bekommen. Das fand er weniger amüsant. Ich umso mehr.

Seither weichen sie beide nicht mehr von meiner Seite. Allerdings kann ich auch nichts von Eifersucht oder ähnlichem berichten, was man in vielen Ratgebern liest. In der nächsten Zeit werde ich mal das ein oder andere erzählen,  aber keine Angst, ich werde kein Mamablog 😉

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Hat dein Haustier auch schon mal eine Veränderung bei dir angezeigt?

Schnauze voll- Die Sache mit dem Futter

Leider habe nur ich die Schnauze voll und nicht wie es sein sollte der Hund.

Bisher fütterten wir immer Trockenfutter mit einer leichten Form des „ABAM“ und waren sehr glücklich damit. Dann muss der Futtermittelhersteller was geändert haben: zuerst wurden die Brocken kleiner, dann kam Adgi aus dem Pupsen nicht mehr raus.

Gerade als wir beschlossen, dass wir eine Alternative brauchten trudelte eine Mail ein mit dem Angebot ein Trockenfutter zu testen. Schon bald kam das Paket an und wir fütterten drauf los. Nach dem ersten 15kg Sack dachten wir, das Problem gelöst zu haben. Doch der zweite Sack zeigte uns, dass wir doch keine Lösung hatten. das Pupsen war zurück und diesmal noch stärker. Wir werden also nicht bei Ultra Premium Direct bleiben und müssen eine andere Lösung finden.

Wir müssen also nach 4 Jahren Fütterung was neues finden. B.A.R.F. und P.R.E.Y. sind in ihrer reinen Form leider kein Ausweg für uns. Wir haben den Platz nicht und auch für unterwegs ist es uns schlicht weg ein zu großer Aufwand, bei allem, was noch auf uns zu kommt. Und ja, da kann mir jetzt jeder Barfer sagen, dass es das nicht wäre, aber du wirst schon verstehen wieso.

in unseren Köpfen schwebt schon lange der Gedanke, uns von all den „perfekten“ Fütterungsmethoden zu lösen und so haben wir jetzt ein gutes Grundlagentrockenfutter gefunden und uns entschieden, zuzufüttern. Mal eine Dose, mal Fleisch oder was uns einfällt. Immer im Rahmen, aber doch frei von festen Regeln. Wir werden uns mit Adgi rantasten und sehen, was es bringt und wie es dem Dicken am besten bekommt.

Fest steht aber auch, dass wir keine Futtertests mehr machen werden. Außer unseren eigenen.

Was bei uns gerade passend dazu kommt und ein Teil des Konzepts wird, ist, dass wir Zuwachs bekommen, der in einer gewissen Zeit ebenso von uns gefüttert und bekocht werden will. Und jetzt mal ganz ehrlich, sooooo riesig ist der Unterschied zwischen Babybrei und Hund bekochen nicht gerade, oder?

Ach und warum wir kein weiteres Futter mehr durchtesten? Weil ich raus aus dieser Welt will und ich einfach gemerkt habe, dass ich dem ganzen in meinen Berichten nicht den Wert anmessen kann, den es braucht, um dafür zu sorgen, dass eine Reihe Hunde damit ernährt werden. Deshalb breche ich hiermit offiziell aus der Futterwelt aus, denn ich kann einfach nicht sagen, was das Superessen bei Schneefall ist und auch nicht, wann man welches Kräuterchen für welche Stärkung geben soll. Dieses Wissen liegt bei anderen und das sollen euch auch ganz andere erzählen. Ich müsste lügen oder  Googlewissen paraphrasieren und das kannst du auch sehr gut allein. Sollte Interesse bestehen, halte ich dich gern weiter auf dem Laufenden und zeige mal, wie so ein Napf in Zukunft bei uns aussieht. Aber mit Markennamen werde ich nicht um die Ecke kommen, es sei denn, du fragst in persönlichen Nachrichten. Und nun erfreue ich mich an anderen Beiträgen rund um das Thema Futter und werde Anfragen zu Tests getrost weiterleiten.


