Eine Silvestergeschichte

Silvester 2016 hat den Finger schon auf der Klingel. Jahresrückblicke überall, Vorsätze und Angsthunde.

Was kann man als am 31/12/2016 noch veröffentlich, wenn man nicht über vergangenes senieren oder euphorisch auf Neues schauen will?

Eine Silvestergeschichte

Heute vor 3 Jahren haben wir gezittert. Denn es ging um Adgi.

Zuvor, im November, haben wir ihn nach einer Testwoche wieder abgeben müssen. Die Zeit hat einfach nicht gereicht, wir haben uns keinen Hund halten können.
Am 29/12/2016 waren wir auf einem Geburtstag im Zuhause von Adgi. Und da saß- er mein kleiner Prinz.

Er sah so gut aus. Mein Herz war plötzlich wieder ganz. Das Loch in meiner Brust war gestopft, mein Lachen zurück. Weihnachten hatte ich noch gehofft, dass er unter dem Baum sitzt.

Doch die Gewitterwolken am Himmel waren deutlich zu sehen. Natürlich war ein anderes Zuhause gefunden worden. Wäre doch gelacht, wenn man das Schmuckstück nicht vermittelt bekommt. Kaum waren die Autotüren zugefallen, redeten wir uns unter Tränen ein, dass es besser so sei. Dass es Adgi dann besser ginge. „Wir können keinen Hund haben“ lautete das Mantra.

Tja, ganze 20 Minuten lautete es so. Kaum Zuhause war es entschieden, wenn Adgi Neujahr nicht abgeholt ist, dann zieht er ein.

Wir saßen Zuhause. Konnten 0:00 Uhr nicht abwarten und schauten immer und immer wieder zu Uhr.  So langsam hatte die Uhr noch nie getickt. So lange mussten wir noch nie auf das neue Jahr warten.

Als es endlich geschafft war und wir eine schlaflose Nacht verbracht haben, haben wir zitternd gefragt. Und, wie man unschwer erkennen kann, war Adgi noch Zuhause.

Jedes Jahr Silvester denken wir daran.

Jedes Jahr sind wir wieder dankbar, dass das Schicksal uns gut gesinnt war.

Es ist die Zeit in der wir Adgi verloren und wieder bekommen haben. Die schlimmste und die schönste Zeit im Jahr ist die Silvesterzeit.

Er und ich
Ein Team. Für immer.

Und wenn der Hundepöker sich nun also vor einem Böller erschreckt oder sich zwischen meinen Beinen verstecken will, dann bin ich dankbar, dass ich für ihn da sein kann.

Er ist mein Lachen, mein Spiegel, meine Tür zur Außenwelt. Ohne ihn gäbe es WarnowTatzen nicht, ohne ihn gäbe es mich nicht. Nicht so, wie ich jetzt bin. Voller Träume und voller Visionen.
Tja, auch ich habe Visionen und Pläne für das nächste Jahr. Dank Adgi.
Dank ihm gibt es mehr als Arbeit und Schlafen.

Kovu

Das Herzelein blüht. Ach wie wunderschön kann Tierliebe sein. Den kleinen Traumprinzen gefunden. Ein traumhaft süßer kleiner Kater, dem man einfach verfallen muss. Doch blenden wir einen Moment zurück 😉

Die Suche beginnt

Ich war erstaunt über den Reichtum an Katzenkindern zu dieser winterlichen Zeit. Doch alle Anzeigenblätter und Portale sind voll. Und so beginnt die Suche. Mir war wichtig, dass es ein junger Kater ist. Farbe und Rasse spielen für mich eine untergeordnete Rolle. Neben den Anzeigen im Internet schaute ich mich auch in den Tierheimen um. Nach verzweifelten Tagen zwischen Trauer und neuer Suche, habe ich fast schon aufgegeben. Eines Morgens gehe ich bei einem bekannten Anzeigenportal rein. Eine Anzeige, gerade erst geschaltet und die süßesten Katzenkinder, die ich jemals gesehen habe. Die Mama, wie meine Emma, ein Mix aus norwegischer Waldkatze in schwarz-weiß und der Papa ein draufgängerischer Perser. Diese Mischung lässt wildeste Vorstellungen in meinem Kopf entstehen. Und dann sah ich die Bilder. Kleine Fellbüschel, grau mit weißen Akzenten und süßen blauen Knopfaugen. Da war er. Graues Büschelchen mit weißen Stiefel, Latz und Kinn, gerade mal zwei Wochen alt und schon war ich unsterblich verliebt.

Da ist er! Kovu!