Danke, dass du mir endgültig die Augen geöffnet hast bei dem Wind um unsere Ohren. 😉

Adgis Kopf-eine Melodie

„Oh Mist, erwischt!“
„Tja Adgi, ich weiß wirklich nicht, was du erwartet hast, wenn du dich oben ins Bett fallen lässt.“

„Ja, aber ich war doch ganz leise!“

„Ähm Adgi, schleichen musst du aber noch üben.“
„Ja, aber ich war schon richtig leise!“

 

So oder ähnlich unterhalte ich mich mit dem Hund. Micha macht einen großartigen Adgi-Synchronsprecher. Ein leichtes Lispeln und immer ein wenig neben der Spur. Der Hund schaut dabei auch immer passend. Weshalb ich davon ausgehe, dass wir mit der Wahl der Worte absolut richtig liegen.

Aufsteigene Gedanken

Wenn man Adgi eine Weile beobachtet, kann man die Worte und Gedanken in seinem kleinen Kopf förmlich hören und aufsteigen sehen.
Er denkt so furchtbar offensichtlich. Ab und an denkt er so scharf nach, dass ich lieber einen Eimer Wasser neben ihn stellen möchte, weil ich befürchte, dass der Kopf in Flammen aufgehen wird. Er wägt ab, denkt einen Schritt weiter und dann ist der Moment vorbei und Adgi hat ihn wegen des Denkens verpasst. Geht mir aber auch oft so.

Generell ist Adgi oft mit Grübeln beschäftigt. Oft liegt er mit offenen Augen in einer Ecke und grübelt vor sich her und dann kommt mir immer ein Songschnipsel von einer meiner Lieblingsbands AnnenMayKantereit aus „3. Stock“ in den Sinn:

Erzähl mir von dir, um mich abzulenken
Wenn das traurige Gedanken denken beginnt

Wenn der Kopf summt

Andern Tags tippelt er so vor sich her und schnüffelt hier und da, dass man eine Melodie empfängt, die in seinem Kopf vor sich geht. Als würde er die ganze Zeit summen. Gerade, wenn er mit anderen Hund unterwegs ist. Als wir mit Moe und Luna am Strand waren zum Beispiel, hatte ich das Gefühl, dass er Summen würde. Sein leises, unbeschwertes Summen. Vielleicht ist das der Schlüssel, warum andere Hund einfach mit ihm klarkommen und neben ihm her laufen. Ob seine Melodie auf die anderen Hunde wirkt? Ob sie die Melodie hören können?
Ich kann nicht mal genau sagen, dass ich sie höre, es ist eher, als würde man sie fühlen, eine Schwingung, die von ihm ausgeht und die müssen doch die anderen auch spüren, oder?

Bei unserem ersten Treffen nannte Stephie Adgi einen kleinen Autisten, der in seiner eigenen Welt steckt und irgendwie lässt mich das bis heute nicht so richtig los. Autistisch ist er vom Krankheitsbild her nicht. Nein, nein. Aber er lebt ganz und gar in seiner eigenen Welt. Mit seiner zauberhaften Melodie.

 

Wenn du mich fragen würdest, was es für ein Lied ist, dann kann ich dir kein bestimmtes nennen, auch vor summen kann ich es dir nicht, denn es ist nicht immer das Gleiche. Es kommt drauf an, wobei er summt. Wenn er schnüffelnd unterwegs ist, dann ist eine schnelle Melodie, leicht gehetzt und aufgeregt kurzatmig.

Beim Strecke machen ist es ein tiefes, verlorenes Summen. Absolut gedankenverloren und hier und da mal wieder ein bekannteres Stück aufgreifend. Als hätte er Zeit, sich Gehörtes ins Gedächtnis zu rufen. Aber genau so unstetig wie er die Seiten des Weges wechselt, genauso stetig ändert sich das Lied, durchbrochen von eigenen Sequenzen. Manchmal kommt einem nur der Bruchteil einer Sekunde bekannt vor und manchmal macht die eigene Fantasie mit dem Lied weiter.

 

Kennst du Mumble aus  „Happy Feet“ ? Der kleine Pinguin, der sein eigenes Lied hat, aber nicht singen kann, wie all die anderen Pinguine? Stattdessen steppt er seinen Herzenssong, den angeblich jeder Pinguin in sich hat und nur so seine große Liebe finden kann.
Tja, Adgi ist irgendwie wie Mumble, nur, dass er summt statt steppt und eine ganze Weile braucht, um seinen Herzenssong zu finden, während ihm viel durch den Kopf geht.

Kennst du das Gefühl?

[Blogparade] Adgis Gesetze

Shiva hat ihre Gesetze klar formuliert und dabei habe ich mir gedacht: Hey, ich bin hier noch nie zu Wort gekommen! Ich finde auch, das Gesetze ja gar nicht das richtige Wort ist. Adgis Manifest sollte der Artikel heißen- ja wohl!

Natürlich habe ich auch meine Gesetze hier aufgestellt. Der Trick dabei ist, dass man sie so aufstellen muss, dass Herrchen und Frauchen glauben, es seinen ihre Gesetze.

Folgendes gilt zu beachten

1.Ich entscheide, wann ich gekrault werde. Und zwar jeden Tag und immer zu!

-Anstarren, anstupsen, leises fiepen. Und wenn Frauchen und Herrchen mich nicht kraulen, dann der Besuch. Oder alle zwei Wochen die Oldies in der RiesenWG (Nachtrag von Anika: Er meint das Ehrenamt im Altersheim)

2. Kuscheln auf dem Sofa/im Bett ist gar kein Tabu, wie Frauchen in der MiDoggy Parade geschrieben hat

-Hier ist es super wichtig, dass die Zweibeiner glauben,  es wäre ihre Entscheidung gewesen, dass du auf das Sofa darfst! Anstarren, süß gucken oder den Härtefall auskosten: weggehen und nach 15 Minuten wieder kommen, im Türrahmen stehen bleiben und super wehleidig gucken.

Mhm ja, nicht auf dem Sofa!

3. Über den Problemen stehen, bzw. drauf sitzen- das hilft mit Katzen ungemein!

-Du weißt ja, dass Scar hier auch noch wohnt und manchmal (nachdem er auf dem Klo war) hat er so seine verrückte Zeit. Dann springt er mich an, hängt sich an meinen Hals und rempelt mich auf dem Flur an. Richtig frech ist es, dass er mir manchmal in den Hintern beißt!
Da hilft dann nur noch eins: Zwischen die Vorderbeine klemmen und hinlegen. Oder draufsetzen. Manchmal reicht es auch schon, wenn ich ihm meine Pranke auf den Burstkorb lege.

4. Komm mir nicht zu nahe, wenn du mir unheimlich bist!

-Ernsthaft, ich sage das immer echt deutlich. Dann bleib halt einfach fern! Ganz einfach. Ich knurre, du gehst. Und das erst recht, wenn Mama dabei ist!

5. Motter ist Hautpflege

-Und deswegen gehören mir die Pfützen und Matschgruben! Ich laufe da mit Absicht mit Volltempo durch!

6. Ich entscheide, wann ich was zurück bringe!

-Ganz ehrlich, für wen ist das lustig?! Anscheinend ja ihr Menschen. Deswegen bringe ich eine zeitlang auch alles zurück. Denn dann freuen sich Frauchen und Herrchen so und es gibt Naschen. Hey komm, da ist das bisschen auch mal gemacht.

7. Meine Menschen gehören mir.

-Wenn du uns abends im Dunkeln komisch aussiehst und ich meine gehört zu haben, dass du uns beleidigt hast, dann mache ich schon klar, wer zu mir gehört. Wie in Punkt 4 schon beschrieben!

MEINS!

8. Wenn du Hermes oder sonstiger Paketbote bist, dann kletter nicht über unseren Zaun, um dort verbotener Weise ein Paket abzugeben, das eigentlich nicht abgelegt werden soll. Schon gar nicht ungeschützt!

-Na dem hab ich aber die Meinung gegeigt!

So mein Dickerchen! Schluss hier. Ich weiß, du könntest das noch ewig weiterschreiben! Aber jetzt ist Schluss, sonst bekommen die Leute noch Angst vor dir! Ich glaube, dass jeder weiß, dass du unser Beschützer bist. Der beste, den ich mir wünschen kann. Ich habe dich lieb.


Was für Regeln herrschen bei euch Zuhause?