Der kleine Mann bekam von uns sofort einen Namen. Er wird Kovu heißen. Jenem zweiten Teil eines berühmten Disneyklassikers geschuldet. Doch bevor man sich blenden lässt, kann ich jedem raten sich mit den Besitzern ein wenig auseinander zu setzen. So bin ich auf wunderbare Katzeneltern gestoßen, die völlig überrumpelt waren von ihrem Glück und herzallerliebst nach einem Zuhause für die Kleinen suchen. Der erste Grundstein ist gelegt, der erste Eindruck wunderbar und die Vorfreude beginnt. Mittlerweile ist der Kleine sieben Wochen alt. Wir können es kaum erwarten. Und als hätten sich die Besitzer das Denken können, bekomme ich regelmäßig Bilder und Updates. Wie z.b. Der Versuch das erste mal Nassfutter zu fressen. So kann ich schon jetzt den Werdegang miterleben und sehen wie er aufwächst. Aktueller Status: Nassfutter…naja. Die Sauce ist ganz lecker.
Und als wäre das nicht schon toll genug, bekam ich gleich das Angebot den Kleinen besuchen zu dürfen. Kennt ihr das, wenn man ein so kleines Wesen sieht und gleich in einer total hohen kindischen Stimme spricht, weil man sich bei dem Anblick der kleinen Fellnase gar nicht mehr ein bekommt vor Freude? Was mögen bloß seine Katzeneltern über mich gedacht haben.  Die Besitzer sind ganz tolle Menschen und haben mir genug Zeit gegeben  den kleinen Mann genau anschauen und ein erstes Kennenlernen ermöglicht. Was soll ich sagen? Ich bin hin und weg ….Viele Herzchen in den Augen und Kribbeln im Bauch. Wenn ein Tier noch süßer ist, als auf dem Bild, kann man sich immer gar nicht vorstellen. Doch so war es. Und ich konnte mich kaum lösen von ihm. Dieser süße kleine Kerl, der immer von meinem Bein runter wollte und dabei gnadenlos auf seinen viel zu großen Kopf fällt, ist so putzig, dass man ihn am liebsten sofort mitnehmen will. Bei dem Besuch ist er gerade mal fünf Wochen alt und passt sitzend genau in meine Hand.

Wenn man wartet, vergeht die Zeit nicht

Bis Ende Januar muss ich noch warten. Zur Weihnachtszeit bekam ich neue Bilder und er hat sich wahnsinnig verändert. Die kleine Katze ist nun ein Kater geworden und sieht meiner damals kleinen Emma immer ähnlicher. Nun beginnt die Zeit des Einkaufens, Umräumens und Einrichtens. Ein Kapitel voller Vorfreude und Ungeduld. Aber dazu  mehr im nächsten Beitrag 😉

Bis dahin wünsche ich allen ein guten Rutsch ins neue Jahr! Und auf das 2017 ein Wunderbares wird!

Hallo, ich bin die Neue

Tadaaaa…..da bin ich, die Neue. Mit voller Euphorie und vielen Ideen würde ich am liebsten gleich seitenweise schreiben. Aber bevor ich jeden überfalle, sollte ich mich vielleicht erstmal vorstellen.  Mit meinem Gastbeitrag „Auf einmal ist es still…“ hatte ich die Möglichkeit in das kreative schreiben einzutauchen und einfach mal raus zu lassen, was ich denke. Der ein oder andere hat mich damit schon etwas kennengelernt.

Ich bin Julia,

komme aus dem schönen Norden, bin manchmal schüchtern und ab und an wieder viel zu aufgedreht. Wenn ich mich mit einem Wort beschreiben sollte, wäre es wohlmöglich kreativ. Obwohl vernünftig, verrückt, fürsorglich, unsportlich, kochwütig, ehrgeizig, selbstkritisch, kommunikativ etc., auch sehr gut passen würden. Viele Dinge gehe ich mit anderen Blickwinkeln an und mit verschiedensten Ideen, so ist auch die Weihnachtszeit ein Traum für mich.  Ich sage nur Geschenke einpacken. J Wenn ich groß bin, werde ich in der Pflege arbeiten und meine Freizeit weiterhin mit meiner Familie, Freunden und meinem Hobby, dem Angeln, verbringen.

Mein wertvollster „Besitz“, der mich mit Beginn meinem Auszug  in die erste eigene Wohnung stets begleitet hat, war meine Emma. „In guten, wie in schlechten Zeiten“ bekam unter ihren Pfoten eine völlig neue Bedeutung. Ich bin ein absoluter Katzenmensch. Kein Haustier begeistert mich so, wie diese Vierbeiner. Die Löwen und Könige unter den Stubenhocker. Sie haben etwas Wildes und zugleich sehr zutrauliches. Man muss sie nicht permanent beschäftigen, denn manchmal schaffen sie das auch wunderbar allein.