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Die Bloghundewelt hat eine neue Gang

Ich stehe müde vor dem Spiegel, streife meinen grauen Pulli über und binde mir die lästigen Haare aus dem Gesicht. Als ich die Schlafzimmertüre öffne sitzt da schon ein aufgeregter Adgi vor der Tür.
Normalerweise bekomme ich nur ein leises Grunzen aus seinem Sessel um diese Uhrzeit.
Im Bad schminke ich mich ein bisschen und betrachte mich im Spiegel. „Nun gut jeden Tag ein bisschen mehr“ denke ich mir und freue mich, dass ich mich für die Tierszene entschieden habe.
In meiner Gummizughose stapfe ich nach unten und füttere, super in der Zeit liegend, die Tiere. Aber der Herr will nicht fressen, strahlt mich an und hat Angst, vergessen zu werden. Nach geschlagenen 15 Minuten füllt er sich den Magen und ich beschließe mein Frühstück in den Rucksack zu stecken und mit Verspätung loszufahren.

Der Himmel ist grau in grau und die Autobahn leer. Auf der Hälfte der Strecke merke ich, dass ich wie eine Irre grinse und bemühe mich auf Höhe Wismar um einen halbwegs normalen Gesichtsaudruck.

Viel zu spät und mit einem schlechten Gewissen fahre ich durch die letzte 30er Zone und parke nach einiger Verwirrung das Auto. Nun gehts ans Suchen, verplant wie eh und je übersehe ich die zwei winkenden Gestalten am Strand gekonnt.

Endlich gefunden….

Adgi begrüßt die 4 mit heftigem Gefiepe und als ich ihn ableine dreht er große Runden um uns herum.
Ich habe sie endlich gefunden: Nicole, Moe, Stephie und Luna.

Moe, den hundehassende Betonklotz; Luna, das menschenfressende Monster und Adgi, der abhauende Vollidiot. Einen bunten Blumenstrauß haben wir uns da zusammen gestellt und schon vorher über die kleinen Fehlerchen geschrieben, Warnungen ausgetauscht und Erwartungen aufgebaut.

Nachdem Moe aber bei Adgi und Luna im Freilauf cool bleibt, Luna nach 5 Minuten ihren Kopf an mir schuppert und Adgi in der Nähe beibt, fällt uns auf, dass wir uns alle mal wieder viel zu viele Gedanken gemacht hatten und unser Vertrauen in unsere Begleiter doch größer sein kann, als wir glauben.

Vorbei an zwei Pferdeshootings haben wir den Strand ganz für uns. Die Hunde planschen und trotten vor uns her.
Nur Adgi, der kleine Idiot übersieht Moes Leine und hängt sich drin auf-entschuldigt Moe und Nicole, aber einen typerischen Adgi konnte ich euch nun wirklich nicht zeigen.

Die zwei Mädels zücken Ihre Kameras und ich amüsiere mich über die zwei Fotgrafenhunde, die abwechselnd posieren. Und Adgi? Der stellt seinen dicken Hintern einfach ins Bild. Für tolle Bilder müsst ihr euch die anderen zwei Blogs schon ansehen 😉

Luna ist einfach zu schnell gewesen….

Während wir weiter spazieren und plaudern, naja eher Nicole nach Ihrer Reise ausquetschen markiert Moe den Opa und regt uns zur Pause an.
Wieder bin ich glücklich, in der Hundeszene zu sein, denn wir lassen uns einfach in den Sand plumpsen, die Hunde an uns gekuschelt und genießen das Norddeutsche „Schietwetter“.

Immer wieder schön, andere Hundemenschen zu treffen, die genauso entspannt sind, wie man selber. Wenn man sich die Worte nicht lange überlegen muss und einfach vom Herzen reden kann. Adgi grummelt währenddessen an meinen Beinen und sieht mehr und mehr aus, als ich hätte ich ihn paniert.

Wunder geschehen…

Auf dem Rückweg bleibt Moe zwar an der Leine, aber die 3 Hunde haben sich inzwischen so aneinander gewöhnt, dass kein Maulkorb mehr nötig ist. Luna steckt unterdessen Adgi immer und immer wieder zum Jagen von Raben an und er lässt sich gern motivieren. Mir wird so langsam klar, dass das mit einem Hund endet, der nicht merkt, wie kaputt er ist.

Mittlerweile stehen die Pferde am abgesperrten Bereich Schlange und die zwei Vogelscheuchen kommen wieder an die Leine.

Im Nachhinein war es das Beste, was wir machen konnten, denn ein ganz besonderes Foto entstand vom Zuchtfehler, ungewolltem Welpen und Sonderangebot:

Die coolste Gang unter den BlogDogs

 

Mädels, danke für diesen tollen Vormittag! Es ist einfach schön mit euch. Ihr seid einfach nett 😛

Und es ist gekommen, wie es kommen musste. Kaum einen Zwischenstopp auf der Heimreise, da hat Adgi einfach müde im Stehen unter sich weg gepuscht, weil er das Bein nicht mehr hoch bekam. Jetzt wird geschlafen und ich kühle meinen Fuß. Aber das wird eine andere Geschichte.

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[MiDoggy Blogparade] Alle unter einem Dach-So klappt die tierische WG

Julia und Lola haben ein neues Motto ausgerufen und das hat bei mir direkt einen Sturm der Liebe-Trailer-ähnlichen Film im Kopfkino ausgelöst.
Wenn man mich fragt, dann stell ich mir immer vor, wie Scar in Zeitlupe den Kopf in die Kamera schwenkt, Adgi erst powervoll über einen Acker rennt und dann direkt auf sein Gesicht geschwenkt wird und er langsam von unten nach oben schaut….aber genug davon.

Wer lebt also mit uns in der WG

Nun, zum einen haben wir Scar. Er ist hier der Hausherr. Die Diva. Der Platzhirsch. Das Trampeltier. Der Im-Weg-Steher und in-die-Beine-Hacker.

Der Tiger wird dieses Jahr schon 6 Jahre bei uns leben, genauer gesagt im November. Sein Einleben war recht einfach. Geholt haben wir ihn an einem Freitag. Michael war Zuhause und hat sich um ihn gekümmert. Die ganze Heimfahrt hat er nicht zurück geschaut oder auch nur einen Mucks gesagt. Genauso war auch sein Einleben bei uns. Kein Verstecken unter dem Sofa und auch keine Fressverweigerung.
Seither ist er mit uns schon 2 mal umgezogen und scheint jetzt im Haus auch erst richtig angekommen und aufgelebt zu sein.

Tiger

Adgi wohnt seit Januar schon 3 Jahre bei uns, also fast 4 Jahre und ich habe keine Ahnung, wo die Zeit geblieben ist. Sein Einzug war ein bisschen holpriger. Aber die Geschichte kennst du ja schon. Natürlich haben wir uns Gedanken gemacht. Aber unser Motto war: Hund rein. Tür zu. Hund da. Für immer.
Die ersten Tage und Nächte wurde sich ordentlich geprügelt. So doll, dass die Nachbarn unter uns mit dem Besen an die Decke gehauen haben. Immer und immer wieder.

Michael und ich sind schon 6 Jahre zusammen und wohnen irgendwie schon immer zusammen. So einen typischen Zeitplan hatten wir nicht, denn wir waren vorher beste Freunde und er Soldat mit Zimmer in der Kaserne und einer Stationierung weit weg von mir. Wir haben uns nie Gedanken gemacht, gemeinsam Tiere zu adoptieren. Und wir haben nie ausgemacht, ob mein oder dein.

Adgi

Welche Regeln gibt es bei uns

Nun, das Wort „Regeln“ klingt immer so hart. Deswegen mag ich das nicht wirklich nutzen. Außerdem brechen wir so ziemlich jede Regel immer mal wieder und das macht sie alle zur Ausnahme von der Regel.

1.Keiner darf ins Bett.

Nachts schlafen beide vor der Tür. Natürlich gibt es ab und an eine Ausnahme. Aber wenn man Scar mit ins Bett nimmt ist es meist eine sehr kurze Nacht. Er kommt alle paar Minuten und fasst einem ins Gesicht und leckt es ab. Und Adgi schnarcht, pupst und braucht verdammt viel Platz, denn auch sein Kopf muss auf einem Kissen liegen. Zudecken ist super, aber nicht zu lange und nicht zu doll.  Und in der Mitte muss er liegen.