Julia- Frau Kater

Emma

Meine Emma war eine ganz tolle Samtpfote. Gut erzogen und zu allen Menschen stets freundlich. Sofern ich mal sauer war, weil sie mal wieder an der Couch kratze, entschuldigte sie sich schnell. Legte sich an meine Seite nieder und ging nicht, bis ich sie nicht wenigstens einmal streichelte. In ihrem ersten Lebensjahr versuchte sie andauernd ihren Schwanz zu fangen, während sie ihn ein Jahr später ständig beim Trinken ins Wasser tunkte. Mein kleiner Stubentiger unterhielt sich den ganzen Tag mit mir und begehrte rund um die Uhr Streicheleinheiten. Emma war kein typischer Schoßsitzer, eher bestimmte sie selbst, wer sie wann  und über welchen Zeitraum streicheln durfte. Natürlich war sie auch beim Futter stets wählerisch.  Eben typisch Katze. Und doch war sie das wunderbarste Wesen, welches ich kennenlernen durfte. War ich glücklich, freute sie sich mit mir. War ich traurig, wich sie nicht von meiner Seite. Es ist erstaunlich, was diese Tiere wahrnehmen können und wie sie daraufhin reagieren. Leider musste ich sie gehen lassen und nun ist sie im Regenbogenland. Die Wohnung ist immer noch genau so leer, doch nicht mehr so erdrückend. In meinem Herzen wird sie immer einen Platz haben und ich werde all die schönen Erlebnisse im Gedächtnis behalten.

Emma

Und jetzt?

Diese Rubrik würde nicht Frau Kater heißen, wenn sich nicht eine Aussage dahinter verstecken würde. Denn ich werde wieder Mama. Dieses Mal von einem kleinen Kater. Lange habe ich mit mir gerungen und mehrere Menschen gefragt, ob es falsch wäre sich neu zu orientieren. Ob es Emma gegenüber fair wäre. Jedoch kam ich zu dem Punkt, dass es meine eigene Entscheidung ist und ich mich umsehe, wenn ich bereit bin für ein neues Tier. Ein Gespräch mit Anika brachte die entscheidende Wendung, obwohl sie gar nicht viel preisgab. Und somit fing ich an mich umzusehen und verliebte mich schnell in einen kleinen Perser-Mix Kater. Vielleicht war es die Tatsache, dass die Mama von dem  Kleinen Mann wie meine Emma aussieht (nur in schwarz-weiß) oder die Tatsache, dass man sich von null auf hundert plötzlich verlieben kann.  Genau auf diesem neuen Weg, möchte ich euch mitnehmen. Eine aufregende Reise zwischen Freude, Liebe und manchmal auch Verzweiflung. Man darf gespannt sein ;-).

 

 

Reiselust- wenn es ohne Tiere in den Urlaub geht

Ohne Hund in den Urlaub?
Für viele Teams ein No Go, für mich ein Must Have.
Warum will ich versuchen euch zu erklären.

Es geht nicht um Liebe

Ich liebe meine beiden Alltagshelden sehr. Jede Sekunde mit ihnen zeigt mir, wie sehr ich sie brauche. Und doch brauche ich mal Zeit ohne sie.

Der Alltag ist oft auffressend. Es geht mehr darum zu funktionieren, als zu leben.
Ihr kennt das, manchmal reichen 24 Stunden einfach nicht.

Was ich im normalen Alltag besonders gerne mag, sind die Regelmäßigkeiten. Aufstehen, mit Scar ins Bad, mit Adgi raus, Fertigmachen zur Arbeit und los geht’s. Nach Hause kommen und kräftig Schmusen, danach die Abendrunde. Hier und da verschiebt sich die Zeit, weil ich im Schichtdienst arbeite, aber grundlegend ist es jeden Tag gleich.
Das mag ich in der Regel bis auf eine Woche im Jahr und in dieser einen Woche muss ich raus.

Raus aus allem. Raus aus Afrika. Ich wandre lieber aus!*

Ich will dann weg von allem. Von Zuhause, vom Alltag und von der Verantwortung.

Denn sein wir mal ehrlich, wir tragen alle eine Menge Verantwortung wenn wir uns Tiere ins Leben holen. Wir ernähren sie, sorgen uns um sie und beschäftigen sie.
Unseren Alltag richten wir nach ihnen aus. Ziemlich schnell finden wir heraus, wann sie mal müssen oder welche Anzeichen sie bei verschiedenen Krankheiten zeigen.

Einmal im Jahr siegt der Egoismus

Aber einmal im Jahr, nehmen wir uns eine Auszeit voneinander.
Das heißt auch, dass die Tiere eine Auszeit voneinander bekommen. Beide gehen in der Regel nicht in die gleiche Betreuung. Scar bekommt Heimbetreuung und Adgi darf Freunde besuchen. Das letzte Mal war er bei seiner besten Freundin Chica.

Noch dazu liebe ich es, mit dem Schiff unterwegs zu sein. Ich mag die Freiheit. Ich mag in einem Land ins Bett gehen und in einem anderen wieder aufwachen. Und ich mag das Rund-um-Sorglos-Paket.
Noch dazu mag ich auch mal Ziele sehen, zu denen ich Adgi nicht ohne eine lange Reise mitnehmen könnte. Ich will mit Adgi nicht wegfliegen. Er muss nicht im Laderaum sitzen und auch nicht die Wetterumschwünge und Zeitumstellungen wegstecken.
Aber mir reicht eben kein Urlaub im Umland.

Ich kann meine Reiselust nicht unterdrücken, ich glaube dass ich mir das irgendwann vorwerfen würde und auch Adgi insgeheim immer vorhalten würde und das ist bei weitem nicht fair.

Und ich bin das ganze Jahr ein guter Tiermensch, aber ich bin eben nicht nur Tiermensch. Ihr werdet von mir nie hören, dass ich ohne meine Tiere nicht in den Urlaub fahre.

Derselbe Urlaub nur mit Hund?!

Sabrina hat auf ihrem Blog letztens aufgezeigt, auf welche Schiffe man Hunde wie mitnehmen kann.
Das hat mich zum Nachdenken gebracht.

Was, wenn ich Adgi oder Scar mitnehmen könnte auf eine Kreuzfahrt?
Naja Scar ist ein Stubentiger, dem würde es leicht fallen.

Mit Adgi wäre es schon schwieriger, selbst, wenn wir mal alle Sicherheits- und Einreisefaktoren außer Acht lassen.

Adgi markiert, nicht in geschlossenen Räumen, aber er markiert. Daher kann ich eine Pinkelpause auf einem Außendeck nicht ausschließen.
Was, wenn er den Seegang nicht abkann oder das Fressen nicht gut im Magen ankommt. Dann gibt es Durchfall und das auf einem Schiff ist nicht gerade, nun ja nennen wir es praktisch.
Dann sind auf so einem Schiff wahnsinnig viele Menschen, was wenn einer in der Nachbarkabine eine Allergie hat? Dann hab ich ewig ein schlechtes Gewissen und kann noch dazu nicht schlafen, wenn nebenan jemand schnieft.

Oder Oder Oder

Alles in allem werde ich mir die Auszeit immer und immer wieder gönnen: Durchatmen, Kopf frei machen und nach zwei Tagen unglaubliches Heimweh bekommen.
Ich genieße dieses Heimweh so sehr, das glaubt ihr gar nicht. Dieser Zwang tut am ersten Tag weh. Am zweiten bemerkt man, dass sich das Gefühl ändert und ab dem dritten Tag beginnt man zu Grübeln. Man denkt über Zuhause nach und das, was es eigentlich bedeutet. Und dann stehe ich da, wie im aktuellen Fall, dick eingemummelt mit Blick auf die wunderschöne Skyline von Rotterdam, atme tief durch und alles wird klar.
Als würde man alles von oben sehen, eine andere Perspektive, man ist eben mal raus statt mittendrin.

AIDAprima
AIDAprima im Hafen von Rotterdam

DER Tag

Und dann kommt der Tag, auf den ich mich ab dem zweiten Tag freue: Heimreise.

Meistens sind wir dann so angetrieben, dass wir eine Bahn früher nehmen oder einen Bus eher. Wir eilen nach Hause, knutschen den Kater platt und holen Adgi ab. Kaum Zuhause müssen die Tiere erstmal mit unseren Klamotten abgerieben werden. Denn ist euch mal aufgefallen, dass Tiere grauenhaft riechen, wenn sie über längere Zeit weg waren?!
Wenn dann wieder alle riechen, wie sie müssen (eine Prozedur auf die Scar nicht so steht) kommt das Familienkuscheln. Ab auf das Sofa (ausnahmsweise) und schmusen. Die ganze Nacht lang.