2. Scar darf auf das Sofa. Adgi nicht.

Der Tiger durfte schon immer auf das Sofa und sich ankuscheln und das haben wir nicht verboten, als Adgi dazu kam.
Jaja, auch hier gibt es hin und wieder einer Ausnahme.

3. Gefressen wird gemeinsam

Beide haben ihr Näpfe nebeneinander in der Küche stehen. Sie bekommen gleichzeitig Fressen und auch das Gleiche. Nun, jeder sein eigenes Trockenfutter, aber alles was extra ist, bekommen beide.
Da Adgi nur bei „Guten Appetit“ beginnt, darf Scar anfangen und dann bekommt Adgi sein Signal. Ansonsten wartet Scar, bis Adgi fertig ist. Keiner darf dem anderen das Fressen klauen.

4. Wer den anderen beim Kuscheln verjagt darf nicht mehr mitkuscheln

Eine Zeit lang hat Adgi Scar imer verjagt, wenn wir alle 4 gekuschelt haben, das sind die Ausnahmen, in den Adgi auch auf das Sofa darf. Vertreibt er Scar, muss auch er gehen. Alle oder keiner. Naja, zumindet von den Tieren.

5. Kein ist dein, kein ist mein

Aus Spaß werfen wir uns das schon gern mal vor und ja, vielleicht ist Scar mehr so mein Kater. Aber bei der Erziehung, Tierarzt und Problemen gibt es das Thema nicht.

6. Vorne Michas, hinten Anika

Ich kann es nicht ab Kotze aufzuwischen. Pfui bäh!
Dafür kann Micha es nicht ab, Kacke aufzuwischen (wenn sie nicht grad draußen ist).
Solch eine Regel ist wirklich hilfreich, sobald ein Missgeschick passiert ist.

7. Micha macht das Katzenklo und ich sauge die Haare ab

Anfangs haben wir das so gemacht, dass der das Klo gemacht hat, der gerade dran gedacht hat. Was dazu geführt hat, dass es manchmal gar nicht gemacht worden ist oder zwei mal am Tag.
Eine Aufteilung macht wirklich Sinn, denn diese eine Person weiß dann einfach bescheid, wann das Klo dran ist und vorallem, wann etwas am Klo komisch ist. Zu viel oder gar kein Urin zum Beispiel.

8. Wer später aus dem Haus muss, geht mit Adgi die Morgenrunde

Das ist wirklich praktisch, denn so kann auch der ein bisschen mehr Schlaf bekommen, der eher raus muss. Und falls der erste verschläft, kann er sich auf den zweiten verlassen.

9. Beide Tiere gehören zu unserem Leben, sind aber nicht unser Leben

Sie gehören zu uns, wie ich zu Micha gehöre und wie er an meine Seite gehört. Und doch kann geht jeder seiner Wege, wenn es sein Weg im Leben ist. Am Ende treffen wir uns wieder. So ist es auch mit den Tieren. Beide Tiere gehören zu uns und doch fahren wir mal ohne sie in den Urlaub und Adgi kann sich allein in sein Zimmer legen oder beim Gassigehen seiner Nase folgen (natürlich nicht weglaufen!)
Und trotz dessen, dass wir beide ohne jede Bedingung lieben, fahren wir ohne sie in den Urlaub und ja, wir genießen die Zeit dann auch noch.

Micha und ich.

Sind diese Regel Gesetz?

Nein, das Leben spielt nach seinen eigenen Regeln. Es wird ganz sicher nicht in diesem Gefüge bleiben und so wird jedes neue Familienmitglied auch die Regeln verschieben. Ganz egal wie viele Beine das neue Mitglied hat.

Regeln werden entfallen, neue werden entstehen. Und zwar für jeden und so hat auch jeder hier das Recht neue Regeln anzufordern, für ihre Einhaltung zu sorgen und sie zu ändern.
Gleichberechtigung gilt hier für alle. Für die 4, genauso wie wir 2 Beiner.

Und irgendwie macht das ja auch unsere WG so spannend und so verrückt, wie sie ist.
Alle die, die uns kennen sagen immer, dass wir alle gleich bescheuert sind.
Vielleicht ist auch genau das das Geheimnis.

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