Liebe
Pure Liebe

*Zitat aus „König der Löwen“, Herzlichen Dank Zazu <3

[3] Ein neues System muss her

Ich habe euch ja schon im ersten Beitrag gesagt, dass ich so meine Motivationsprobleme beim Lernen habe.
Euch jetzt an meinem Lernen teilhaben zu lassen klappt super und hat genau den Effekt, den ich damit erzielen wollte.
Aber neben dem Lernen brauchte ich auch einen Weg, mir selber zu zeigen, wie viel noch fehlt, bzw. wie viel ich geschafft habe.

Austüffteln des „Sichtbarmachens“

Letzte Woche habt ihr ja mitbekommen, dass ich keinen Eintrag gepostet habe. Das lag einfach daran, dass wir im Urlaub waren und meine Lernsachen Zuhause bleiben mussten. Ich hatte mir fest vorgenommen, mit etwas Abstand mein System, was bis dato keins war, zu überdenken.

Mir fiel dabei ein, dass ich in der alten Wohnung ein Ding an der Wand hatte, in das man so Bilder schieben kann. In der Wohnung war es vollgestopft mit Quatsch.
Zuhause wieder angekommen, habe  ich mich von dem Müll getrennt und mir Hammer und Nagel geschnappt.


Ich habe es in das Büro gehangen und auf Karteikarten alle Themen und Unterthemen geschrieben. Diese habe ich jetzt wie in einem Adventskalender verteilt und dazwischen Bilder von meinen Schätzen, so kann ich nicht vergessen, wofür ich das eigentlich mache.

Noch dazu kann ich mir jetzt besser vornehmen, bis wann ich welches Thema durchhaben möchte.

Letzte Woche

Für die letzte Woche hatte ich mir ganz fest vorgenommen, den Bewegungsapparat abzuschließen. Für den heutigen Abend stehen nur noch die Muskeln der Hintergliedmaßen auf dem Plan und dann habe ich es tatsächlich geschafft.

Mein Lieblingswort ist diese Woche ist „Caput“, also Latein für Kopf. Das finde ich angesichts der vielen Entscheidungen und politischen Vorkommnisse sehr passend, dass der Kopf Caput (kaputt) ist =)

 

Mehr habe ich heute nicht für euch, es warten die Hintergliedmaße auf mich.

 

Was ist euer unschlagbares Lernsystem?

[Gastbeitrag] Auf einmal ist es still….

Zu Weihnachten wird es besinnlich.
Einmal mehr wollen wir unsere Lieben bei uns haben.
Meine Freundin Julia hat dieses Jahr eine große Leere, weil sie eine Entscheidung treffen musste.
Eine richtige Entscheidung, aber eine schwere Entscheidung.

Aber lest selbst…

Julias Geschichte

Ich komme in eine leere Wohnung. Sicherlich denkt sich jetzt jeder, der kein Tier hat, an etwas Schönes. Sich ausruhen können, für sich sein, einfach mal sturmfrei haben.  Die Einsamkeit kann man auch genießen. Mit der Lieblingsserie vor dem Sofa verbringen, sich noch etwas Leckeres kochen um den Alltagsstress zu vergessen. Das klingt möglicherweise schön? Aber nicht für mich. Ich liebe den Stress, wenn ich nach Hause komme, mein Essen zu mir nehmen möchte und mich hindert jemand daran, der so lieb um Aufmerksamkeit bettelt. Mir gefällt sogar die Akrobatik-Action im Flur, während ich versuche nicht über den sehr dekorativen Vierbeiner zu fallen. Mit großer Freude erfüllen mich die schrillen Bemerkungen einer Samtpfote, die mich aus der Ruhe reißen und wieder zurück in den Alltag befördern.  Das mag schrecklich klingen, aber eigentlich lieben wir doch genau das an Ihnen. Denn sind wir ehrlich, so viel Aufmerksamkeit bekommen wir nicht oft ;). Das verstehen wohl auch nur Tierbesitzer.

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Leider ist unsere Wohnung nun stumm. Stille ist eingekehrt und ein beklemmendes Gefühl. Irgendwann im Leben eines Tieres, wie bei uns Menschen auch, kommt der Zeitpunkt an dem es Zeit ist zu gehen. Mal früher, mal später. Bei meiner Emma (Eine Mix-Katze aus norwegischer Waldkatze und Europäisch Kurzhaar) kam er leider früher, als erwartet.  Vor einem Jahr haben wir sie nochmal richtig durchchecken lassen und erst dann erfahren, dass eine ihrer Nieren schon von Geburt an nicht arbeitet und die zweite es ihr wohl droht gleich zu tun. Zu dem Zeitpunkt hat noch der Neffe von Emma bei uns gewohnt.  Den kleinen liebevollen und zugleich zu dominanten Kater, welcher Emma an jeglichen Aktivitäten spielerisch zu stören versuchte. Schweren Herzens, haben wir ihn abgegeben. Er wohnt jetzt auf einem wunderschönen Bauernhof in unserer Nähe. Es ist ein Jahr her, aber ich vermisse ihn immer noch. Dennoch weiß ich, dass ich zugunsten meiner sehr nierenkranken Katze richtig gehandelt habe und dem kleinen Mann einen  tollen Ort und eine fürsorgliche Familie ermöglicht habe. Diesen Schmerz kann man relativ schnell verarbeiten und sogar Freude empfinden.

Der schwere Weg

Nun ein Jahr später gab mir meine kleine Löwin den Impuls, das Zeichen, dass Sie gehen möchte. Man kann es kaum beschreiben, aber ich versichere jedem, dass die Zeichen eindeutig sind. Und egal, wie schmerzhaft es einem selbst gegenüber ist, haben mein Freund und ich uns richtig entschieden, sie in Ihren schlimmsten Stunden zu begleiten und zu erlösen. Selbst, wenn man sich mental darauf vorbereitet, ist es eine der schlimmsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben durchmachen musste.  Der erste Schritt der Trauer, die Akzeptanz, ist die schlimmste. Nach tagelangem Verabschieden, brach es dennoch über mich herein. Ich bin trotzdem froh bis zum Schluss an ihrer Seite gewacht zu haben.

So bitter es ist, ist die Wohnung nun leer. Niemand, der schreiend im Flur auf dich wartet. Was mich zuvor genervt hat, vermisse ich nun umso mehr.  Nach einer gewissen Zeit habe ich es geschafft ihre Sachen wegzuräumen und mich damit auseinander zu setzen, dass sie nicht mehr zurückkommt. Der Trauerprozess findet seinen Weg und der Alltag wird zunehmend leichter, je mehr man es versucht zu verarbeiten. Denn am wichtigsten ist, dass die Entscheidung die richtige war und Emma immer in meinen Erinnerungen und in meinem Herzen einen festen Platz haben wird.

Nachfass

Emma, ich hoffe, dir geht es gut wo du jetzt bist. Ich bin froh, dass du Scars Freundin warst, dass ich mit dir spielen durfte und dich kennen durfte.
Du warst stark und hast gekämpft und dich bis in deine letzte Sekunde Julia anvertraut.

Julia, du hast das Richtige gemacht. Ich weiß das, du weißt das und Emma auch.

scar-und-emma

 

 

Kalendertürchen 12: High Five für Katzen

Das beste an Weihnachten? Adventskalender! Wir Tierblogger haben uns zusammen geschlossen und jeden Tag öffnet ein anderer Blog für euch sein Türchen.

Einen stilechten Kalender haben wir natürlich auch für euch 😉

Nun bin ich das erste mal an der Reihe und bei uns gibts was zu lernen.

Katzen sind stur und sehen einfach nur gut aus? Falsch gedacht!

Anfang

High Five baut man am besten auf, wenn die Katze „Sitz“ kann.

Dafür führt ihr das Leckerli ein Stück über den Kopf der Katze, in der Regel setzen sie sich dann alleine hin.

Wichtig ist, dass die Katze einen guten und festen Sitz hat, sonst wird sie die Pfote nicht anheben oder sich gar aufstellen und an der Hand hochziehen-das kann echt schmerzen.

Aufbau

Ihr klemmt das Leckerli am besten zwischen die Finger, dann haltet ihr die Hand etwas höher, als die Katze mit ihrem Giraffenhals kommt.

Erstmal wird die Katze versuchen durch pures Strecken und Aufstellen an das Leckerli zu gelangen.

Scar hat auch zuerst versucht sich meine Hand an das Maul zu ziehen, was natürlich nicht Sinn und Zweck der Sache ist.

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So bitte nicht

An der Stelle braucht ihr Geduld, bis die Mietz es das erste Mal richtig macht, sobald es klappt, wie ihr euch das vorstellt (bei uns wie auf dem Bild unten), belohnt.

Das Gute ist, wenn ihr das Leckerli in die FInger geklemmt habt, kommt die Belohnung schnell und aus der Hand. Natürlich könnt ihr auch Klickern, aber da bin ich kein Fan von.

Die Wiederholungen machen es aus, sobald die Samtpfote den Dreh raus hat, geht es schnell, dass die Pfote eingesetzt wird.

Achtet dabei aber darauf, dass ihr belohnt, solange die Pfote an der Hand ist. So verweilt die Pfote auch immer länger.

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So ist es perfekt

Bei uns hat das so circa 10-15 Minuten gedauert, bis Scar verstanden hat, was ich möchte.

Mit einem Kommando habe ich nicht gearbeitet, das könnt ihr, sobald die Übung routiniert ist einführen.

Bei Scar werde ich aber keines Einführen, da ich aus der Vergangenheit weiß, dass er auf diese nicht reagiert. Er ist sehr sichtsignallastig im Training.

Und nun viel Spaß beim Üben und schaut doch auch mal beim Hundetürchen rein.

Türchen 12:

Weiter geht bei Christina und Ihren Fellnasen von Zucker&Zimt Design
Schaut dringend morgen rein, ihr werdet etwas lernen können….

Kalendertürchen 12: High Five für Hunde

Das beste an Weihnachten? Adventskalender! Wir Tierbloggen haben uns zusammen geschlossen und jeden Tag öffnet ein anderer Blog für euch sein Türchen.

Einen stilechten Kalender haben wir natürlich auch für euch 😉

Nun bin ich das erste mal an der Reihe und bei uns gibts was zu lernen.

Hunde sind unsere besten Freunde.
Wenn man nun mit seinem besten Freund etwas gemeinsam schafft, dann schlägt man ein (oder man ist Barney Stinson). Warum sollt ihr das nicht auch mit eurem Hund machen?!

Anfang

Sollte euer Hund „Pfötchen“ können, dürft ihr getrost diesen Abteil weiterscrollen.

Kann er es nicht, dann bringt am besten erst die Grundlage bei, damit er weiß, dass er seine Hammelbeine zur Lösung braucht.

Ich habe folgende Schritte gemacht:

  1. Hund im „Sitz“
  2. Leckerchen in die Hand
  3. Faust ballen
  4. Hund schnüffel lassen (in der Regel fangen sie an, die Hand abzuschlecken. Nehmt also ein Leckerchen, dass nicht so schnell aufweicht)
  5. Sobald der Hund die Pfote auf die Hand legt, diese öffnen und ihn das Leckerli verputzen lassen

Das manifestiert sich schnell und so kann man darauf aufbauen.

1-schritt
Schritt 1

Aufbau- Stopp das Scrollen!

Wenn sich „Pfötchen“ im Schlaf abrufen lässt könnt ihr weitermachen, langsam die Hand anzuheben.

Tipp: Macht die Schritte klein und haltet die Hand nicht direkt auf Augenhöhe des Hundes.

2-schritt
Schirtt 2

Ich habe es hier wieder wie mit dem Pfötchen gemacht und zuerst mit einer Faust und dem direkten Belohnen bei Auflegen der Pfote begonnen und dann  langsam die Hand geöffnet.

Übrigens kann man hiervon auch super „Winken“ ableiten.

3-schritt
Schritt 3 und Ergebnis

Und nun wünschen wir euch ganz viel Spaß beim Lernen und schaut doch mal beim Katzentürchen vorbei.

Türchen 12:

Weiter geht bei Christina und Ihren Fellnasen von Zucker&Zimt Design
Schaut dringend morgen rein, ihr werdet etwas lernen können….

 

[2] Der Grund

Ich hasse Zähne.

Diese Woche hab ich einiges geschafft, aber lange nicht so viel wie geplant.

Aber ich lag flach und musste mich auf das Atmen konzentrieren.

Ich hatte mir fest vorgenommen, zumindest Zähne und Gesichtsmuskeln zu schaffen.
Dahinter kann ich jetzt zum Glück einen Haken machen. Perfekt so weit.

Aber da ich diese Woche nicht so viel geschafft habe, wie geplant, erzähle ich euch lieber warum ich Tierheilpraktiker werden will:

Der Hintergrund

Früher wollte ich immer Tierarzt werden. Der Traum eines kleinen Mädchens.
Ich wollte unbedingt Tieren helfen, sie gesund machen, Gutes tun.

Dann musste meine Mulle eingeschläfert werden. Mit ihr bin ich aufgewachsen und, obwohl sie immer den Nachbarn gehört hat, war sie meine.
An dem Punkt habe ich das erste Mal darüber nachgedacht. Jemand hat meine Katze umgebracht.

Als nächstes und ausschlaggebend war die Sterilisation meiner Paula. Ein Routineeingriff. Allerdings waren wir zu früh wieder da. Sie lag noch auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt.

Nun war es mir klar: Ich kann und will nicht entscheiden, Tiere einzuschläfern und ich will sie auch nicht aufschneiden und in ihnen rumkramen.

Eine ganze Zeit habe ich das Thema aufgeschoben. Habe meine Ausbildung durchgezogen und versucht mich zu finden (mach ich heute noch).
Scar zog ein, Scar wurde krank. Ich wollte helfen. Der Gedanke war geboren.

Und dann suchte ich und recherchierte nach anerkannten Abschlüssen. Nach einer Schule mit Ansprechpartnern. Jemanden, den ich ansprechen kann.

Gefunden habe ich es dann hier in Rostock und nach dem die Finanzierung geklärt war, konnte ich den Vertrag unterschreiben und starten.

Tierheilpraktik bedeutet für mich unterstützen und helfen. In einem Rahmen, den ich mir abstecken kann. Mit einer Grenze, die mir wichtig ist: Ich muss nicht für den Tod entscheiden. Ich kann einen Rat geben, einen Weg weisen. Aber ich muss nicht den Schritt gehen.

Vielleicht ist das feige, den Weg nicht zu Ende zu gehen. Ja vielleicht ist es das. Aber es ist eben meine Grenze.

Komm wieder, Retriever [Apportieren für Anfänger]

Es ist das Spiel schlechthin für Hund und Halter.
Man sieht es in jeder Werbung und in allen Filmen.

Glückliche Menschen mit ihren gestriegelten, perfekten Hunden: Apportieren.

Lest im folgenden euren Weg zum Glück eines braven Hund-Mensch-Team.

Es ist ja nun allseits bekannt, dass Adgi ein Retrievermix ist. Machen wir nun also ein kleinen Ausflug in die Rassenbeschreibung des Golden-Retrievers:

Er zeigt eine verlässliche, ausdauernde Suche und ist ein eifriger, durch nichts ablenkbarer Apporteur.

Quelle: http://www.drc.de/content/golden-retriever-kurzbeschreibung

Aufbau

Man kann es auf ganz unterschiedliche Weise trainieren:

Weg 1: Ein Dummie mit Leckerchen. (Sieht im ersten Moment aus wie eine Federtasche) Nun verbindet man für den Hund, dass aus der Tasche Futter kommt, sobald sie ihn zu euch bringen.

Weg 2: Ball im Tausch zum Leckerli. Also wird immer hin und her getauscht, bis der Hund kapiert, dass immer wenn er tauscht, eine Bestätigung wartet.

Weg 3: Hund an Schleppleine, Ball werfen. Hund rennt zum Ball und sobald er den Ball in der Schnute hat, wird gerufen und der Hund rangezogen.

Mit ein bisschen Glück versteht der Vierbeiner das super schnell und wird den Ball oder Stock oder ähnliches bringen.

Wichtig ist eben, dass man kontinuierlich trainiert.

besagter Ball
Bälle kann man super fressen

Und dann kommt Adgi

Ihr erinnert euch noch an unseren kleinen Ausflug in die Welt der Golden Retriever?

Nun ja, bei uns sah das Training wie folgt aus:

Weg 1: Alle drei Wege wie oben angegeben ausprobieren und Weg 3 ganz schnell verwerfen, weil das echt fies ist. Nach Weg 1 hat der Dummie nicht überlebt, weil Adgi nach dem ersten Werfen verschwunden war und nach Weg 2 war der Hund zumindest satt.

Weg 2: Einen Stock in die eine Richtung und einen in die andere. Ich weiß nicht mehr genau, warum uns das logisch erschien.

Weg 3: Werfen und Rennen. Dabei kommt Adgi zumindest ganz wieder zurück.

Weg 4: Aufgeben. Drüber stehen. „Mein Hund muss nicht alles können“ denken und nach Hause gehen.

Mal ganz ehrlich, warum muss der Hund das können? Nur weil alle Hunde das können, muss Adgi das doch noch lange nicht können. Tzz, ich kann auch nicht alles, was andere können. Mit der Mode gehen zum Beispiel oder immer gut aussehen.

Wunder geschehen.

Und dann stehen wir heute mit dem gelben Ball auf der Wiese und werfen ihn mit dem Wind auf den Acker.
Wir drehen uns um, halten die Nase in den Wind, in dem festen Glauben, dass der Hund lachend hinter uns auf und ab rennt.

Und dann hechelt es hinter uns. Siehe da: Adgi, mit dem Ball.
„Zufall!“ denken wir uns und werfen den Ball wieder. Und wieder landet er vor unseren Füßen.

Ich freue mich verkünden zu können: Adgi kann Apportieren!

Es hat nur 3 Jahre gedauert!

Probiert also gern die Wege aus. Funktionieren. Irgendwann.

 

P.S. „Komm wieder, Retriever“ ist frei nach meinem Kindheitsidol DJ Fuller aus „Fuller House“